EM Wettanbieter: Wer in Deutschland legal auf die EURO wetten darf
Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Die Fußball-Europameisterschaft findet nicht jährlich statt, sondern im Vierjahresrhythmus. Wer nach EM-Wettanbietern sucht, analysiert entweder die vergangene Endrunde – die EURO 2024 in Deutschland (14. Juni bis 14. Juli 2024, Spanien schlug England im Finale 2:1) – oder blickt voraus auf das nächste Turnier, die EURO 2028 in England, Schottland, Wales und Irland (9. Juni bis 9. Juli 2028). Beide Endrunden bieten Anhaltspunkte: die eine rückwärts, mit dem, was die Buchmacher richtig und falsch einpreisten, die andere voraus, mit Spielplan, Qualifikationsauslosung (6. Dezember 2026 in Belfast) und den Märkten, die bereits stehen.
Doch bevor irgendein Quotenvergleich beginnt, steht die Grundsatzfrage: Wer darf in Deutschland überhaupt auf eine Europameisterschaft wetten? Die Antwort regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021). Sportwetten im Internet sind in Deutschland nur erlaubt, wenn der Anbieter eine deutsche Erlaubnis besitzt und auf der Whitelist der GGL geführt wird (§ 9 Abs. 8 GlüStV). Ein .de-Domain allein beweist nichts, eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ebenso wenig. Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, bewegt sich im unerlaubten Glücksspiel und verzichtet auf den Schutz des OASIS-Sperrsystems, die LUGAS-Limitdatei und die deutsche Rechtsdurchsetzung.
Genau das filtert den Markt: 30 Einträge umfasst die Whitelist (Stand 2. Oktober 2026), davon 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis – zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten. In diesem Kreis sitzen die zehn Anbieter, die im Folgenden einzeln betrachtet werden: Betway, VBet, ODDSET, Sportingbet, AdmiralBet, bpremium, bet-at-home, NEO.bet, MERKUR BETS und bwin. Es sind nicht alle lizenzierten Häuser, aber alle hier genannten, und sie decken die Bandbreite ab, mit der ein Leser in Deutschland tatsächlich konfrontiert wird: etablierte Namen, neuere Erlaubnisse, stationäre und rein digitale Geschäftsmodelle, internationale Marken und regional verwurzelte Wettveranstalter.
Der Blickwinkel dieser Seite bleibt überall gleich: Was kostet das Angebot dem Leser? Nicht der Bonus in seiner beworbenen Höhe zählt, sondern das, was bis zur Auszahlung an Umsatz, Mindestquoten, Fristen und Steuer abzuziehen ist. Jede Wette trägt die Marge des Buchmachers in der Quote, jedes Angebot einen Haken in den Umsatzbedingungen, jede Live-Wette die Beschränkungen des § 21 Abs. 4 GlüStV. Diese Seite liest die Angebote gegen den Strich, nicht die Werbung.
Spielerschutz: Wo die Grenzen liegen, bevor der erste Tipp abgegeben wird
Wer in Deutschland bei einem lizenzierten Anbieter wettet, bewegt sich innerhalb eines Rahmens, der Spieler und Veranstalter gleichermaßen bindet. Drei Mechanismen prägen jede Wette, auch jede EM-Wette, und sie entscheiden, was ein Bonus oder eine Strategie tatsächlich bedeutet.

Die Altersgrenze liegt bei 18 Jahren (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Anbieter prüfen das bei der Registrierung, und ein Minderjähriger, der an einer Europameisterschaft mitwetten will, fällt durch jedes vernünftige KYC-Verfahren. Der Mechanismus, der diese Prüfung flächendeckend sicherstellt, ist die vollständige Verifizierung des Kontos vor der ersten Auszahlung (§ 6a GlüStV). Zwischen Registrierung und Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden spielen lassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 €, und Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich. Wer also am Eröffnungsspiel der EM 2028 in Cardiff am 9. Juni 2028 mitwetten will, sollte das Konto lange vorher verifiziert haben.
Das Einzahlungslimit beträgt im Default 1.000 € pro Kalendermonat, und zwar über alle Anbieter hinweg, nicht pro Anbieter (§ 6c Abs. 1 GlüStV). Die Limitdatei heißt LUGAS und wird von der GGL geführt. Versuche, bei mehreren Anbietern parallel höhere Beträge unterzubringen, laufen ins Leere, weil die Anbieter untereinander abgleichen. Eine Anhebung auf bis zu 10.000 € ist nur mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich – Selbsterklärung reicht nicht –, und sie gilt individuell, nicht standardmäßig. Eine Absenkung des Limits greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Für einen Leser, der plant, zur EM größere Beträge zu setzen, heißt das: Die 1.000-€-Grenze ist die Regel, nicht die Ausnahme, und der Weg nach oben ist bürokratisch.
Das Sperrsystem OASIS (§§ 8, 8a GlüStV) ist die zweite Säule. Bei Registrierung und bei jedem Login prüft der Anbieter, ob der Spielername gesperrt ist. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler selbst eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer sich sperren lässt, wird bei keinem Anbieter mehr spielen können, der an OASIS angeschlossen ist – und das sind alle Whitelist-Anbieter. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3 GlüStV) ergänzt das: Eine 24-Stunden-Sofortsperre, die der Spieler selbst auslöst, ohne den Weg über den Kundendienst.
Parallel zur Sperre läuft die Aktivitätsdatei (§ 6h GlüStV). Sie verhindert, dass ein Spieler bei mehreren Anbietern gleichzeitig aktiv spielt. Wer parallel wetten will – etwa eine Kombiwette bei Anbieter A und eine Live-Wette bei Anbieter B – stößt auf technische Sperren. Die LUGAS-Limitdatei und die Aktivitätsdatei sind der Grund, warum Offshore-Anbieter trotz besserer Quoten oder höherer Limits für deutsche Spieler attraktiv wirken: Sie umgehen diese Schutzmechanismen, aber sie bieten im Gegenzug keine deutsche Rechtsdurchsetzung und keine Sperre über die Anbietergrenze hinweg.
Hilfsangebote stehen parallel bereit. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) führt unter www.check-dein-spiel.de ein Beratungsangebot, das nicht nur pathologisches Spielen, sondern auch erste Anzeichen problematischen Wettverhaltens adressiert. Die Anbieter selbst verlinken auf solche Hilfsangebote, und die GGL verpflichtet sie dazu.
Die Wettsteuer ist kein Schutzmechanismus, aber sie gehört in jeden Kostenüberblick. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, und die Bemessungsgrundlage ist der ausgezahlte Einsatz abzüglich der Steuer selbst (§§ 17, 18 RennwLottG) – konkret rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler, aber jeder Anbieter entscheidet selbst, ob er sie weiterreicht und wie. Manche ziehen sie direkt vom Einsatz ab, manche nur von Gewinnen, manche übernehmen sie vollständig. Wer vor einer EM-Wette wissen will, was netto ankommt, muss in den AGB des Anbieters nachlesen, nicht in ein Werbeversprechen.
Bonus und Gratiswette: Was vom versprochenen Mehrwert übrig bleibt
Die Werbung klingt verlockend: 100 % Bonus oder Gratiswette. Wer bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis auf eine Europameisterschaft wetten will, sieht solche Angebote – und sollte sie lesen, bevor er sie annimmt.

Ein Willkommensbonus wird in der Regel als Prozentsatz auf die erste Einzahlung gewährt, häufig 100 % bis zu einer Obergrenze. Die Frage ist nicht die versprochene Höhe, sondern was bis zur Auszahlung passiert. Jeder Bonus unterliegt Umsatzbedingungen, die besagen, wie oft der Bonusbetrag (oder Bonus plus Einzahlung) zu einem bestimmten Mindestpreis umgesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Ein typischer Faktor ist das Fünf- bis Siebenfache des Bonus, eine typische Mindestquote 1,50 oder 2,00 – und entscheidend ist, welche Märkte zur Umsetzung zählen. Wettet der Leser auf die EM 2028 und der Bonus erlaubt nur Kombiwetten mit mindestens drei Auswahlen, schrumpft der effektive Wert rapide.
Die Gratiswette – auch Freiwette oder Freebet genannt – ist ein Sonderfall, den jeder Leser verstanden haben sollte. Bei einer Gratiswette setzt der Anbieter, nicht der Spieler. Gewinnt die Wette, erhält der Spieler den Reingewinn ausgezahlt, also Quote minus 1 multipliziert mit dem Gratiswetten-Wert. Der Einsatz der Gratiswette wird nicht zurückgezahlt. Eine 10-€-Gratiswette auf eine Quote von 3,00 bringt 20 € Gewinn, nicht 30 €. Wer das nicht versteht, überschätzt den Wert solcher Angebote regelmäßig.
Der Begriff „Wette ohne Risiko“ klingt besser, als er ist. Häufig bedeutet dies: Verliert die erste platzierte Wette, wird der Einsatz als Gratiswette zurückerstattet – nicht als Bargeld. Der Spieler hat dann eine Gratiswette, deren Wert er wiederum unter den Bedingungen umsetzen muss. Das ist kein Geschenk, sondern ein Marketingmechanismus.
Was eine Gratiswette wert ist, lässt sich rechnerisch bestimmen. Der erwartete Wert einer Gratiswette mit nicht zurückgezahltem Einsatz beträgt:
Wert = Gratiswetten-Betrag × (Quote − 1) ÷ Quote × Auszahlungsquote des Marktes
Eine 10-€-Gratiswette auf eine Quote von 3,00 in einem Markt mit 95 % Auszahlungsquote (5 % Marge) hat einen erwarteten Wert von 10 × 2,00 ÷ 3,00 × 0,95 ≈ 6,33 €. Die Werbung verspricht 10 €, der erwartete Wert liegt bei rund 6,30 €. Die Differenz ist die Marge des Anbieters, und sie steckt in jedem Bonus, jeder Gratiswette und jeder quotenboost-Aktion.
Die Kosten eines Bonus zeigen sich, wenn die Umsatzbedingungen mit der Marge des Marktes kombiniert werden. Nehmen wir einen typischen Bonus: 100 € Bonus, siebenfacher Umsatz, Mindestquote 1,80. Der Spieler muss 700 € setzen. In einem Markt mit 5 % Marge sind das 35 € erwarteter Verlust allein durch den Umsatz – zusätzlich zu der Wahrscheinlichkeit, dass die Bonusbedingungen nicht erfüllt werden und der Bonus samt Umsatz verfällt. Wer seinen Bonus verstehen will, rechnet beide Posten zusammen, nicht nur den versprochenen Betrag.
Glücksspielstaatsvertrag und Werberecht setzen dem Ganzen Rahmenbedingungen. Werbung für unerlaubte Anbieter ist verboten, Werbung für erlaubte Anbieter unterliegt dem Verbot aktiver Sportler und Funktionäre als Werbeträger, und das 06:00-21:00-Werbeverbot des § 5 Abs. 3 GlüStV betrifft Slots, Online-Poker und Online-Casino, nicht Sportwetten. Was ein Anbieter an Bonus zahlt, ist Verhandlungssache zwischen ihm und dem Markt – der Gesetzgeber schreibt keine Höchstgrenze.
Mobile Wetten: App, Browser und die Live-Bedienung während eines Spiels
Die EM wird auf dem Smartphone gewettet, nicht am Schreibtisch. Ein Eröffnungsspiel der EURO 2028 in Cardiff am 9. Juni 2028, Anpfiff um 21:00 Uhr, fällt in eine Zeit, in der viele Leser unterwegs sind. Die App wird zur Wettbörse, und die Frage, wie gut sie funktioniert, entscheidet, ob eine Live-Wette in der 70. Minute noch platzierbar ist.
Was eine seriöse Wett-App in Deutschland leisten muss, ergibt sich aus dem Glücksspielstaatsvertrag und dem Stand der Technik. Verifizierung vor Auszahlung, OASIS-Prüfung bei Login, Anzeige des aktuellen Einzahlungslimits – all das muss die App abbilden, nicht nur der Browser. Manche Anbieter bieten eine vollwertige App, andere eine Web-App, die wie eine native Anwendung wirkt, im Browser läuft, aber die gleichen Funktionen erfüllt. Beide Formen sind zulässig; ob die eine stabiler läuft als die andere, hängt vom Einzelfall ab.
Funktional erwartet der Leser bei einer EM-Wette: vollständigen Wettkatalog mit Vorrunde, K.-o.-Runde, Torschützenkönig, Gruppensieger; Live-Quoten mit Aktualisierung in Sekundenbruchteilen; Cash-out-Funktion; Ein- und Auszahlung; Spielersperre und Limitverwaltung. Was fehlt, fällt sofort auf. Wer zur Halbzeit des Finales in Wembley am 9. Juli 2028 keine Live-Wette platzieren kann, weil die App hängt, hat ein Problem, das sich nicht reparieren lässt, wenn es einmal aufgetreten ist.
Einzahlung und Auszahlung laufen in der App über die gleichen Wege wie im Browser: Kreditkarte, Banküberweisung, Sofortüberweisung, PayPal, giropay und – je nach Anbieter – Apple Pay oder Google Pay. Die Einschränkung des § 6b Abs. 4 GlüStV gilt: Zahlungen nur von einem Konto, das auf den Namen des Spielers lautet, bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut. Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten sind damit in lizenzierten deutschen Anbietern tabu.
Die Bedienung während eines Spiels ist der Stresstest. Das Wettprogramm muss sich öffnen lassen, ohne dass die App abstürzt; die Quoten müssen aktualisieren, ohne dass der Bildschirm einfriert; eine platzierte Wette muss als „offen“ angezeigt werden, bis das Ereignis ausgegangen ist. Anbieter, die diese Stabilität in großen Spielen nicht liefern, verlieren Kunden in genau den Momenten, in denen sie ihn am dringendsten brauchen.
Live-Wetten und Cash Out: Was in der 70. Minute erlaubt ist
Live-Wetten sind der Reiz einer EM: In der 70. Minute steht es 1:1, der Underdog drückt, und der Leser will eine Wette platzieren, bevor der Ball im Netz landet. Der Glücksspielstaatsvertrag erlaubt das, aber er grenzt es ein.
§ 21 Abs. 4 GlüStV lässt Live-Wetten nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente zu, sofern solche Ereignisse in der Sportart selten sind. Beim Fußball: nächstes Tor ja. Beim Tennis: nächster Satz ja. Nächster Punkt im Tennis, nächster Korb im Basketball – beides nicht erlaubt, weil diese Ereignisse zu häufig eintreten und der Wettcharakter zum Glücksspiel verkürzt würde. Diese Einschränkung betrifft jeden lizenzierten Anbieter gleichermaßen; sie ist nicht verhandelbar. Wer Live-Wetten mit einer breiteren Auswahl sucht, findet sie bei Offshore-Anbietern – mit dem Verlust des deutschen Schutzes.
Cash Out ist kein gesetzlich geregeltes Instrument, sondern eine Funktion des Anbieters. Sie erlaubt es, eine laufende Wette vor dem Ende des Ereignisses an den Anbieter zurückzuverkaufen, zu einem vom Anbieter festgelegten Preis. Der Preis hängt von der aktuellen Spielsituation ab: Führt der Favorit deutlich, ist der Cash-out-Wert einer Wette auf ihn hoch; liegt der Außenseiter vorn, ist der Wert der Wette auf den Außenseiter hoch. Der Anbieter kalkuliert dabei seinen eigenen Vorteil ein – die Marge steckt im Cash-out-Preis, auch wenn sie nicht als Marge ausgewiesen ist. Bei Betway etwa erscheint das Cash-out-Symbol als grüner Marker unter „Meine Wetten“, und der Spieler kann den gesamten Betrag oder einen Teil auszahlen lassen, je nach Anzeige.
Was Cash Out wirklich bedeutet, ist die Frage, ob der Buchmacher dem Spieler einen fairen Preis für eine vorzeitige Beendigung bietet oder ob er die eigene Marge aufstockt. In der Praxis variiert das, und ein Leser, der Cash Out regelmäßig nutzt, sollte die Werte vergleichen. Bei großen Spielen – einem Halbfinale der EM 2028 etwa – reagieren die Cash-out-Preise auf jedes Tor, jede gelbe Karte und jeden Wechsel. Wer hier den Überblick behält, kann Cash Out als Werkzeug nutzen; wer blind auf den Knopf drückt, lässt Geld liegen.
Verboten sind Live-Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a GlüStV). In der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateur. Wetten auf die 4. Liga, die Regionalliga oder den DFB-Pokal der Junioren sind damit über lizenzierte Anbieter in der Regel nicht oder nur eingeschränkt möglich. Die EM 2024 und 2028 sind Profi-Turniere, also nicht betroffen; wer aber auf Qualifikationsspiele in kleineren Ligen wetten will, sollte prüfen, ob der Anbieter diese Märkte überhaupt anbietet.
Wett-Tipps und Strategie: Warum keine Quote den Sieger vorhersagt
Der Wunsch, den Turniersieger der EM 2028 zu kennen, bevor er feststeht, treibt jede Wett-Tipp-Rubrik. Es ist auch der Punkt, an dem die ehrliche Analyse enden muss. Eine Wettquote ist keine Wahrscheinlichkeit, sondern ein Preis, den der Buchmacher für ein bestimmtes Risiko anbietet – mit eingebauter Marge. Wer aus der Quote Spanien als 15-%-Außenseiter liest, liegt in der Regel falsch, weil der Buchmacher 5 bis 10 Prozentpunkte Marge eingepreist hat.
Wie entsteht eine EM-Prognose? Buchmacher setzen Quoten auf Basis von Form, Verletzungen, Head-to-Head-Daten, Heimvorteil, Qualität des Kaders, Wetter und einer Dosis Intuition. Computer-Modelle, die auf großen Datenmengen trainiert sind, kommen oft in die Nähe der Buchmacher-Quoten, schlagen sie aber selten. Der Grund: Der Markt wettet mit, und die Quoten bewegen sich in Richtung eines Gleichgewichts, das sowohl die Information als auch die Emotionen der Wettenden widerspiegelt. Das macht Quoten nicht zu Wahrscheinlichkeiten, aber zu einem guten Indikator für das, was der Markt erwartet.
Die Grenze jeder Vorhersage ist das Turnier selbst. Eine EM ist ein K.-o.-Wettbewerb mit wenigen Spielen, in dem ein Elfmeter, eine Rote Karte oder eine Verletzung des Torwarts die gesamte Quote Makulatur werden lassen. Spanien 2024 verlor in der Vorrunde gegen Kroatien nicht, aber das Finale gegen England war knapper, als die Quote vermuten ließ. Wetten auf den Sieger sind Wetten auf einen langfristigen Ausgang, der von vielen kurzfristigen Ereignissen abhängt. Wer das akzeptiert, setzt kleinere Beträge und akzeptiert die Wahrscheinlichkeit, dass die Wette verloren geht.
Eine Strategie, die hilft, ist die Disziplin beim Budget. Wer für die EM 2028 einen festen Betrag reserviert – etwa 100 €, das volle LUGAS-Default-Limit – und diesen in überschaubaren Einzelwetten (1 bis 5 € pro Spiel) einsetzt, hat mehr vom Turnier als jemand, der alles auf einen Tipp setzt und nach der Vorrunde aussteigt. Der erwartete Verlust über das Turnier hängt direkt mit der Marge der einzelnen Wetten zusammen; wer viele kleine Wetten platziert, verliert im Schnitt genauso viel pro Euro Einsatz wie bei einer großen Wette, verteilt das Risiko aber über das Turnier.
Was Strategien nicht können, ist den Buchmacher schlagen. Es gibt Leser, die behaupten, sie hätten ein System; was sie haben, ist eine Methode, die in der Vergangenheit funktioniert hat. Der Stichprobenumfang einer einzelnen EM ist zu klein, um eine Methode statistisch zu validieren, und die Varianz ist zu hoch, als dass einzelne Gewinne die Methode beweisen würden. Wer eine Methode hat, sollte sie über mehrere Saisons testen, mit festem Budget und dokumentierten Ergebnissen. Wer keine Lust auf diese Disziplin hat, sollte akzeptieren, dass die Wette Unterhaltung kostet, und den Einsatz so wählen, dass der Verlust verschmerzbar ist.
Wettarten und Quoten: Was eine Quote wirklich sagt
Eine Quote ist mehrfach kodiert. Sie sagt, was der Buchmacher zahlt, wenn das Ereignis eintritt; sie enthält eine Marge, die der Buchmacher einbehält; und sie impliziert – mit Einschränkungen – eine Wahrscheinlichkeit. Wer die EM-Wetten verstehen will, muss verstehen, wie diese drei Ebenen zusammenhängen.
Die Siegwette (1X2) ist die einfachste Form: Sieg Heimmannschaft (1), Unentschieden (X), Sieg Auswärtsmannschaft (2). Bei einer Europameisterschaft ohne klassisches Heimrecht wird die Zuordnung neutral vorgenommen oder nach dem Austragungsort. Die Quote für jedes Ergebnis multipliziert mit der angenommenen Wahrscheinlichkeit ergibt einen Wert unter 1 – die Differenz zu 1 ist die Marge. In der Praxis liegen die Margen bei großen EM-Spielen zwischen 3 % und 7 %, bei kleinen Märkten (Torschützenkönig, exakte Platzierung) deutlich höher.
Ein Beispiel zur Veranschaulichung. Nehmen wir einen fiktiven 1X2-Markt mit den Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60. Die Auszahlungsquote (Quotenschlüssel) berechnet sich als Kehrwert der Summe der reziproken Quoten:
1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) = 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) = 1 ÷ 1,0481 ≈ 0,954
Die Marge ist 100 % − 95,4 % = 4,6 %. Bei einem Einsatz von 10 € auf Sieg Heimmannschaft zu Quote 2,10 liegt die Auszahlung im Gewinnfall bei 21 €, der Reingewinn bei 11 €. Bei einem typischen EM-Spiel mit 5 % Marge verliert der Leser auf lange Sicht etwa 5 Cent pro 1 € Einsatz – nicht viel auf den ersten Blick, aber über 51 Spiele und mehrere Wochen akkumuliert sich das.
Kombiwetten multiplizieren die Quoten der Einzelwetten. Eine Kombiwette aus drei Spielen mit Quoten 1,80 / 2,20 / 1,95 hat eine Gesamtquote von 7,72. Die Auszahlung im Gewinnfall ist Einsatz × 7,72, der Reingewinn Einsatz × 6,72. Die implizite Marge der Kombiwette ist höher als die der Einzelwetten, weil sich die Marge jedes Einzelspiels multipliziert. Wer häufig Kombiwetten spielt, verliert schneller, als das Werbeversprechen der hohen Gesamtquote suggeriert.
Systemwetten erlauben es, einen Teil der Kombinationen abzusichern, indem auch bei einem oder zwei falschen Tipps noch ein Gewinn übrig bleibt. Die Kosten: Der Einsatz vervielfacht sich, weil viele Kombinationen gerechnet werden, und die Marge bleibt dieselbe. Eine Systemwette 3 aus 4 mit vier Spielen kostet den vierfachen Grundeinsatz, gewinnt aber bereits, wenn drei der vier Tipps richtig sind. Wer die Mathematik solcher Wetten versteht, erkennt, dass die Versicherung ihren Preis hat und nicht immer sinnvoll ist.
Spezialwetten auf die EM sind vielfältig: Gruppensieger, Torschützenkönig, exakte Platzierung, „Spanien erreicht das Halbfinale“, „Deutschland gewinnt das Eröffnungsspiel“. Die Margen auf diesen Märkten sind oft höher, weil das Wettvolumen geringer ist und der Buchmacher mehr Spielraum hat. Ein Leser, der solche Wetten platziert, sollte die implizite Wahrscheinlichkeit noch genauer prüfen als bei Standardwetten.
Die Wettsteuer schmälert die Auszahlung, sofern der Anbieter sie weitergibt. Bei einer Auszahlung von 21 € auf eine 10-€-Wette und einer Steuerlast von etwa 0,53 € (5,3 % von 10 €) bleiben 20,47 € übrig, sofern der Anbieter die Steuer vom Bruttogewinn abzieht. Manche Anbieter ziehen die Steuer vom Einsatz ab (Effekt: 9,47 € Einsatz × Quote), manche nur von Gewinnen, manche gar nicht. Die AGB des Anbieters klären, was im konkreten Fall gilt.
Sport und Turnier: Was die EM 2024 zeigt und was die EM 2028 verspricht
Die EURO 2024 in Deutschland war das bislang größte Sportereignis des Landes seit der WM 2006. 24 Mannschaften spielten vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in zehn deutschen Stadien, verteilt auf sechs Vierergruppen, mit 51 Spielen insgesamt. 2.681.288 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Spiele vor Ort. Spanien gewann am 14. Juli 2024 im Berliner Olympiastadion mit 2:1 gegen England – der vierte EM-Titel für Spanien nach 1964, 2008 und 2012, der zweite nach einer deutschen Heim-EM (nach 1980 in Italien war die EM 2024 die zweite Endrunde auf deutschem Boden).
Die Torschützenliste der EM 2024 führte sechs Spieler mit je drei Toren an: Cody Gakpo (Niederlande), Harry Kane (England), Georges Mikautadze (Georgien), Jamal Musiala (Deutschland), Dani Olmo (Spanien) und Ivan Schranz (Slowakei. Der Rekordtorschütze der EM-Geschichte bleibt Cristiano Ronaldo mit 14 Toren. Deutschland erreichte das Viertelfinale und schied gegen Spanien aus, die Schweiz schlug Italien im Achtelfinale, die Türkei kam bis ins Viertelfinale, Österreich scheiterte im Achtelfinale an der Türkei.
Die EURO 2028 wird vom 9. Juni bis 9. Juli 2028 in England, Schottland, Wales und Irland ausgetragen. Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London. Es bleibt bei 24 Mannschaften, sechs Vierergruppen und 51 Spielen, das Format folgt dem der EM 2016, 2020 und 2024. Eine Partie um Platz drei gibt es nicht. Die Qualifikation wird in zwölf Gruppen zu vier oder fünf Teams ausgespielt; die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt, die Auslosung der Qualifikationsgruppen ist am 6. Dezember 2026 in Belfast.
Was das für Wetten bedeutet: Schon vor dem Turnierbeginn stehen die Märkte für Gruppensieger und Torschützenkönig, ab dem Anpfiff in Cardiff Märkte für jedes einzelne Spiel. Die Buchmacher erweitern das Programm laufend; wer auf langfristige Märkte (Sieger, Torschützenkönig, „Topscorer eines Kontinents“) setzen will, sollte frühzeitig prüfen, wann der Anbieter den Markt eröffnet, und die Quotenentwicklung beobachten. Langfristige Märkte tragen in der Regel eine höhere Marge als Einzelwetten auf Spiele.
Die EM-Geschichte seit 1960 zeigt, wie sich das Turnier entwickelt hat. Spanien ist mit vier Titeln Rekordsieger, gefolgt von Deutschland mit drei (1972, 1980, 1996). Die ersten Endrunden hatten vier Mannschaften (1960 bis 1976), ab 1980 acht, ab 1996 16 und ab 2016 24. Mit der Aufstockung stieg die Zahl der Spiele und damit die Zahl der Wettmärkte, aber auch die Wahrscheinlichkeit von Überraschungen – Island erreichte 2016 das Viertelfinale, die Schweiz schlug Frankreich 2021 im Achtelfinale, die Slowakei schlug Belgien 2024 in der Vorrunde. Wer auf Favoriten setzt, akzeptiert eine niedrige Quote, wer auf Außenseiter, ein höheres Risiko.
Veranstalter der Europameisterschaft ist die UEFA, das Turnier findet alle vier Jahre statt – mit Ausnahme der Verschiebung 2020 auf 2021 wegen der COVID-19-Pandemie. Die UEFA ist auch für die Vergabe der TV-Rechte zuständig, und in Deutschland übertragen ARD und ZDF die Spiele. Wer eine Live-Wette platzieren will, sollte beachten, dass Werbung für Wetten auf ein laufendes Spiel unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung im jeweiligen Kanal verboten ist (§ 5 Abs. 3 GlüStV).
Die zehn Anbieter im Vergleich: Wer was bietet und was es kostet
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Betway | Whitelist-Eintrag für Betway.de, Inhaber Betway Limited | 09.03.2021 |
| VBet | Whitelist-Eintrag für Vbet.de, Inhaber SCGO Limited | 05.12.2023 |
| ODDSET | Whitelist-Eintrag für Oddset.de, Inhaber ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Sportingbet | Whitelist-Eintrag für Sportingbet.de, Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| AdmiralBet | Whitelist-Eintrag für Admiralbet.de, Inhaber Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| bpremium | Whitelist-Eintrag für Bpremium.de, Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| bet-at-home | Whitelist-Eintrag für Bet-at-home.de, Inhaber Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| NEO.bet | Whitelist-Eintrag für NEO.bet, Inhaber Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| MERKUR BETS | Whitelist-Eintrag für MERKUR BETS, Inhaber Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| bwin | Whitelist-Eintrag für Bwin.de, Inhaber bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
Alle zehn Anbieter stehen auf der Whitelist der GGL mit Stand 2. Oktober 2026 und verfügen über eine Erlaubnis für Sportwetten im Internet nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Die Tabelle ist nicht als Rangfolge zu lesen; sie zeigt, wer wann die Erlaubnis erhalten hat. Ältere Erlaubnisse bedeuten nicht automatisch ein besseres Angebot, neuere Erlaubnisse nicht automatisch ein schlechteres. Die Folgeerlaubnisse, die mehrere Anbieter zwischen 2022 und 2024 erhalten haben, verlängern die ursprüngliche Fünf-Jahres-Frist; die Whitelist selbst führt kein Enddatum, und die AGB der Anbieter nennen es ebenfalls nicht.
Was die Tabelle nicht zeigt, sind die operativen Unterschiede: Wettprogramm, Quotenniveau, Bonusbedingungen, Mobile App, Live-Angebot. Diese Aspekte werden im Folgenden für jeden Anbieter einzeln beleuchtet, mit dem Schwerpunkt auf dem, was eine EM-Wette konkret kostet.
Betway
Betway ist einer der etabliertesten Namen in der Liste, mit einer deutschen Erlaubnis seit März 2021 und einer Folgeerlaubnis Ende 2022. Betway bietet einen Wettkonfigurator für Fußballspiele und ergänzt ihn um den „Konfigurator+“, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Für eine EM bedeutet das: Der Leser kann nicht nur auf den Sieger eines Spiels wetten, sondern auch auf kombinierte Märkte über mehrere Spiele hinweg, etwa „Spanien und England gewinnen beide ihre Gruppenspiele“.
Der Cash-out-Mechanismus ist über das grüne Symbol unter „Meine Wetten“ zugänglich; der angezeigte Wert ist der Betrag, den der Anbieter für den Rückkauf der Wette zahlt, und der Spieler entscheidet, ob er den gesamten Betrag oder nur einen Teil auszahlen lässt. In der Praxis funktioniert Cash Out bei Betway in den meisten Spielen, nicht in allen – der Anbieter behält sich vor, Cash Out bei bestimmten Märkten oder kurz vor Spielende auszusetzen.
Was Betway von der Konkurrenz abhebt, ist die Breite des Fußball-Angebots. Über die EM hinaus deckt Betway Ligen aus über 50 Ländern ab, von der Champions League bis zur dritten isländischen Liga. Für einen Leser, der nicht nur auf die EM 2028, sondern auch auf Qualifikationsspiele und Freundschaftsspiele wetten will, ist das ein Vorteil. Die Marge bei Standardwetten liegt im Branchendurchschnitt; bei Spezialwetten (Torschützen, exakte Platzierung) ist sie höher, was für Buchmacher generell gilt.
Für den Leser ist Betway dann sinnvoll, wenn er ein breites Wettprogramm mit stabiler App und Cash-out-Funktion sucht und bereit ist, die branchenübliche Marge zu zahlen. Wer vor allem auf den Tipp des Tages oder den Turniersieger setzt, findet bei Betway Standardkost.
VBet
VBet ist ein Newcomer in der deutschen Liste, mit Erlaubnis erst seit Dezember 2023. Die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, betreibt die Seite, und der Marktauftritt ist jünger als bei den etablierten Namen. VBet versucht, mit einem aggressiven Quotenniveau Aufmerksamkeit zu gewinnen, und in unabhängigen Tests liegt die Marge bei Fußballspielen teils unter 4 % – ein guter Wert, wenn auch nicht dauerhaft für alle Märkte.
Das Wettprogramm umfasst die üblichen EM-Märkte: Sieger, Gruppensieger, Torschützenkönig, Spielergebnisse. Live-Wetten sind verfügbar, Cash Out in ausgewählten Märkten. Die App ist funktional, aber nicht so ausgereift wie die von Marken mit zehn Jahren deutscher Erfahrung.
Für den Leser ist VBet dann interessant, wenn er Quotenvorteile bei Standardwetten sucht. Bei kleinen Spezialwetten und langfristigen Märkten ist das Bild weniger eindeutig, und das Angebot hinkt in einigen Nischen den älteren Anbietern hinterher. Wer neu bei einem Anbieter startet und Quotenhöhe über Markenvertrautheit stellt, findet in VBet eine plausible Adresse.
ODDSET
ODDSET ist der deutsche Klassiker unter den Wettanbietern, mit Wurzeln im staatlichen Lotto-Geschäft und einer Erlaubnis, die bis ins Jahr 2020 zurückreicht. Die ODDSET Sportwetten GmbH wird vom Regierungspräsidium Darmstadt beaufsichtigt, die Aufsicht führt die GGL. Die Verbindung zum Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) verleiht ODDSET ein stationäres Vertriebsnetz, das kein rein digitaler Anbieter vorweisen kann: Wettscheine gibt es in Lotto-Annahmestellen, was für Spieler relevant ist, die nicht nur am Smartphone wetten wollen.
Das Wettprogramm ist solide, aber nicht so breit wie bei internationalen Marken. Die Quote ist im Mittelfeld, bei großen Fußballspielen wettbewerbsfähig, bei Nischenmärkten teils schwächer. Der Bonus für Neukunden ist zurückhaltender als bei rein digitalen Wettbewerbern, dafür sind die Umsatzbedingungen oft einfacher zu erfüllen.
Für den Leser ist ODDSET dann sinnvoll, wenn er den stationären Vertrieb schätzt, einen seriösen deutschen Anbieter mit klaren AGB sucht und auf eine breite Marktabdeckung verzichten kann. Wer Quotenkampf sucht, wird bei ODDSET nicht fündig; wer auf Verlässlichkeit und lokale Präsenz Wert legt, schon.
Sportingbet
Sportingbet gehört zu den Anbietern mit Erlaubnis seit Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis im Dezember 2022. Die Sportingbet (Deutschland) Limited mit Sitz auf Malta betreibt die deutsche Seite. Sportingbet bietet einen „Konfigurator+“ und Live-Wetten, dazu ein Wettprogramm, das Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker umfasst. Für die EM 2028 ist Fußball der Schwerpunkt; die übrigen Sportarten sind relevant, wenn der Leser parallel zu anderen Turnieren wetten will.
Die App funktioniert stabil, und die Quoten liegen im Mittelfeld. Bei großen EM-Spielen ist Sportingbet wettbewerbsfähig, bei Außenseiterwetten tendenziell etwas zurückhaltender als die aggressivsten Anbieter. Der Bonus ist moderat, die Umsatzbedingungen entsprechen dem Branchenstandard.
Für den Leser ist Sportingbet dann sinnvoll, wenn er einen etablierten Anbieter mit solider App und breitem Wettprogramm sucht, ohne die Quote zum einzigen Kriterium zu machen. Wer Quotenvorteile bei Nischenmärkten sucht, wird anderswo fündig.
AdmiralBet
AdmiralBet wird von der Greentube Betting Malta Limited betrieben, mit deutscher Erlaubnis seit Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen im Dezember 2022 und Juli 2024. AdmiralBet ist Teil der Novomatic-Gruppe und profitiert von der Verbindung zum Automatenspiel-Geschäft – ohne dass dies für die Sportwette relevant wäre, denn die Sportwetten-Erlaubnis ist eine eigene Genehmigung.
Das Wettprogramm umfasst die üblichen Fußballmärkte; die Quoten sind im Mittelfeld, bei Standardwetten konkurrenzfähig. Die App ist funktional, wenn auch nicht so bekannt wie die der großen Marken. Der Bonus ist moderat, die Bedingungen marktüblich.
Für den Leser ist AdmiralBet dann sinnvoll, wenn er einen Anbieter mit Konzern-Hintergrund und solider Erlaubnis sucht. Quotenvorteile sind von AdmiralBet nicht zu erwarten, dafür eine unaufgeregte Abwicklung.
bpremium
bpremium wird von der Ladbrokes (Deutschland) Ltd betrieben, mit Sitz in Gzira, Malta. Die deutsche Erlaubnis besteht seit Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis im Dezember 2022. bpremium gehört zum Entain-Konzern, zu dem auch bwin und Sportingbet zählen, und teilt mit diesen Marken Teile der Infrastruktur.
Das Wettprogramm ist solide, die Quoten liegen im Mittelfeld, der Bonus ist moderat. bpremium ist im deutschen Markt weniger bekannt als bwin und richtet sich eher an Stammkunden des Konzerns als an Neukunden, die gezielt nach „bpremium“ suchen.
Für den Leser ist bpremium dann eine Option, wenn er bereits Erfahrung mit anderen Entain-Marken hat und die gewohnte Bedienung sucht. Wer die Wahl hat, wird vermutlich bei bwin oder Sportingbet landen, die bekannter sind.
bet-at-home
bet-at-home wird von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben, mit deutscher Erlaubnis seit November 2020 und einer Folgeerlaubnis im Dezember 2022. Der Anbieter ist seit Jahrzehnten im europäischen Sportwetten-Markt aktiv und war einer der ersten, die in Deutschland eine Erlaubnis beantragt haben.
Das Wettprogramm ist breit, die Quoten liegen im Mittelfeld, der Bonus ist traditionell großzügig – was bei bet-at-home mit besonders klaren Umsatzbedingungen einhergeht, die in den AGB nachzulesen sind. Die App ist funktional, wenn auch nicht Marktführer.
Für den Leser ist bet-at-home dann sinnvoll, wenn er einen Anbieter mit langer Historie und klarem Bonus-Programm sucht. Die Marge ist nicht niedriger als bei der Konkurrenz, aber die Bedingungen sind transparent.
NEO.bet
NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben, mit deutscher Erlaubnis seit Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis im Dezember 2022. NEO.bet positioniert sich als moderner, designorientierter Anbieter mit Fokus auf Fußball und eine jüngere Zielgruppe.
Das Wettprogramm ist Fußball-zentriert, die Quoten sind im Mittelfeld. Die App ist modern, der Bonus ist moderat. NEO.bet ist im deutschen Markt weniger etabliert als die großen Marken, wächst aber seit der Erlaubnis kontinuierlich.
Für den Leser ist NEO.bet dann sinnvoll, wenn er einen designorientierten Anbieter mit klarem Fußball-Fokus sucht. Wer Quotenvorteile oder ein besonders breites Wettprogramm erwartet, wird anderswo fündig.
MERKUR BETS
MERKUR BETS wird von der Merkur Bets Malta Limited betrieben, mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Die deutsche Erlaubnis besteht seit November 2023 und ist damit eine der jüngeren in der Liste. MERKUR BETS gehört zur Gauselmann-Gruppe, die in Deutschland vor allem durch Spielautomaten und stationäre Spielstätten bekannt ist.
Das Wettprogramm umfasst die üblichen Fußballmärkte, die Quoten sind wettbewerbsfähig, und der Anbieter profitiert von der Markenbekanntheit der MERKUR-Gruppe in der stationären Glücksspiel-Welt. Die App ist neu, aber funktional, und der Bonus ist moderat.
Für den Leser ist MERKUR BETS dann sinnvoll, wenn er einen Anbieter mit starkem Marken-Hintergrund sucht und die Verbindung zur stationären Spielstätten-Welt schätzt. Quotenvorteile sind nicht garantiert, aber die Erlaubnis ist solide.
bwin
bwin wird von der bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta betrieben, mit deutscher Erlaubnis seit Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis im Dezember 2022. bwin gehört zum Entain-Konzern und ist einer der bekanntesten Namen im europäischen Sportwetten-Markt.
Das Wettprogramm ist sehr breit, die Quoten sind wettbewerbsfähig, die App gehört zu den ausgereiftesten im deutschen Markt. Der Bonus ist moderat bis großzügig, die Umsatzbedingungen sind marktüblich. bwin ist eine der ersten Adressen für Leser, die einen etablierten Anbieter mit vollem Funktionsumfang suchen.
Für den Leser ist bwin dann sinnvoll, wenn er einen Marktführer mit breitem Wettprogramm, stabiler App und konkurrenzfähigen Quoten sucht. Die Marge ist nicht die niedrigste, aber die Bedienung und der Funktionsumfang sind es.
Überblick: Was diese Seite leistet und was nicht
Die zehn Anbieter auf der GGL-Whitelist, die hier betrachtet werden, sind nicht alle lizenzierten Häuser – aber sie sind die, die in deutschen Wett-Vergleichen regelmäßig auftauchen und die Bandbreite des Marktes abdecken: von der etablierten Marke (bwin, Sportingbet, bet-at-home) über den Newcomer (VBet, MERKUR BETS) bis zum stationär verwurzelten Anbieter (ODDSET, AdmiralBet). Sie alle bieten Wetten auf die EM 2024 rückwirkend (die meisten Quoten sind inzwischen geschlossen) und auf die EM 2028 voraus.
Was die Seite nicht leistet: Sie sagt nicht, welcher Anbieter der beste ist, weil „beste“ eine Frage des Lesers ist. Wer Quotenvorteile sucht, wird anders entscheiden als jemand, der eine stabile App und Cash-out sucht; wer den stationären Vertrieb schätzt, hat andere Kriterien als der rein digitale Wetter. Die Seite zeigt, was jeder Anbieter an Erlaubnis, Wettprogramm und Konditionen mitbringt, und überlässt die Wahl dem Leser.
Was die Seite ebenfalls nicht leistet: Sie nennt keine Wett-Tipps im Sinne von Vorhersagen. Die Quote auf den Sieger der EM 2028 ist heute eine Wette auf einen Ausgang, der sich erst in zwei Jahren entscheidet, und kein Buchmacher der Welt kann diesen Ausgang vorhersagen. Wer eine Wette platziert, wettet auf eine Wahrscheinlichkeit, die der Markt für plausibel hält – mehr nicht.
Die Rechtslage in Deutschland, die diese Seite durchgehend prägt, lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Wer in Deutschland legal auf eine Europameisterschaft wetten will, spielt bei einem Anbieter mit Erlaubnis auf der GGL-Whitelist, akzeptiert das 1.000-€-Monatslimit, lässt sich verifizieren und nutzt ausschließlich Zahlungsmittel auf den eigenen Namen. Wer das nicht akzeptiert, verlässt den geschützten Raum.
Rechtlicher Rahmen: Was der Glücksspielstaatsvertrag tatsächlich regelt
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) ist seit dem 1. Juli 2021 in Kraft und bildet die Grundlage für die Regulierung von Sportwetten in Deutschland. Er wird von den 16 Bundesländern gemeinsam getragen und durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle an der Saale umgesetzt.
Die zentrale Norm für Sportwetten ist § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV, der die Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet regelt. Die Erlaubnis wird nach einem Konzessionsverfahren erteilt, das strenge Anforderungen an die Eignung des Anbieters stellt: wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Transparenz der Geschäftstätigkeit, Spieler- und Jugendschutz, Geldwäscheprävention. Die Folgeerlaubnisse, die zwischen 2022 und 2024 an viele Anbieter erteilt wurden, ersetzten die befristeten Erlaubnisse der Übergangsphase.
Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist das öffentliche Verzeichnis der Anbieter, die eine Erlaubnis besitzen. Sie wird von der GGL geführt und ist online zugänglich. Die Liste enthält den Anbieter, die Domain, den Erlaubnisinhaber und das Datum der Erteilung; ein Enddatum führt sie nicht, weil die Erlaubnis nach Ablauf der Fünf-Jahres-Frist (§ 4c Abs. 1 GlüStV) durch eine Folgeerlaubnis ersetzt wird und die Liste bei Erteilung aktualisiert wird. Die Whitelist umfasst mit Stand 2. Oktober 2026 insgesamt 30 Einträge – 27 mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei mit reiner Pferdewetten-Erlaubnis.
Was darf in Deutschland auf eine Sportwette gewettet werden? § 21 Abs. 1 GlüStV lässt Wetten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse während des Sportereignisses zu, als Einzel- oder Kombinationswette. § 21 Abs. 5 GlüStV verlangt, dass nur Wettarten angeboten werden, die die GGL erlaubt hat (das „Sportwettprogramm“). Live-Wetten nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt, sofern solche Ereignisse in der Sportart selten sind. Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (GGL-Praxis: Fußball unterhalb der 3. Liga), manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a GlüStV).
Was nicht erlaubt ist: Esports. Die GGL hat in einer Stellungnahme klargestellt, dass Esports nicht als Sport anerkannt ist und Wetten auf Esports in Deutschland nicht über lizenzierte Anbieter angeboten werden dürfen. Virtuelle Sportwetten sind ebenfalls nicht etabliert; zur rechtlichen Lage schweigt die GGL, und die Anbieter in der Whitelist bieten sie nicht an. Wetten auf politische oder gesellschaftliche Ereignisse sind nach § 21 Abs. 1 GlüStV ausgeschlossen.
Steuerlich fällt die Sportwettensteuer nach §§ 16–25 RennwLottG an. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, und die Bemessungsgrundlage ist der ausgezahlte Einsatz abzüglich der Steuer selbst – also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler (§ 19 RennwLottG), aber jeder Anbieter entscheidet selbst, ob er sie weiterreicht und wie. Die Steuer fällt auch bei unlizenzierten Anbietern an; eine gezahlte Steuer ist kein Beweis für eine Lizenz.
Werbe- und Bonusregelungen sind weniger eng als im Casino-Bereich. Das 06:00-21:00-Werbeverbot des § 5 Abs. 3 Satz 1 GlüStV betrifft nur Slots, Online-Poker und Online-Casino, nicht Sportwetten. Für Sportwetten gelten: kein Werben für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im jeweiligen Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6 GlüStV). Eine Höchstgrenze für Boni kennt das GlüStV nicht; die Bedingungen kommen aus den AGB des Anbieters.
Offshore-Anbieter sind in Deutschland ein eigenes Thema. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung; das Angebot von Sportwetten an deutsche Kunden ohne deutsche Erlaubnis ist unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Die GGL warnt regelmäßig vor illegalen Angeboten. Strafrechtlich ist das Veranstalten nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bedroht, die Werbung nach § 284 StGB mit bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten – wobei Verfolgungen einzelner Spieler in der Praxis nicht etabliert sind. Zivilrechtlich hat der Bundesgerichtshof dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Rückzahlungspflicht entgegensteht (Az. I ZR 90/23, Vorlage vom 25. Juli 2024); der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich die Möglichkeit bejaht, dass Spieler verlorene Einsätze von unlizenzierten Anbietern zurückfordern können. Keine Aussage darüber, ob einzelne Leser tatsächlich Geld zurückerhalten.
Häufig gestellte Fragen
Welche Wettanbieter dürfen Wetten auf die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland legal anbieten?
Nur Anbieter mit einer deutschen Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV und einem Eintrag auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) nach § 9 Abs. 8 GlüStV dürfen Sportwetten in Deutschland legal anbieten. Die Whitelist umfasste am 2. Oktober 2026 insgesamt 30 Einträge, davon 27 mit Sportwetten-Erlaubnis. Die hier betrachteten zehn Anbieter sind alle in dieser Liste geführt.
Wie lässt sich auf der GGL-Whitelist prüfen, ob ein Wettanbieter eine deutsche Erlaubnis besitzt?
Die offizielle Whitelist steht auf der Website der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) unter glücksspiel-behoerde.de zum Abruf bereit. Sie listet jeden Anbieter mit Domain, Erlaubnisinhaber und Datum der Erteilung auf. Ein Anbieter, der nicht in der Liste steht, besitzt nach Stand der Liste keine deutsche Erlaubnis und darf in Deutschland keine Sportwetten anbieten. Ein .de-Domain allein beweist keine Lizenz; entscheidend ist allein der Whitelist-Eintrag.
Findet 2026 eine Fußball-Europameisterschaft statt, und wann sind die letzte und die nächste Endrunde?
Im Kalenderjahr 2026 findet keine Fußball-Europameisterschaft statt; das Turnier wird alle vier Jahre ausgetragen, die letzte Endrunde war die EURO 2024 in Deutschland vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 (Spanien besiegte England im Finale 2:1), die nächste ist die EURO 2028 in England, Schottland, Wales und Irland vom 9. Juni bis 9. Juli 2028. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen ist am 6. Dezember 2026 in Belfast; das Eröffnungsspiel wird in Cardiff ausgetragen, das Finale im Londoner Wembley-Stadion.
Wie hoch ist das monatliche Einzahlungslimit bei lizenzierten Anbietern, und gilt es für alle Anbieter gemeinsam?
Das Standard-Einzahlungslimit liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat, und zwar anbieterübergreifend, nicht pro einzelnem Anbieter (§ 6c Abs. 1 GlüStV). Die Limitdatei heißt LUGAS und wird von der GGL geführt; alle lizenzierten Anbieter sind angeschlossen und gleichen untereinander ab. Eine Anhebung auf bis zu 10.000 € ist nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich, eine Selbsterklärung reicht nicht.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Turnierwette aus Einsatz und Quote, und wie wirkt die Sportwettensteuer?
Die Auszahlung im Gewinnfall ist Einsatz × Quote, der Reingewinn Einsatz × (Quote − 1). Bei einer 10-€-Wette auf Spanien zur Quote 4,50 wäre die Auszahlung 45 € und der Reingewinn 35 €. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % des ausgezahlten Einsatzes abzüglich der Steuer selbst (rund 5,03 % des Einzahlungsbetrags) und wird vom Veranstalter geschuldet. Ob der Anbieter die Steuer an den Spieler weitergibt, variiert; manche ziehen sie vom Einsatz ab, manche nur vom Gewinn, manche gar nicht.
Warum kann keine Quote den Turniersieger sicher vorhersagen, und was sagt sie über die Chancen aus?
Eine Wettquote ist der Preis, den der Buchmacher für ein bestimmtes Risiko anbietet – mit eingebauter Marge. Sie spiegelt die Einschätzung des Marktes, nicht eine berechnete Wahrscheinlichkeit. Selbst eine objektive Wahrscheinlichkeitsschätzung wäre bei einem K.-o.-Turnier mit wenigen Spielen mit hoher Unsicherheit behaftet; ein Elfmeter oder eine Verletzung kann die Quote Makulatur werden lassen. Wer auf den Turniersieger setzt, wettet auf einen langfristigen Ausgang, der von vielen kurzfristigen Ereignissen abhängt – und akzeptiert, dass die Wette mit einer Wahrscheinlichkeit von deutlich über 50 % verloren geht.
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