Cricketwetten 2026: Welche Anbieter in Deutschland erlaubt sind und was eine Wette kostet

Updated Oktober 2026
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Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Ein weites grünes Cricketfeld mit einem hellen Streifen in der Mitte, tief stehende Sonne, im Hintergrund eine leere Tribüne.
Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Cricketwetten in Deutschland sind ein schmales Angebot in einem scharf regulierten Markt. Erlaubt sind sie nur bei Anbietern, die auf der Whitelist der GGL stehen; obendrein führen längst nicht alle dort gelisteten Veranstalter Cricket in ihrem Wettprogramm. Wer auf ein Test-Match, ein ODI oder eine Twenty20-Partie setzen will, prüft also zwei Dinge: die Lizenz und das Sportwettprogramm. Beides entscheidet darüber, ob aus einem Tipp überhaupt eine Wette wird und was am Ende auf dem Wettschein steht.

Dieser Leitfaden erklärt das Cricket-Format so weit, wie es für die Wettmärkte nötig ist, ordnet die Spielplanlagen ein, an denen Buchmager in Deutschland überhaupt Cricket anbieten, und geht die zehn Anbieter durch, die auf der GGL-Whitelist stehen. Eine kleine Rechnung zeigt, was eine Quote von 1,90 über den Marktpreis verrät, und die FAQ greift die Fragen auf, die bei der ersten Begegnung mit Cricketwetten immer wiederkehren.

Schutz und Eigenverantwortung beim Wetten auf Cricket

Bevor ein Wettschein bei einem lizenzierten Anbieter überhaupt angenommen wird, stehen in Deutschland mehrere Schutzmechanismen. Sie gelten unabhängig davon, ob auf Cricket, Fußball oder Tennis gewettet wird, und sie sind im Glücksspielstaatsvertrag 2021 festgeschrieben.

Volljährigkeit und Identitätsprüfung

Mitmachen darf nur, wer volljährig ist. Anbieter mit GGL-Erlaubnis verlangen deshalb bei der Registrierung eine vollständige Identitätsprüfung. In der Übergangsphase darf ein Anbieter neuen Konten ein Spielen für höchstens 72 Stunden bei einem Einzahlungslimit von 100 € erlauben, Auszahlungen sind in dieser Phase aber nicht möglich. Wer ernsthaft auf Cricket wetten will, kommt um die Verifizierung nicht herum — und genau sie ist der Grund, weshalb anonyme oder per Kryptowährung finanzierte Konten auf der Whitelist nicht funktionieren.

Das monatliche Einzahlungslimit über LUGAS

Standard ist 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter hinweg. Die Datei, die das technisch sicherstellt, heißt LUGAS Limitdatei; sie liegt bei der GGL. Wer mehr einzahlen will, muss dem Anbieter wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen — eine Selbsterklärung reicht nicht. Möglich sind dann bis zu 10.000 €, in Sonderfällen sogar 30.000 €, Letztere aber höchstens für ein Prozent der aktiven Spielenden eines Anbieters. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung frühestens nach sieben Tagen.

OASIS-Sperrdatei und der Panikbutton

OASIS ist die bundesweite Sperrdatei: Wer sich dort selbst sperren lässt, wird bei jedem Anmeldeversuch bei einem Whitelist-Anbieter abgewiesen. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn ein Zeitraum genannt wird, ansonsten mindestens ein Jahr. Ergänzend gibt es den Panikbutton: Ein Klick löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus. Beide Mechanismen funktionieren nur innerhalb der lizenzierten Anbieter — Offshore-Plattformen sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen.

Parallelspiel und ein Konto pro Anbieter

Die LUGAS-Aktivitätsdatei verhindert, dass eine Person gleichzeitig bei mehreren Anbietern spielt. Pro Veranstalter ist nur ein Konto erlaubt. Wer mit zwei Accounts beim selben Anbieter erwischt wird, riskiert die sofortige Schließung beider Konten und den Verlust der Gewinne. Für Cricket, wo Quoten sich binnen Minuten bewegen, ist die Parallelspiel-Sperre ein Grund, warum professionelle Arbitrage-Strategien unter GGL-Lizenz praktisch nicht funktionieren.

Hilfe bei problematischem Spielverhalten

Wenn das Wetten aus dem Ruder läuft, ist die erste Adresse die eigene Sperre über OASIS. Daneben führen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die Landesstellen für Suchtfragen kostenlose Beratungsangebote. Anbieter mit GGL-Erlaubnis verlinken diese Stellen in der Regel direkt im Hilfebereich. Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, hat keinen dieser Wege — eine Selbstsperre dort gilt nur dort und schützt nicht vor einem Wechsel zu einer anderen illegalen Plattform.

Cricket-Spielplan 2026: Welche Partien Wettanbieter in Deutschland anbieten

Cricket ist eine ganze Familie von Formaten, und nicht jede Liga erreicht den deutschen Wettmarkt. Was hier ankommt, hängt davon ab, ob ein Whitelist-Anbieter die Partie in sein Sportwettprogramm aufnimmt. Drei große Schienen prägen den Jahreslauf.

Die Cricket-Weltmeisterschaft der Männer

Der Cricket World Cup wird seit 1975 alle vier Jahre ausgetragen. Er wird im 50-Over-Format gespielt, seit 1987 in dieser Länge; davor waren es 60 Overs pro Innings. Sechsfacher Rekordsieger ist Australien. Die Austragung 2023 in Indien gewann Australien, das Finale endete nach regulären 50 Overs und Super Over denkbar knapp — zur Erinnerung: 2019 stand es im Finale 241:241, im Super Over 15:15, England gewann nach der Zahl der Boundaries. Die nächste Ausgabe ist für 2027 in Südafrika, Simbabwe und Namibia angesetzt und wird auf 14 Teams erweitert.

Twenty20-Ligen und nationale Wettbewerbe

Twenty20 ist das Format, das den modernen Cricket-Zeitplan dominiert: 20 Overs pro Innings, höchstens 75 Minuten pro Seite, fertig in rund drei Stunden. Die Indian Premier League (IPL) ist das bekannteste Beispiel einer Liga mit internationalen Stars. In Deutschland tauchen vor allem diese Twenty20-Ligen plus die internationalen Twenty20-Weltmeisterschaften im Wettprogramm auf, weil sie in den europäischen Abendstunden laufen oder sich als Highlight vermarkten lassen.

Test-Matches und bilaterale Serien

Test-Matches dauern bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions zu etwa zwei Stunden. Sie sind das traditionsreichste Format, in Wettprogrammen aber seltener vertreten, weil sie sich schlecht in den europäischen Sportnachmittag pressen lassen. Bilaterale Serien zwischen Vollmitgliedern des ICC — Australien, England, Indien, Südafrika, Neuseeland, Pakistan, Sri Lanka, West Indies, Bangladesch, Simbabwe, Afghanistan und den jüngeren Vollmitgliedern Irland — finden trotzdem Eingang in das Wettprogramm, vor allem bei Buchmachern mit britisch-südafrikanischem Hintergrund.

Bild und Kontext zum Spielplan

Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Was im Cricket-Wettprogramm steht — und was nicht

Bei lizenzierten Anbietern in Deutschland tauchen im Cricket typischerweise auf: Sieger einer Partie, Top-Batsman, Top-Bowler, erste innings runs, Methode des ersten Wickets (Bowled, Caught, LBW, Run Out, Stumped), Anzahl der Boundaries, und je nach Anbieter Livewetten auf das nächste Wicket oder die nächste Übergrenze. Märkte, die der GGL-Praxis widersprechen, fehlen: keine Wetten auf rein amateurhafte oder minderjährige Events, keine Wetten auf Regelverstöße und keine Wetten auf Esports oder virtuelle Sportarten.

Anbieter im Cricket-Vergleich: Wer steht auf der GGL-Whitelist

Die folgende Tabelle listet die zehn Anbieter, die in diesem Vergleich berücksichtigt werden. Cricket führen sie nicht alle im Sportwettprogramm — das ist eine Sache der jeweiligen Wettprogramm-Tiefe. Die Lizenz aber ist bei allen identisch: Sie stehen auf der GGL-Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV.

Einordnung der Anbieter im Cricket-Vergleich

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Tipico GGL-Whitelist, Tipico Co. Limited (Malta) 09.10.2020
ODDSET GGL-Whitelist, Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
NEO.bet GGL-Whitelist, Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Tiptorro GGL-Whitelist, Torro Tec Limited 30.06.2021
DAZN Bet GGL-Whitelist, DZBT Operations Limited 22.08.2023
Sportwetten GGL-Whitelist, NetX Betting Limited 19.11.2020
888sport GGL-Whitelist, 888 Germany Limited 30.06.2021
Betway GGL-Whitelist, Betway Limited 09.03.2021
bwin GGL-Whitelist, bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020
Interwetten GGL-Whitelist, Interwetten Gaming Limited 02.11.2020

Die Tabelle zeigt das Mindeste, das über jeden dieser zehn Anbieter gesagt werden kann: Sie sind lizenziert, sie sind inhaber-identifiziert, sie haben ihre Sportwetten-Erlaubnis zwischen Herbst 2020 und Sommer 2023 erhalten. Was die Tabelle nicht zeigt: Welche Cricket-Märkte jeder Anbieter konkret führt, wie tief das Wettprogramm ist und ob Livewetten auf Cricket angeboten werden. Diese Information gehört in das Wettprogramm des jeweiligen Anbieters; sie ist tagesabhängig und gehört vor jede Wette geprüft.

Worauf es beim Cricket-Vergleich ankommt

Lizenz ist die Grundlinie, nicht das Differenzierungsmerkmal. Was die zehn Anbieter im Cricket unterscheidet, ist dreierlei: erstens die Breite des Wettprogramms — führen sie nur Test-Matches oder auch Twenty20-Ligen wie die IPL? —, zweitens die Quotierung — wie eng ist der Spread auf den Hauptmärkten? — und drittens die Bedienung — gibt es Livewetten, Cash Out, Konfiguratoren für Kombinatorik?. Die Lizenz entscheidet, ob man dort überhaupt wetten darf. Die Wettprogramm-Tiefe entscheidet, ob man dort wetten will.

Cricket-Grundlagen: Was ein Test-Match vom ODI und T20 unterscheidet

Cricket ist nicht ein Spiel, sondern eine ganze Familie. Wer auf Cricket wetten will, muss zumindest die Spielstruktur verstehen, weil sich daran die Wettmärkte festmachen. Drei Formate prägen den internationalen Spielbetrieb, und sie unterscheiden sich in Länge, Tempo und der Art, wie ein Spiel enden kann.

Ein Cricketschläger aus hellem Holz und ein roter Lederball liegen auf kurzem Rasen, weiches Abendlicht.
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen.

Spieler, Innings und Over

Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je elf Spielern gegenüber. Ein Spiel hat zwei oder vier Innings, je nachdem, ob beide Mannschaften je einmal oder je zweimal schlagen. Ein Over besteht aus sechs regulären Bällen, die ein Bowler von einem Ende aus wirft; danach wechselt das Angriffsende und ein anderer Bowler übernimmt. Dieses elementare Maß — sechs Bälle pro Over — taucht in fast jedem Cricket-Wettmarkt wieder: Over-Linien, Runs pro Over, Boundaries pro Over, ja sogar die Anzahl der Maiden-Overs.

Die drei Hauptformate

Test-Matches sind die längste Form: bis zu fünf Tage, täglich drei Sessions zu etwa zwei Stunden, zwei Innings pro Mannschaft. Ein One-Day International (ODI) wird in der Regel über 50 Overs pro Innings gespielt, ein Twenty20 (T20) über 20 Overs pro Innings mit höchstens 75 Minuten pro Seite. Twenty20 ist das Format, in dem die meisten Livewetten angeboten werden, weil ein Spiel in rund drei Stunden durchläuft und die Märkte in Echtzeit verfolgt werden können. Test-Matches sind für In-Play-Wetten weniger geeignet, weil sich der Spielstand über Stunden kaum bewegt.

Wie ein Cricket-Spiel endet

Im Cricket endet ein Spiel als Tie, wenn alle Innings beendet sind und der Punktestand gleich ist — das gilt als sehr selten. Ein Draw ist in der Regel ein Spiel, bei dem die Zeit vor Ende aller Innings abläuft. Bei Wetten auf den Sieger muss man also das Format kennen: Im Test kann ein Draw ein eigenständiger Wettmarkt sein, im ODI und T20 gibt es diese Möglichkeit praktisch nicht.

Bild und Kontext zu den Cricket-Grundlagen

Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen.

Duckworth-Lewis-Stern: Wenn der Regen das Spiel verkürzt

In Limited-Overs-Spielen kann ein Regenschauer ein Innings verkürzen. Dann greift die Duckworth-Lewis-Stern-Methode: Sie berechnet das Ziel, das die zweite schlagende Mannschaft unter den verkürzten Bedingungen erreichen muss. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als „No Result“ gewertet — Ausnahme: Ein Team ist all out oder erreicht das Ziel früher. Die Methode wurde 1997 eingeführt und 1999 vom International Cricket Council offiziell übernommen; seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern den vollständigen Namen Duckworth-Lewis-Stern. Für Wettende bedeutet das: Eine Wette steht, sobald die Mindest-Overs erfüllt sind; ein „No Result“ wird in der Regel als storniert behandelt — der Einsatz zurück, keine Auszahlung.

Cricket verstehen: Märkte, Livewetten und was ein Tipp eigentlich wert ist

Wer Cricket-Wetten versteht, versteht die Sprache, in der Buchmager ihre Märkte benennen. Drei Begriffe tauchen immer wieder: Match Winner, Top-Batsman, Top-Bowler. Dahinter stehen jeweils eigene Überlegungen.

Die wichtigsten Cricket-Wettmärkte

Auf den Sieger einer Partie zu wetten, ist der einfachste Markt. Bei Twenty20-Spielen ist er in der Regel zweistellig mit Drittelquoten versehen, weil die Außenseiterchancen real sind. Top-Batsman wetten auf den Spieler mit den meisten Runs in einer Innings; diese Märkte hängen stark von der Reihenfolge der Schlagreihenfolge und der Platzwahl ab. Top-Bowler wetten auf den Spieler mit den meisten Wickets; sie sind schwerer vorherzusagen, weil die Verteilung der Wickets weniger konzentriert ist als die der Runs. Boundaries (Vierer und Sechser) sind ein volatiler Markt, weil schon ein einzelner Schlag die Quote kippt.

Was eine Quote über den Markt verrät: Die Margin-Rechnung

Eine Quote ist nicht nur ein Preis, sie ist auch eine Aussage über die Spanne, die der Anbieter sich nimmt. Bei einem ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt mit zwei Ergebnissen stehen die Quoten typischerweise bei knapp unter 2,00. Nehmen wir als Beispiel einen solchen Markt mit Quoten 1,90 auf beiden Seiten. Die Auszahlungsquote, also der Anteil der Einsätze, den der Markt im Schnitt zurückzahlt, ist 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1,90 ÷ 2 = 0,95 oder 95 %. Die Marge des Anbieters ist 100 % minus 95 %, also 5 %. Bei drei Wegen — wie einem Test-Match mit Heimsieg, Auswärtssicht und Draw — multipliziert sich die Marge über drei Summanden, das Ergebnis landet je nach Verteilung der Quoten meist zwischen 5 und 12 Prozent. Bei Cricket-Livewetten auf den nächsten Wicket kann die Marge noch einmal höher liegen, weil der Anbieter das In-Play-Risiko einpreist. Wer wissen will, wie viel ihm ein Markt kostet, rechnet diese Marge gegen seine Wettfrequenz: Wer 1.000 € Umsatz bei einer 5-Prozent-Marge macht, lässt rund 50 € auf der Strecke.

Der Wert eines Tippels in Geld

Ein einzelner Tipp lässt sich kaum bewerten, weil das Ergebnis vom Spiel abhängt. Was sich bewerten lässt, ist die erwartete Auszahlung pro 1 € Einsatz: Bei einer Quote von 2,10 und einem gewonnenen Tipp bekommt der Spielende 2,10 € zurück, der Reingewinn ist 1,10 €. Verloren ist der Einsatz von 1 €. Über sehr viele Tipps mittelt sich das auf den Auszahlungsquotienten des Marktes — bei einer Auszahlungsquote von 95 % verliert ein durchschnittlicher Spielender auf Dauer 5 Cent pro 1 € Einsatz. Das ist die Mathematik, gegen die jeder Tipp antritt; einzelne Tippgewinner ändern daran nichts.

Livewetten auf Cricket: Was in Deutschland erlaubt ist

Die GGL hat Livewetten in § 21 Abs. 4 des GlüStV klar eingegrenzt. Erlaubt sind Livewetten nur auf das Endergebnis oder auf Komponenten, die in ihrer Sportart selten sind: das nächste Tor im Fußball, der nächste Satz im Tennis. Cricket passt in dieses Schema nur teilweise. Das nächste Wicket im Cricket ist seltener als das nächste Tor im Fußball, weshalb viele Whitelist-Anbieter Livewetten auf das nächste Wicket oder auf Runs im nächsten Over anbieten. Märkte, die häufiger feuern — etwa „nächster Ball ist ein Four oder Six“ — werden in der Regel nicht angeboten, weil sie zu nahe am manipulationsanfälligen Live-Geschehen liegen. Wer auf Cricket live wetten will, prüft das Angebot im Wettprogramm seines Anbieters, bevor er sich auf eine Quote verlässt.

Cash Out und Konfigurator

Cash Out ist eine Funktion, mit der der Anbieter eine offene Wette vor dem Ende des Ereignisses zurückkauft. Es gibt keine gesetzliche Regel dazu; Cash Out ist eine freiwillige Leistung jedes Anbieters. bwin, Betway und Tipico bieten Cash Out in unterschiedlichem Umfang an — Betway blendet das grüne Cash-Out-Symbol unter „Meine Wetten“ ein, der Wert der Wette erscheint in Echtzeit, und der Spielende kann den vollen oder einen Teilbetrag auszahlen lassen. Ein Konfigurator erlaubt es, mehrere Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer Kombiwette zu bündeln — auch das ist eine anbieterspezifische Funktion, kein Standard.

Live-Streams und Spielverfolgung

Die meisten Whitelist-Anbieter streamen Cricket nicht selbst. Wer ein Spiel sehen will, nutzt Streamingdienste wie DAZN oder kostenfreie Übertragungen der Sender der Cricket-Ligen. Das DAZN-Sportwetten-Angebot DAZN Bet ist eine Folge der Lizenzpartnerschaft, die DAZN bereits für die Sportübertragung hält; das Sportwettenangebot kommt über die DZBT Operations Limited und steht unabhängig vom DAZN-Streaming-Abo zur Verfügung.

Anbieter-Steckbriefe: Wer Cricket im Programm hat und wer nicht

Die folgenden zehn Steckbriefe gehen die Anbieter aus der Tabelle in der Reihenfolge durch, die § 6 des Researches vorgibt. Sie beschreiben Lizenz, Cricket-Angebot und das, was die Seite anhand der verfügbaren Fakten beurteilen kann.

1. Tipico

Tipico ist einer der bekanntesten Namen im deutschen Sportwettenmarkt. Die Tipico Co. Limited ist auf der GGL-Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 geführt; eine Folgeerlaubnis wurde am 9. Dezember 2022 erteilt. Tipico hat seine Wurzeln im Fußball, hat aber sein Programm in den letzten Jahren deutlich verbreitert. Cricket findet sich im Programm in der Regel über die großen internationalen Turniere und Twenty20-Ligen. Die Tipico-App bewirbt Live-Wetten und Cash Out als zentrale Funktionen, beides ist beim Cricket nutzbar, soweit die Märkte angeboten werden. Eine Besonderheit: Tipico ist Hauptakteur eines laufenden Verfahrens vor dem EuGH, in dem ein Kläger aus den Jahren 2013 bis 2018 mehr als 3.700 € verlorener Einsätze zurückfordert; der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 dem EuGH vorgelegt, der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen am 19. März 2026 grundsätzlich die Möglichkeit einer Rückzahlung gegen unlizenzierte Anbieter bejaht. Das betrifft zwar nicht die heutige Tipico-Lizenz, zeigt aber, dass die zivilrechtliche Seite des deutschen Sportwettenmarkts in Bewegung ist. Für Cricket-Wetten bedeutet das: Lizenz steht, Wettprogramm ist solide, wer über das Angebot hinaus Live-Streams oder Spezialmärkte sucht, prüft das Wettprogramm direkt.

2. ODDSET

ODDSET wird vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb erteilt; zuständige Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle (Saale). Die ODDSET Sportwetten GmbH steht mit einer ersten Erlaubnis seit dem 18. November 2020 auf der Whitelist. ODDSET ist die Traditionsmarke unter den deutschen Wettanbietern, verwurzelt im stationären Vertrieb über Lotto-Annahmestellen. Cricket ist im Programm vertreten, allerdings in der Regel mit kleinerem Umfang als bei Tipico oder bwin. Das Angebot konzentriert sich auf die großen internationalen Begegnungen; für Twenty20-Ligen außerhalb der IPL muss man mit lückenhaften Märkten rechnen. Wer ODDSET vor allem aus der Annahmestelle kennt, schätzt die einfache Bedienung; für Cricket-Spezialmärkte ist das Programm nicht erste Wahl.

3. NEO.bet

Hinter NEO.bet steht die Greenvest Betting Limited mit Sitz in Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 22. Dezember 2022. NEO.bet positioniert sich als jüngere Marke mit einem Schwerpunkt auf Fußball und einer wachsenden Auswahl an Randsportarten. Cricket ist im Programm vertreten, primär über internationale Twenty20-Turniere und ausgewählte Test-Serien. Für reine Cricket-Fans ist NEO.bet nicht erste Adresse, weil das Programm im Vergleich zu den größeren Marken schmaler ausfällt. Wer ohnehin Fußball und Cricket parallel spielt und einen schmalen Anbieter schätzt, ist hier richtig.

4. Tiptorro

Tiptorro ist die Sportwettenmarke der Tipico-Gruppe unter eigenem Namen. Hinter Tiptorro steht die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta; die Whitelist führt eine Sportwetten-Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021, eine Folgeerlaubnis seit dem 27. Dezember 2022. Tiptorro wird im App Store als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beworben. Cricket ist im Programm, allerdings in derselben Breite wie bei Tipico selbst, weil die Wettprogramm-Engine geteilt wird. Wer Tipico kennt und einen alternativen Markennamen sucht, findet hier dasselbe Cricket-Angebot.

5. DAZN Bet

DAZN Bet ist die Wettmarke des Sportstreaming-Dienstes DAZN. Hinter DAZN Bet steht die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta; die GGL-Erlaubnis datiert auf den 22. August 2023 — das ist die jüngste Ersterlaubnis im Feld der zehn Anbieter. Cricket ist im Programm, der Vorteil liegt aber nicht im Wettprogramm selbst, sondern in der Verknüpfung mit dem Streamingangebot: Wer Cricket ohnehin bei DAZN schaut, hat die Übertragung schon und kann aus einer Position heraus wetten. Das Wettprogramm ist solide, aber nicht so tief wie bei Tipico oder bwin.

6. Sportwetten

Hinter Sportwetten steht die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 19. November 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 16. Dezember 2022 erteilt. Sportwetten ist eine jüngere Marke, die sich über Sportwetten.de als Plattform identifiziert. Cricket ist im Programm vertreten, mit Fokus auf die internationalen Spitzenereignisse. Für Spezialmärkte ist das Programm weniger tief als bei den ganz Großen; wer einen schmalen, gut gemachten Anbieter schätzt, ist hier richtig.

7. 888sport

Die 888sport-Markensit gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, deren Aktie seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Hinter 888sport steht die 888 Germany Limited mit einer ersten GGL-Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis seit dem 15. Dezember 2022. 888sport ist international eine der größten Wettmarken und hat in Deutschland unter der GGL-Lizenz ein solides Programm. Cricket ist vertreten, mit einer Tendenz zu den britisch geprägten Spielen — Test-Matches in England, australische Big Bash, indische IPL. Wer international denkt, findet hier ein breiteres Cricket-Angebot als bei vielen Konkurrenten.

8. Betway

Betway ist die Marke der Betway Limited mit einer GGL-Erlaubnis seit dem 9. März 2021 und einer Folgeerlaubnis seit dem 23. Dezember 2022. Die App bewirbt Cash Out prominent: Ein grünes Symbol unter „Meine Wetten“ zeigt den aktuellen Wert der offenen Wette, der Spielende kann den vollen Betrag oder einen Teil vorzeitig auszahlen lassen. Dazu kommt ein Konfigurator für Fußballspiele, der Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer kombinierten Wette bündelt — eine Funktion, die in dieser Form bei Cricket seltener angeboten wird. Cricket ist im Programm, mit einer Stärke bei Test-Matches und internationalen Twenty20-Spielen. Für Cash-Out-Fans ist Betway erste Wahl.

9. bwin

Hinter bwin steht die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta. Die GGL-Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis auf den 23. Dezember 2022. bwin ist eine der traditionsreichsten internationalen Wettmarken und gehört zur Entain-Gruppe. Cricket ist im Programm breit vertreten, mit Märkten auf Test, ODI und Twenty20 sowie Livewetten bei den genannten Formaten. Das Quotenniveau ist sportarttypisch; die Marge liegt im Bereich, den auch andere große Anbieter zeigen. Für Cricket-Fans ist bwin unter den ersten Adressen.

10. Interwetten

Hinter Interwetten steht die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Die GGL-Erlaubnis wurde am 2. November 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. Interwetten ist eine der ältesten Online-Wettmarken in Europa, gegründet in Österreich in den 1990er-Jahren. Cricket ist im Programm vertreten, mit Schwerpunkt auf internationalen Spielen. Das Wettprogramm ist solide, aber nicht so tief wie bei Tipico oder bwin. Wer einen österreichisch geprägten Anbieter mit langer Historie schätzt, ist hier richtig.

Was eine Cricket-Wette in Deutschland kostet: Quoten, Steuer und Auszahlung

Wer auf Cricket wettet, zahlt nicht nur die Marge des Buchmachers, sondern unter Umständen auch die deutsche Sportwettensteuer. Wie die verrechnet wird, hängt vom Anbieter ab.

Die Sportwettensteuer von 5,3 Prozent

Die deutsche Sportwettensteuer ist in den §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes geregelt. Sie beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage, die als „Einsatz minus die Steuer selbst“ definiert ist — das macht effektiv rund 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags (5,3 ÷ 105,3). Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spielende (§ 19). Wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung: Mancher Anbieter zieht sie vom Einsatz ab, mancher vom Gewinn, mancher integriert sie in die Quote. Die Faustregel: Wer 100 € bei einer Quote von 2,00 ohne Steuer bekommt, bekommt bei Steuerabzug vom Gewinn rund 189,47 € ausgezahlt (200 minus 5,3 % von 105,26). Wer die Steuer vom Einsatz abgezogen bekommt, wettet effektiv mit 95 € auf 2,00, was 190 € zurückbringt. Der Unterschied ist im einstelligen Eurobereich pro 100 € Einsatz — nicht dramatisch, aber messbar.

Die Marge des Marktes

Die Marge ist das, was der Anbieter unabhängig vom Ausgang einbehält. Bei einem ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt mit Quoten von 1,90 auf beiden Seiten ergibt sich eine Auszahlungsquote von 95 %, also eine Marge von 5 %. Bei drei Wegen — Test-Match mit Draw — liegt die Marge typischerweise zwischen 6 und 10 Prozent. Bei Livewetten auf den nächsten Wicket kann die Marge noch einmal höher ausfallen. Für ein wettfreudiges Konto, das im Monat 500 € bewegt, sind das bei einer 7-Prozent-Marge etwa 35 € „Marktmiete“. Wer das vermeiden will, konzentriert sein Volumen auf die Märkte mit der niedrigsten Marge, in der Regel die Hauptmärkte vor Spielbeginn.

Auszahlungswege und -dauer

Bei lizenzierten Anbietern erfolgt die Auszahlung auf ein Konto, das auf den Namen des Spielenden lautet; anonyme Zahlungsmittel sind nicht zulässig. Die meisten Anbieter zahlen per Banküberweisung, einige per PayPal, Klarna oder Kreditkarte aus. Die Dauer hängt vom Anbieter und vom gewählten Weg ab: Banküberweisung ein bis drei Werktage, PayPal oft innerhalb von 24 Stunden, Kreditkarte ähnlich. Bei der Konto-Schließung garantiert § 6b Abs. 6-7 des GlüStV, dass das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt wird.

Rechtslage in Deutschland: Wer wetten darf und wer nicht

Die Rechtslage für Cricketwetten in Deutschland ist eindeutig, ihre Konsequenzen sind es nicht immer. Wer das nicht beachtet, verliert im Streitfall den Schutz, den der Glücksspielstaatsvertrag vorsieht.

Eine kleine Messingwaage steht auf einem Holztisch vor einem Fenster, weiches Tageslicht, daneben ein leeres Notizbuch.
Die GGL warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Die Lizenz und die Whitelist

Wer in Deutschland Sportwetten — auch auf Cricket — anbieten will, braucht eine Erlaubnis der GGL nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 des GlüStV 2021. Die Erlaubnis wird nach einer aufwendigen Eignungsprüfung erteilt und ist an die Domain gebunden, die in der Whitelist geführt wird. Eine Malta-Lizenz, eine Curaçao-Lizenz oder eine Anjouan-Lizenz ist in Deutschland rechtlich kein Ersatz; ein Anbieter ohne GGL-Erlaubnis macht in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel. Die Whitelist ist die einzige Quelle, die verbindlich zeigt, welche Anbieter eine Erlaubnis haben — der Snapshot vom 2. Oktober 2026 listet 30 Einträge, davon 27 mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber nicht jede .de-Domain ist auf der Liste.

Bild und Kontext zur Rechtslage

Die GGL warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Die zwei Klassen von Anbietern

Whitelist-Anbieter haben eine deutsche Lizenz, sind an OASIS und LUGAS angeschlossen, akzeptieren nur Zahlungen vom eigenen Konto des Spielenden, ziehen die Sportwettensteuer korrekt ab und unterliegen der Aufsicht der GGL. Offshore-Anbieter ohne deutsche Lizenz haben keinen dieser Vorteile: kein OASIS, kein LUGAS, keine eigene Einzahlungsbeschränkung über die Limitdatei, keine insolvenzgeschützten Spielergelder. Wer dort spielt, hat im Streitfall den deutschen Rechtsweg — und der ist, wie das Tipico-Verfahren zeigt, zwar offen, aber langwierig.

Strafrechtliche Konsequenzen

Das Strafgesetzbuch stellt das Veranstalten unerlaubten Glücksspiels (§ 284 StGB) unter Strafe: bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Werbung für unerlaubtes Glücksspiel kann mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe geahndet werden (§ 284 StGB). Die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel ist nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bewehrt. In der Praxis werden einzelne Spielende in Deutschland nicht systematisch verfolgt — aber die Anbieter werden es, mit Verbotsverfügungen, Zahlungsblockaden und Netzblockaden nach § 9 GlüStV.

Werbung und Bonusregeln

Werbung für Glücksspiel darf in Deutschland nur von Erlaubnisinhabern gemacht werden (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Die 6-bis-21-Uhr-Werbebeschränkung gilt für Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casinospiele — nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt aber: Keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung eines Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen oder Sportlern, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Eine Obergrenze für die Höhe eines Bonus kennt das GlüStV nicht; Umsatzfaktor, Mindestquote und Frist kommen aus den AGB des jeweiligen Anbieters.

Zivilrechtliche Rückforderung

In mehreren Verfahren haben deutsche Zivilgerichte Anbieter ohne deutsche Lizenz zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 dem EuGH vorgelegt (Az. I ZR 90/23); der Generalanwalt hat am 19. März 2026 in seinen Schlussanträgen eine Rückzahlung grundsätzlich für möglich gehalten, mit Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Wer bei einem Offshore-Anbieter gespielt hat, kann daraus jedoch kein automatisches Recht auf Rückzahlung ableiten — jedes Verfahren steht für sich.

Cricket-Quoten verstehen: Was die Zahl wirklich bedeutet

Eine Quote ist nicht nur ein Preis, sie ist auch eine Aussage über den Markt. Wer die Sprache der Quoten versteht, versteht besser, was er kauft.

Dezimal, Bruch, Amerikanisch

In Deutschland rechnen Buchmager in Dezimalquoten, das heißt 2,10 bedeutet „1 € Einsatz bringt 2,10 € zurück, wenn die Wette gewinnt“. Der Reingewinn ist 2,10 minus 1 = 1,10 €. Britische Anbieter rechnen in Bruchquoten (11/10), amerikanische in „Moneyline“ (plus oder minus 100). Wer ein Spiel bei einem britischen Anbieter sieht, rechnet Bruch in Dezimal um, indem er 1 + Bruch setzt: 11/10 ist 2,10. Wer ein Spiel bei einem amerikanischen Anbieter sieht, rechnet mit den entsprechenden Tabellen.

Auszahlungsquote und Marge im Cricket

Die Auszahlungsquote eines Marktes zeigt, wie viel Prozent der Einsätze im Schnitt an die Spielenden zurückfließen. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1,90/1,90 sind das 95 %, die Marge 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt mit Quoten 2,50 für Heimsieg, 3,20 für Auswärtssieg und 3,50 für Draw ergibt sich: 1 ÷ (1/2,50 + 1/3,20 + 1/3,50) = 1 ÷ (0,40 + 0,3125 + 0,2857) = 1 ÷ 0,9982 = 100,18 % — Achtung, diese Quoten sind so kalibriert, dass die Marge praktisch null ist. Mit realen Quoten — etwa 2,30/3,00/3,40 — liegt die Marge typischerweise zwischen 6 und 8 Prozent. Wer seine Lieblings-Cricket-Märkte über mehrere Anbieter vergleicht, sieht diese Margen direkt an der Quote.

Wann die Quote gut ist

Eine Quote ist dann „gut“, wenn die implizierte Wahrscheinlichkeit unter der tatsächlichen Wahrscheinlichkeit liegt. Eine Quote 3,00 impliziert eine Wahrscheinlichkeit von 33,3 %. Wer das Ereignis mit 40 % Wahrscheinlichkeit sieht, hat eine positive Erwartung — über sehr viele sehr ähnliche Wetten. Aber: Die Marge des Anbieters frisst diesen Vorteil typischerweise auf, weshalb positive Erwartungen im Cricket selten sind. Wer trotzdem nach „Wert“ sucht, vergleicht die Quoten vor Spielbeginn bei mehreren Anbietern und konzentriert sich auf Märkte mit niedriger Marge, etwa Hauptmärkte ohne Spread.

Livewetten und Quotenbewegung

Bei Livewetten bewegen sich die Quoten mit dem Spielstand. Nach einem Wicket fällt die Quote auf das schlagende Team; nach einem Boundary steigt sie. Wer Livewetten platziert, achtet auf das Tempo der Anpassung: Manche Anbieter reagieren in Sekunden, andere brauchen länger. Die Marge bei Livewetten ist tendenziell höher als vor Spielbeginn, weil der Anbieter das Echtzeit-Risiko einpreist. Wer trotzdem live wettet, sucht sich die Momente, in denen die Quote noch nicht angepasst ist — etwa nach einem plötzlichen Wicket, wenn die Systeme ein bis zwei Sekunden brauchen.

Cricket-Wetten in der Praxis: Was der Spielende mitnimmt

Wer Cricket-Wetten in Deutschland ausprobieren will, geht ein paar konkrete Schritte. Sie sind nicht schwer, aber sie folgen einer Reihenfolge, die man einhalten sollte.

Erste Schritte: Konto und Verifizierung

Wer bei einem Whitelist-Anbieter spielen will, registriert ein Konto mit vollem Namen, Adresse und Geburtsdatum. Die Verifizierung läuft per Ausweis-Upload, meist per Video-Ident oder Post-Ident. In der Übergangsphase kann der Anbieter ein Spielen für 72 Stunden mit 100 € Einzahlungslimit zulassen; für Cricket-Livewetten ist das in der Regel zu kurz, weil man zum ersten Spiel mehrere Tage Vorlauf braucht. Wer die Verifizierung abschließt, hat die volle Funktionalität.

Einzahlung und erste Wette

Einzahlen kann man per Banküberweisung, Kreditkarte, PayPal oder Klarna — abhängig vom Anbieter. Anonyme Zahlungsmittel wie Prepaid-Karten ohne Identitätsprüfung sind in der Regel nicht zugelassen. Wer 50 € einzahlt, hat 50 € auf seinem Wettkonto; manche Anbieter bieten einen Bonus auf die erste Einzahlung — der ist im AGB-Bereich beschrieben, inklusive Umsatzfaktor und Frist. Der erste Tipp sollte auf einen kleinen Betrag laufen, damit man die Bedienung versteht, bevor man größere Summen riskiert.

Cricket verfolgen und Wetten platzieren

Wer Cricket schauen will, braucht entweder einen Streaming-Dienst wie DAZN oder einen frei zugänglichen Sender; die meisten Cricket-Ligen haben eigene Übertragungsrechte, die in Deutschland nicht immer einfach zu finden sind. Wer das Spiel hat, öffnet parallel das Wettprogramm seines Anbieters und sucht die Partie. Die typische Auswahl an Märkten: Sieger der Partie, Top-Batsman, Top-Bowler, Method of First Wicket, Anzahl Boundaries. Bei Twenty20-Spielen sind oft zusätzlich Wetten auf „Most Sixes“ oder „Highest Opening Partnership“ im Programm. Wer live wetten will, öffnet die Live-Ansicht und achtet auf die Quote, die sich mit dem Spielstand bewegt.

Auszahlung der Gewinne

Wer gewonnen hat, lässt sich den Gewinn auszahlen. Die meisten Anbieter zahlen auf das Konto aus, von dem eingezahlt wurde; das ist eine Anti-Geldwäsche-Regel. Die Dauer hängt vom Weg ab: PayPal ist oft innerhalb von 24 Stunden da, Banküberweisung ein bis drei Werktage. Bei der Schließung des Kontos garantiert das GlüStV eine Auszahlung des Restguthabens innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren.

Wenn es nicht läuft

Wer sich beim Spielen ertappt, mehr zu setzen, als er sich leisten kann, hat mehrere Wege. Der erste ist der Panikbutton: Ein Klick löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Der zweite ist eine Selbstsperre über OASIS, die mindestens drei Monate dauert. Der dritte ist die Beratung durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder eine Landesstelle für Suchtfragen. Wer diese Wege geht, schützt sich selbst und seine Finanzen — und das ist wichtiger als jede Quote.

Häufige Fragen zu Cricketwetten in Deutschland

Wo kann ich auf Cricket-Spiele bei einem Anbieter mit deutscher Lizenz wetten?

Bei jedem Anbieter, der auf der Whitelist der GGL mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt wird und Cricket in seinem Wettprogramm anbietet. Die Lizenz allein garantiert nicht, dass Cricket im Programm steht — das ist je nach Anbieter verschieden. Prüfen Sie vor der Wette, ob die gewünschte Partie im Wettprogramm auftaucht.

Was unterscheidet Test-Match, ODI und Twenty20 für Wettmärkte und Quoten?

Test-Matches sind bis zu fünf Tage lang, mit Märkten auf Sieger, Draw und Session-Ergebnisse. ODIs sind 50-Overs-Spiele, mit Märkten auf Sieger, Top-Batsman, Top-Bowler und Method of First Wicket. Twenty20-Spiele sind 20-Overs-Spiele in rund drei Stunden, mit denselben Märkten plus oft zusätzlichen Spezialwetten auf Boundaries oder Most Sixes. Die Quoten sind bei Twenty20 in der Regel am engsten, weil das Format am häufigsten gespielt wird.

Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei wetterbedingten Unterbrechungen auf eine Wette aus?

Wenn ein Spiel wegen Regens verkürzt wird, berechnet die Methode das Ziel der zweiten Mannschaft unter den verkürzten Bedingungen. Eine Wette steht, sobald die Mindest-Overs erfüllt sind — 20 Overs im ODI, fünf im Twenty20. Wird diese Schwelle nicht erreicht, wird das Spiel als „No Result“ gewertet und der Einsatz in der Regel zurückgebucht.

Welche Livewetten auf Cricket sind in Deutschland zulässig?

Die GGL erlaubt Livewetten nur auf das Endergebnis oder auf Komponenten, die in ihrer Sportart selten sind. Beim Cricket sind das etwa Wetten auf das nächste Wicket oder die Runs im nächsten Over. Märkte, die häufiger feuern — „nächster Ball ist ein Four oder Six“ — sind in der Regel nicht zugelassen. Das genaue Angebot hängt vom jeweiligen Anbieter ab.

Wie entsteht eine Cricket-Prognose, und warum ist kein Wetttipp sicher?

Eine Prognose kombiniert Statistiken zur Teamform, zu den Spielerprofilen, zur Platzwahl und zu Wetter und Platzverhältnissen. Daraus ergibt sich eine Wahrscheinlichkeitsschätzung, die mit der Quote verglichen wird. Sicher ist keine Prognose, weil Cricket von vielen Faktoren abhängt, die sich nicht vorhersagen lassen — eine Verletzung im Aufwärmen, ein Ball, der die Kante nimmt, ein Schiedsrichter, der eine knappe Entscheidung trifft. Wer auf Cricket wettet, akzeptiert diese Unsicherheit; ein System, das sie auflöst, gibt es nicht.

Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, und was ändert die Sportwettensteuer?

Die Auszahlung ist Einsatz × Quote: 100 € bei 2,10 sind 210 € zurück, 110 € Reingewinn. Die Sportwettensteuer von 5,3 % wird vom Anbieter entweder vom Einsatz, vom Gewinn oder in die Quote eingerechnet — wie genau, hängt vom Anbieter ab. Wer 100 € bei Quote 2,10 wettet und der Anbieter die Steuer vom Gewinn abzieht, bekommt effektiv rund 204,17 € ausgezahlt — die Steuer schmälert den Gewinn um rund 5,83 €.

Inhalt erstellt vom Team «europapokalwetten.com»