Bester Tour-de-France-Wettanbieter 2026: Lizenz, Quoten und Wettarten im Vergleich
Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026

Die Tour de France 2026 ist gefahren. Tadej Pogačar stand am 26. Juli auf den Champs-Élysées oben, das grüne Trikot hatte Mads Pedersen, das gepunktete Richard Carapaz. Wer jetzt noch eine Wette darauf abschließen will, kommt zu spät: Gewinne werden erst nach dem offiziellen Etappenende ausgezahlt, eine laufende Rundfahrt wird im Wettprogramm der lizenzierten Anbieter in der Regel abgeschlossen, sobald die letzte Ziellinie fällt. Wer sich auf das nächste Rennen vorbereiten will, auf die Tour 2027 oder das nächste große Eintagesrennen, findet hier die Grundlage: welche Buchmacher in Deutschland überhaupt Sportwetten auf Radsport anbieten dürfen, welche Wettarten bei einer Rundfahrt üblich sind, wie sich Quoten und Marge zusammensetzen und wo die Rechte der Spielerinnen und Spieler greifen.
Dieser Vergleich ist keine Tippregion. Er sortiert, was eine lizenzierte Plattform in Deutschland leisten muss, und beschreibt, was zehn Anbieter auf der GGL-Whitelist konkret anbieten. Wer eine Frage zur Rechtslage hat, etwa ob eine bestimmte Seite legal ist, liest im Abschnitt zur Lizenz. Wer wissen will, was eine Gesamtsieg-Wette eigentlich zahlt, liest bei Quote und Marge weiter.
Schutzmechanismen: was bei einer dreiwöchigen Rundfahrt greift
Eine Grand Tour ist kein Spiel über neunzig Minuten. Wer auf Etappensieger oder das Gelbe Trikot wettet, bleibt oft drei Wochen im Spiel, manchmal mit mehreren offenen Scheinen gleichzeitig. Genau dafür hat der Glücksspielstaatsvertrag eine Reihe von Schutzmechanismen vorgesehen, die unabhängig vom Buchmacher gelten.

Das Einzahlungslimit liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter hinweg. Die LUGAS-Limitdatei sorgt dafür, dass dieser Betrag nicht durch parallele Konten umgangen werden kann: Die Aktivitätsdatei meldet dem Anbieter, wenn parallel gespielt wird. Ein Anbieter darf das Limit nur dann auf bis zu 10.000 € anheben, wenn der Spielende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweist, eine Selbstauskunft reicht nicht. Ein höheres Limit von 10.000 bis 30.000 € ist nur für sehr wenige aktive Spielende (maximal ein Prozent) desselben Anbieters möglich. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
OASIS ist die zentrale Sperrdatei: Wer sich selbst sperren lässt, wird beim Login und bei der Registrierung geprüft. Die Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton sperrt sofort für vierundzwanzig Stunden. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen, das Limit dort ist eine Sache des Veranstalters, nicht des deutschen Rechts.
Wer ein Konto bei einem Whitelist-Anbieter schließt, bekommt das Restguthaben innerhalb von fünf Werktagen ausgezahlt, ohne Gebühr. Die Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Auszahlung geht nur auf ein Zahlungskonto, das auf den eigenen Namen lautet und bei einem Institut im Sinne des Geldwäschegesetzes geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel, insbesondere Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Lösungen, sind auf lizenzierten deutschen Plattformen nicht zugelassen. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, steht in dessen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
Diese Mechanismen wirken unabhängig davon, ob auf Etappensieger, Punktewertung oder ein Duell gewettet wird. Sie sind die Konstante, die Anbieter und Wettart überdauert.
Wettarten und Quoten: was eine Rundfahrt im Programm führt
Wer bei einem Rennen über drei Wochen wettet, hat es mit einem anderen Wettprogramm zu tun als bei einem Fußballspiel. Eine Grand Tour besteht aus vielen kleinen Ereignissen, die parallel laufen oder aufeinander folgen, und das spiegelt sich in den verfügbaren Märkten.
Was sich bei einer Tour de France wetten lässt
Die Königsdisziplin ist die Gesamtsieg-Wette, also die Wette auf den Fahrer mit der niedrigsten Gesamtzeit nach der letzten Etappe. Quoten gibt es auf das gesamte Feld der Startliste, von der Spitze bis zu Außenseitern mit dreistelligen Quoten. Wer auf einen Außenseiter setzt, akzeptiert eine hohe Auszahlung im Erfolgsfall, gegen die allerdings eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit steht, dass der Fahrer tatsächlich gewinnt. Wer auf den Topfavoriten setzt, nimmt eine niedrige Quote und damit einen kleineren Gewinn bei höherer Trefferwahrscheinlichkeit in Kauf.
Etappensieger-Wetten sind das tägliche Pendant. Hier ist die Quote höher, weil das Feld größer und der Ausgang weniger vorhersagbar ist: Auch auf einer Flachetappe, die in einen Massensprint mündet, kann eine Ausreißergruppe durchkommen. Wer Etappenwetten spielt, sollte wissen, dass der Ausgang oft über Stürze, Defekte und die Dynamik des Rennens entschieden wird, nicht allein über die Form der Fahrer.
Bei den Trikotwertungen wird auf den Träger des gelben, grünen, gepunkteten und weißen Trikots nach der Schlussetappe gewettet, in manchen Programmen auch auf den Träger nach einzelnen Etappen oder im Verlauf. Dazu kommen Duell-Wetten, also direkte Vergleiche zwischen zwei Fahrern für eine Etappe oder das Gesamtklassement, sowie Spezialwetten auf Ausreißergruppen, Mannschaftsleistungen oder den ersten Sturz des Tages. Die Plattformen, die Radsport anbieten, unterscheiden sich erheblich darin, wie viele dieser Nebenmärkte sie listen.
Wie sich die Quote zusammensetzt
Eine Quote ist die Zahl, mit der der Einsatz multipliziert wird, um den Bruttogewinn zu berechnen. Wer 10 € auf eine Quote von 4,00 setzt, erhält im Erfolgsfall 40 € zurück, also Einsatz plus Gewinn. Bei einer Quote von 1,50 sind es 15 € aus 10 € Einsatz. Was in der Quote nicht steht, ist die Marge, also der Anteil, den der Buchmacher einbehält.
Bei einer Zwei-Wege-Wette mit zwei gleich wahrscheinlichen Ausgängen und fairen Quoten würde jede Seite 2,00 stehen. In der Realität stehen beide Seiten aber leicht unter 2,00, etwa bei 1,90. Der Grund ist die Marge: 1 geteilt durch (1/1,90 + 1/1,90) ergibt eine Auszahlungsquote von 0,95, die Marge also fünf Prozent. Wer auf einer 1,90/1,90-Wette 100 € verteilt, bekommt 95 € als Gewinn ausgeschüttet, fünf Euro bleiben beim Buchmacher. Bei einer Drei-Wege-Wette, etwa einem Etappensieg mit drei gleichwahrscheinlichen Szenarien, würde die faire Quote 3,00 betragen; in der Praxis stehen die Seiten typischerweise bei 2,80 bis 2,90, was die Marge nach oben treibt. Drei-Wege-Märkte sind für den Anbieter teurer, weil er drei Seiten quotieren muss.
Die Faustregel: Je ausgeglichener die Quoten, desto näher liegt die Marge am unteren Rand des üblichen Bereichs; je unausgeglichener die Quoten, desto größer wird der Spielraum. Bei Außenseitern mit Quoten von 50 oder mehr ist der rechnerische Anteil, den der Anbieter einbehält, auf das gesamte Marktportfolio gesehen ebenfalls Teil der Marge, auch wenn die einzelne Quote für sich betrachtet hoch erscheint.
Auf einer Zwei-Wege-Wette zu 1,90/1,90 liegt die Marge also bei etwa fünf Prozent. Das ist der Wert, den eine Plattform im Schnitt von jedem Euro Einsatz behält, der auf diesen Markt gesetzt wird. Bei Außenseitern und Kombiwetten kann der Wert deutlich höher ausfallen.
Wettsteuer: fünf Komma drei Prozent, aber nicht vom Einsatz
Die Sportwettensteuer beträgt nach §§ 17, 18 RennwLottG 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage, wobei die Bemessungsgrundlage der Einsatz abzüglich der Steuer selbst ist, also rund 5,03 Prozent des eingesetzten Betrags. Verpflichtet ist der Veranstalter, nicht der Spieler. Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, steht in seinen AGB: Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, andere vom Bruttogewinn, einzelne Anbieter werben damit, die Steuer nicht zu erheben, was über die Bemessungsgrundlage zu einer niedrigeren effektiven Belastung führen kann. Wer wissen will, was am Ende auf dem Wettschein übrig bleibt, prüft die Konditionen des Anbieters, nicht die Faustformel.
Tour de France als Wettgegenstand: Format, Teams und Wertungen
Die Tour de France ist nicht irgendein Radrennen, sie ist die längste und traditionsreichste Grand Tour des Profiradsports. Wer auf sie wettet, wettet auf ein Ereignis mit eigenen Regeln, eigener Dramaturgie und einer eigenen Logik, was die Quotenbildung angeht.
Gegründet wurde die Tour de France von der Sportzeitung L’Auto; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern. Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO), die auch Paris-Nizza, die Vuelta und die Flandern-Rundfahrt organisiert. Die Streckenlänge liegt seit dem Dopingskandal von 1998 bei rund 3.500 km; die kürzeste Tour 1903 maß 2.428 km, die längste 1926 sogar 5.745 km. In den letzten Jahren pendelt die Rundfahrt zwischen 3.200 und 3.400 km.
Das Starterfeld besteht aus 18 UCI WorldTeams, die zur Teilnahme verpflichtet sind, sowie zwei eingeladenen Teams. Seit 2018 besteht jedes Team aus acht Fahrern, bis 2017 waren es neun. Insgesamt gehen also rund 160 Fahrer an den Start. Die Rekordsieger der Gesamtwertung sind Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar mit je fünf Gesamtsiegen, wobei Pogačar 2020, 2021, 2024, 2025 und 2026 gewann.
Die vier Trikots und ihre Wertungen
Vier Trikots prägen die Tour: Das gelbe Trikot (maillot jaune) steht für die Gesamtwertung, also die niedrigste addierte Zeit über alle Etappen hinweg. Die Schlussetappe ist seit 1967 immer ein Sonntag. Das grüne Trikot (maillot vert) wird für die Punktewertung vergeben, die auf Etappenplatzierungen basiert und vor allem Sprinter anspricht. Das gepunktete Trikot (maillot à pois) honoriert die Bergwertung, also die Punkte, die auf klassifizierten Anstiegen gesammelt werden; es ist die Domäne der Kletterer und Ausreißer. Das weiße Trikot (maillot blanc) zeichnet den besten Nachwuchsfahrer unter 26 Jahren in der Gesamtwertung aus. Diese vier Wertungen sind in den Wettprogrammen der Anbieter üblicherweise als eigene Märkte gelistet, teilweise auch als Etappenwertungen oder Head-to-Head-Duelle.
Die Tour 2026 im Überblick
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 statt, mit Grand Départ in Barcelona und Ziel in Paris. Sie umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 km. Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) gewann die Gesamtwertung vor Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) und Isaac del Toro (UAE Team Emirates XRG). Mads Pedersen (Lidl-Trek) holte das grüne Trikot, Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) das gepunktete. Diese Ergebnisse stehen fest; eine Wette auf das Gesamtpodest 2026 ist nicht mehr offen.
Die nächste Tour folgt 2027. Wettprogramme werden in der Regel wenige Wochen vor dem Grand Départ veröffentlicht, die ersten Etappenquoten oft schon früher, sobald die Startliste feststeht.
Was Radsport von anderen Wettsportarten unterscheidet
Im Radsport gibt es keinen klassischen Spielplan wie im Fußball, wo jede Woche feste Partien anstehen. Eine Grand Tour ist ein zusammenhängendes Ereignis über drei Wochen mit täglichen Etappen, in dem sich die Quotenlandschaft täglich verschiebt. Wer am ersten Etappentag auf den Gesamtsieger setzt, hält die Wette drei Wochen offen, in denen Stürze, Defekte und taktische Manöver die Wahrscheinlichkeit verändern. Livewetten sind während einer Etappe möglich, aber nach dem Glücksspielstaatsvertrag nur auf das Endergebnis oder die nächste Komponente des Rennens, soweit der Anbieter dies im Programm führt. Radsport ist da eine Besonderheit: Während im Fußball das „nächste Tor“ als Wettkomponente etabliert ist, fehlt im Radsport ein vergleichbar diskretes Ereignis; die nächste Zieldurchfahrt oder den nächsten Etappensieg gibt es in der Regel nur als Ergebniswette.
Zehn lizenzierte Anbieter im Vergleich: was die GGL-Whitelist hergibt
Die folgende Übersicht listet zehn Anbieter, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden, Stand der Liste 2. Oktober 2026. Die Tabelle zeigt den Inhaber der Erlaubnis und das Datum, an dem die Erlaubnis erstmals beziehungsweise zuletzt verlängert wurde. Die Tabelle gibt keine Auskunft über Quoten, Radsport-Programm oder Bonusaktionen einzelner Anbieter, das gehört in die einzelnen Abschnitte.
| Anbieter | Whitelist-Status Sportwetten | Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| ODDSET | Erlaubt, Inhaber Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
| Tiptorro | Erlaubt, Inhaber Torro Tec Limited | 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
| Winamax | Erlaubt, Inhaber WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 (Folgeerlaubnis 08.12.2022) |
| VBet | Erlaubt, Inhaber SCGO Limited | 05.12.2023 |
| Sportingbet | Erlaubt, Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022) |
| Betano | Erlaubt, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 (Folgeerlaubnis 16.12.2022) |
| NEO.bet | Erlaubt, Inhaber Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022) |
| Betway | Erlaubt, Inhaber Betway Limited | 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022) |
| Bet3000 | Erlaubt, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| Interwetten | Erlaubt, Inhaber Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
Eine Folgeerlaubnis bedeutet, dass der Anbieter die Erlaubnis nach Ablauf der ersten Fünf-Jahres-Frist verlängert bekommen hat. Die Whitelist führt kein Enddatum, sie zeigt nur das Datum der Erteilung. Das ist auch der Grund, warum hier kein „läuft bis“ steht: Niemand außerhalb der Aufsicht weiß das, und auch die GGL selbst veröffentlicht kein Auslaufdatum.
ODDSET
ODDSET ist die Sportwetten-Marke der Oddset Sportwetten GmbH, eine deutsche GmbH mit Erlaubnis seit 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022. Die Marke ist über Jahrzehnte im deutschen Markt verwurzelt, früher vor allem über die Annahmestellen des Deutschen Lotto- und Totoblocks, inzwischen primär über die Online-Plattform. Für Radsport-Fans bedeutet das eine solide Grundausstattung an Märkten, vor allem auf die großen Rundfahrten.
Die Stärke von ODDSET liegt in der Übersichtlichkeit: Das Wettprogramm ist für Einsteiger konzipiert, die Quoten sind im Mittelfeld, der Fokus liegt auf den populären Wetten Gesamtsieg, Etappensieg und Trikots. Wer ein sehr tiefes Programm mit Spezialwetten auf Ausreißer oder Bergwertungs-Streckenabschnitte sucht, ist hier möglicherweise unterversorgt. Für Gelegenheitswetter, die auf die Tour de France setzen wollen, ohne sich in ein ausgeklügeltes Programm einzuarbeiten, ist ODDSET eine unaufgeregte Wahl.
Tiptorro
Tiptorro wird von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta betrieben, App-Anbieter ist dieselbe Gesellschaft. Erlaubnis seit 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022. Tiptorro gehört zu den neueren Marken im deutschen Markt und hat sich mit aggressiven Quoten und einem breiten Livewetten-Angebot positioniert. Radsport ist im Programm, das Volumen an Etappenwetten und Spezialmärkten ist im mittleren bis oberen Bereich angesiedelt.
Wer auf eine Tour-de-France-Etappe live wettet, findet bei Tiptorro ein Programm, das während der Etappe Quotenaktualisierungen anbietet. Die Wettsteuer wird, wie bei vielen Anbietern, in den Geschäftsbedingungen geregelt; wer auf den Bruttogewinn spekuliert, sollte die AGB prüfen.
Winamax
Winamax, eine Société anonyme nach französischem Recht, ist seit 29.06.2021 in Deutschland lizenziert, Folgeerlaubnis 08.12.2022. Die Marke ist in Frankreich seit Jahren eine der größten Poker- und Sportwetten-Plattformen und hat in Deutschland zuletzt mit einer Imagekampagne auf sich aufmerksam gemacht, die mit „beste Quoten“ und „0 % Wettsteuer“ wirbt. Eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen zwischen dem 01.04.2025 und 30.08.2025 sah Winamax in 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins, allerdings beschränkt auf Fußball, Tennis und Handball, also nicht auf Radsport.
Diese Positionierung ist für Radsport-Wetter insofern relevant, als der Anbieter mit einem Quotenanspruch auftritt, der zumindest in den drei genannten Sportarten messbar ist. Ob Winamax die Beobachtung auch im Radsport durchhalten kann, ist eine andere Frage: Das Radsport-Programm ist da, die Quoten sind im Wettprogramm gelistet, aber eigene Studien für Radsport sind nicht öffentlich. Wer die beste Quote sucht, vergleicht.
VBet
VBet wird von der SCGO Limited mit Sitz in Malta betrieben, Erlaubnis seit 05.12.2023, ohne dass bisher eine Folgeerlaubnis nötig gewesen wäre, da die Erst-Erlaubnis noch innerhalb der Fünf-Jahres-Frist liegt. VBet positioniert sich als Anbieter mit einem breiten Wettprogramm über klassische Sportarten hinaus, inklusive Nischensportarten.
Für Radsport-Wetter ist VBet eine Option, wenn man ein breites Feld an Spezialwetten sucht. Die Quoten liegen im üblichen Bereich; eine Marge lässt sich ohne konkrete Stichprobe nicht seriös beziffern. Was bei VBet auffällt, ist die relativ junge Erlaubnis im Vergleich zu den älteren Anbietern, was nicht zwingend ein Nachteil ist, aber bei der Frage nach Markterfahrung eine Rolle spielen kann.
Sportingbet
Sportingbet wird von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben, Erlaubnis seit 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022. Die Marke ist international seit langem etabliert und führt in Deutschland ein Programm, das Radsport abdeckt. Im Wettprogramm sind Konfigurator+ und Live-Wetten verfügbar, das Sportartenportfolio umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker; Radsport ist Teil des Standardprogramms.
Für Tour-de-France-Wetter bietet Sportingbet das, was man von einem etablierten Anbieter erwartet: Gesamtsieg, Etappensieg, Trikotwertungen und eine Auswahl an Spezialwetten. Wer Konfigurator+ nutzen will, also mehrere Märkte aus verschiedenen Partien kombinieren, findet hier ein Werkzeug, das über einfache Kombiwetten hinausgeht.
Betano
Betano wird von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben, Erlaubnis seit 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Im Programm sind Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Radsport ist Teil des Wettangebots, wenn auch nicht in der Liste der explizit benannten Streaming-Partner.
Wer bei Betano auf die Tour de France wettet, hat das übliche Standardprogramm. Cash Out ist verfügbar, was bei Etappenwetten mit offenem Ausgang ein nützliches Werkzeug ist. Livestream ist im Radsport weniger relevant als bei Ballsportarten, weil Radsportübertragungen in Deutschland ohnehin frei empfangbar sind.
NEO.bet
NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben, Erlaubnis seit 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022. NEO.bet positioniert sich als Anbieter mit einem schlanken, fokussierten Programm und vergleichsweise hohen Quoten auf die populären Märkte. Radsport ist im Programm vertreten, das Volumen an Spezialmärkten ist geringer als bei den großen Generalisten.
Wer NEO.bet nutzt, tauscht Programmtiefe gegen einen aufgeräumten Wettschein und tendenziell konkurrenzfähige Quoten. Für Einsteiger in Radsportwetten, die mit Gesamtsieg- und Etappensieg-Wetten auskommen, ist NEO.bet eine Option. Wer Dutzende von Spezialwetten sucht, wird hier nicht fündig.
Betway
Betway wird von der Betway Limited betrieben, Erlaubnis seit 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022. Betway ist international eine große Marke, in Deutschland mit einem vollständigen Sportwetten-Programm. Cash Out ist verfügbar und wird in der App über ein grünes Symbol unter „Meine Wetten“ angezeigt; der Wert der offenen Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil.
Zusätzlich bietet Betway einen Wettkonfigurator für Fußballspiele; der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Für Radsport heißt das: Das Standardprogramm ist da, Cash Out funktioniert auch bei Etappenwetten, Spezialwerkzeuge wie der Konfigurator sind primär für Fußball optimiert.
Bet3000
Bet3000 wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited betrieben, Erlaubnis seit 22.04.2026. Das ist die jüngste Erst-Erlaubnis in dieser Liste, ohne dass bisher eine Folgeerlaubnis nötig gewesen wäre. Die Marke Bet3000 ist im deutschen Markt seit Jahren über die stationären Annahmestellen präsent und hat das Online-Angebot entsprechend spät ausgebaut.
Für Radsport-Fans, die einen Anbieter mit deutscher Marktpräsenz und eher klassischem Programm suchen, ist Bet3000 eine Option. Da die Erlaubnis erst seit April 2026 besteht, ist die Markterfahrung im Online-Bereich naturgemäß kürzer als bei den älteren Wettbewerbern.
Interwetten
Interwetten wird von der Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Malta betrieben, Erlaubnis seit 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022. Interwetten gehört zu den etablierten Online-Sportwetten-Anbietern im deutschsprachigen Raum und führt Radsport im Standardprogramm. Die Marke positioniert sich mit vergleichsweise hohen Quoten auf Außenseiter und einem soliden Livewetten-Angebot.
Für Tour-de-France-Wetter, die ein klassisches Programm mit Etappen- und Gesamtsieg-Wetten suchen, ist Interwetten eine unaufgeregte Wahl. Die Quoten liegen im Mittelfeld, das Programm ist solide, Spezialwerkzeuge sind vorhanden, ohne dass Interwetten in einem Bereich besonders auffällt.
Rechtslage in Deutschland: was die GGL-Whitelist wirklich sagt
Wer in Deutschland Sportwetten anbietet, braucht eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, kurz GGL mit Sitz in Halle (Saale). Die Erlaubnis wird nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 Glücksspielstaatsvertrag erteilt und gilt bundesweit. Die GGL führt die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV; sie ist die einzige verlässliche Quelle, um zu prüfen, ob ein Anbieter legal Sportwetten in Deutschland anbietet.

Die Whitelist wird online veröffentlicht; der hier zugrunde gelegte Stand ist 2. Oktober 2026, mit 30 Einträgen, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) und drei Inhaber reiner Pferdewetten-Erlaubnis. Jeder Eintrag nennt den Inhaber, das Erlaubnisdatum und gegebenenfalls die Folgeerlaubnis. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz ist in Deutschland irrelevant, wenn der Anbieter in Deutschland Sportwetten anbietet, zählt die GGL-Erlaubnis. Die GGL hat im September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt.
Was darf gewettet werden, was nicht
Erlaubt sind nach § 21 Abs. 1 GlüStV festgelegte Quotenwetten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse im Verlauf des Ereignisses, als Einzel- oder Kombinationswette. Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 nur auf das Endergebnis oder die nächste Komponente des laufenden Spiels erlaubt, in Sportarten, in denen solche Komponenten selten sind: Nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja, nächster Punkt im Tennis nein, nächster Korb im Basketball nein. Radsport hat keine klar abgegrenzten „nächsten“ Komponenten vergleichbar mit Toren oder Sätzen, entsprechend sind Livewetten auf das Endergebnis und auf die nächste Etappe beschränkt, soweit der Anbieter das führt.
Nicht erlaubt sind Wetten auf Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind ebenfalls nicht zulässig. Esport ist nach GGL-Position nicht als Sport anerkannt; lizenzierte Esport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Virtuelle Sportwetten sind nicht etabliert; zur Rechtslage dieser Kategorie ist hier nichts verifiziert.
Cash Out ist weder im GlüStV noch in einer GGL-Veröffentlichung eigens geregelt; es ist eine Funktion, die jeder Anbieter nach seinen eigenen Regeln anbietet, soweit er sie im Programm hat.
Was die Wettsteuer mit dem Radsport zu tun hat
Die Wettsteuer beträgt nach §§ 16-25 RennwLottG 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage, wobei die Bemessungsgrundlage der um die Steuer reduzierte Einsatz ist, also effektiv rund 5,03 Prozent des eingesetzten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter. Die Frage, ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, ist eine Sache seiner Geschäftspolitik und gehört in seine AGB.
Wer wissen will, wie viel von seinem Bruttogewinn übrig bleibt, prüft die AGB des Anbieters. Pauschalaussagen wie „die Steuer wird vom Einsatz abgezogen“ oder „die Steuer trägt der Anbieter“ sind unzulässige Vereinfachungen.
Was die Rechtslage für die Spielerin und den Spieler bedeutet
Wer auf einer lizenzierten Plattform spielt, hat die Sicherheit der deutschen Aufsicht, den Anschluss an OASIS und LUGAS, die Insolvenzsicherung der Spielergelder und die Pflicht des Anbieters zur Auszahlung des Restguthabens innerhalb von fünf Werktagen. Wer auf einer nicht lizenzierten Plattform spielt, hat diese Sicherheiten nicht: kein OASIS, kein LUGAS, kein deutsches Beschwerdeverfahren, keine Garantie, dass das Guthaben überhaupt ausgezahlt wird.
Zivilrechtlich haben deutsche Gerichte in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit solcher Verträge entgegensteht, der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich gehalten, dass unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verpflichtet werden können. Das ist kein Freibrief: Es bedeutet, dass eine Rückforderung rechtlich denkbar ist, garantiert ist sie nicht.
Strafrechtlich kann das Anbieten von Sportwetten ohne Erlaubnis nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, die Werbung dafür nach § 284 mit bis zu einem Jahr. Die Teilnahme an nicht erlaubtem Glücksspiel ist nach § 285 StGB eine Ordnungswidrigkeit mit bis zu sechs Monaten Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spielerinnen und Spieler sind nicht bekannt; weder eine Entwarnung noch eine Drohung ist angebracht.
Welcher Anbieter für welchen Radsport-Wetter?
Die Frage „Wer ist der beste Anbieter?“ hat bei einer Grand Tour keine einfache Antwort. Wer auf die Tour de France wettet, hat sehr unterschiedliche Anforderungen an das Wettprogramm, je nachdem, ob er Gesamtsieg, Etappensieg, Trikotwertungen oder Spezialmärkte spielt. Die zehn hier gelisteten Anbieter unterscheiden sich in der Programmtiefe, in der Quotenstruktur und in den verfügbaren Funktionen, ohne dass einer in allen Dimensionen führend wäre.
Wer ein klassisches Programm mit Gesamtsieg- und Etappensieg-Wetten sucht, ist bei ODDSET, Interwetten oder Betway gut aufgehoben, drei Anbieter mit langer Marktpräsenz und solidem Radsport-Programm. Wer Livewetten mit Cash Out auf laufende Etappen schätzt, findet bei Tiptorro, Betano oder Betway Funktionen, die über das Übliche hinausgehen. Wer ein besonders breites Feld an Spezialwetten sucht, sollte VBet oder Sportingbet in Betracht ziehen, zwei Anbieter mit überdurchschnittlichem Wettangebot. Wer ein schlankes, aufgeräumtes Programm mit tendenziell konkurrenzfähigen Quoten sucht, ist bei NEO.bet richtig. Winamax fällt durch das Werbeversprechen der besten Quoten auf, das für Fußball, Tennis und Handball durch eine Odoxa-Studie belegt ist, das aber für Radsport nicht eigens bestätigt ist. Bet3000 ist die jüngste Lizenz in der Liste und entsprechend mit weniger Online-Markterfahrung.
Am Ende entscheidet der konkrete Wettmarkt, nicht das Image der Marke. Wer auf eine bestimmte Etappe oder eine bestimmte Trikotwertung setzen will, öffnet das Wettprogramm zweier Anbieter nebeneinander und vergleicht das Feld, die Quoten und die Tiefe der Spezialmärkte. Wer das regelmäßig macht, hat am Ende ein Bild, das kein Vergleichsartikel liefern kann.
Was vor dem ersten Wettschein zu prüfen ist
Bevor die erste Wette auf eine Tour-de-France-Etappe abgegeben wird, lohnt sich ein Blick auf die Bedingungen des Anbieters. Drei Punkte schlagen sich unmittelbar auf den Gewinn nieder: die Behandlung der Wettsteuer, die Mindestquote bei Bonusaktionen und die Regeln für Cash Out.
Die Wettsteuer-Behandlung steht in den AGB des Anbieters und ist nicht einheitlich. Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, andere vom Bruttogewinn, einzelne Anbieter tragen die Steuer selbst und werben entsprechend. Wer einen Bonus nutzt, prüft die Mindestquote: Wetten unterhalb der Mindestquote tragen in der Regel nicht zur Umsatzbedingung bei, was die effektive Bonusdauer verlängert. Cash Out ist eine Funktion, die für Etappenwetten praktisch ist, aber jeder Anbieter hat eigene Regeln, wann und in welcher Höhe ein Cash Out angeboten wird.
Häufige Fragen zur Tour de France und zu Wetten darauf
Wo kann in Deutschland legal auf die Tour de France gewettet werden?
Legal wettet, wer einen Anbieter nutzt, der auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt wird. Die Whitelist wird auf der Website der GGL veröffentlicht; jede dort gelistete Domain darf in Deutschland Sportwetten anbieten. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ist in Deutschland kein Ersatz.
Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France, etwa Gesamtsieg, Etappensieg oder Trikotwertung?
Das Standardprogramm umfasst Gesamtsieg, Etappensieg, Trikotwertungen (gelbes, grünes, gepunktetes, weißes Trikot) und Head-to-Head-Duelle. Spezialmärkte wie Ausreißerwetten, Etappen-Kombiwetten oder Wertungen einzelner Streckenabschnitte sind nicht bei allen Anbietern verfügbar. Die Programmtiefe variiert; ein Anbieter-Vergleich vor der Wette lohnt sich.
Wann fand die Tour de France 2026 statt, und lässt sich darauf noch wetten?
Die Tour 2026 lief vom 4. bis 26. Juli 2026, mit Start in Barcelona und Ziel in Paris, 21 Etappen über 3.245 km. Sie ist beendet, eine Wette auf den Gesamtsieg oder die Trikotträger 2026 ist nicht mehr offen. Die nächste Tour folgt 2027; die ersten Quoten erscheinen, sobald die Startliste feststeht.
Welche Livewetten sind während einer laufenden Etappe nach dem Glücksspielvertrag zulässig?
Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind Livewetten nur auf das Endergebnis oder die nächste Komponente des laufenden Spiels erlaubt, in Sportarten, in denen solche Komponenten selten sind. Im Radsport fehlt ein diskretes „nächstes Ereignis“ wie das nächste Tor; Livewetten beschränken sich daher auf das Etappenergebnis und gegebenenfalls den nächsten Etappensieg, soweit der Anbieter das führt. Wetten auf einzelne Zwischenstände sind unzulässig.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Gesamtsieg-Wette aus Einsatz und Quote, und was bedeutet die Marge?
Eine Wette zu Quote 4,00 mit Einsatz 10 € zahlt im Erfolgsfall 40 € brutto zurück, also 30 € Gewinn zuzüglich Einsatz. Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher einbehält: Bei einer Zwei-Wege-Wette mit Quoten 1,90/1,90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von 0,95, die Marge liegt bei 5 Prozent. Bei Drei-Wege-Märkten und Außenseitern ist die Marge typischerweise höher.
Wie wird die Sportwettensteuer von 5,3 Prozent bei Radsportwetten berücksichtigt?
Die Steuer beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage, die der Einsatz abzüglich der Steuer ist, also rund 5,03 Prozent des eingesetzten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler. Wie der Anbieter die Steuer weitergibt, regelt er in seinen AGB, mal vom Einsatz, mal vom Gewinn, mal gar nicht. Eine pauschale Aussage „5,3 Prozent vom Einsatz“ ist nicht korrekt; die Steuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags).
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