Roland Garros Wetten 2026: Wer anbietet, was die Quote kostet
Wer auf die French Open wetten will, landet in Deutschland zuerst bei einer rechtlichen Frage: Wer darf das überhaupt anbieten? Die zweite folgt sofort: Welche Märkte stehen zur Verfügung, und was kostet die Quote den, der sie annimmt? Diese Seite geht beides durch, von der Einzahlungsgrenze über die typische Marge im Match-Wettmarkt bis zu den zehn erlaubten Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen.

Stand der Daten: 17. Oktober 2026; geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, Stand 2. Oktober 2026.
Verantwortungsvolles Wetten rund um das Sandplatzturnier
Die French Open ziehen sich über zwei Wochen mit täglich mehreren Matches. Für die Anbieter auf der Whitelist gilt das Glücksspielstaatsvertragsrecht mit ein paar harten Schranken, die unabhängig vom Turnier greifen und bei einer Grand-Slam-Woche besonders ins Gewicht fallen.

Teilnahme ab 18 Jahren (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter nach § 6a GlüStV höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen zulassen. Wer auf Sand über mehrere Tage tippt, kommt mit einer Halbverifizierung also nicht weit, wenn er am Ende ausgezahlt bekommen will. Die Verifizierung erfolgt einmal pro Anbieter.
Das monatliche Einzahlungslimit liegt nach § 6c Abs. 1 GlüStV standardmäßig bei 1.000 €, summiert über alle Anbieter hinweg und technisch durchgesetzt über die LUGAS Limitdatei. Ein Anbieter darf ein höheres Limit bis 10.000 € nur bei nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit setzen, 10.000 bis 30.000 € nur für höchstens ein Prozent seiner aktiven Kundinnen und Kunden, ebenfalls mit Nachweis. Eine Selbstauskunft reicht nicht. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen frühestens nach sieben Tagen.
Die Sperrdatei OASIS (§§ 8, 8a GlüStV) wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert bei angegebenem Zeitraum mindestens drei Monate, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine 24-Stunden-Sperre aus, sofort. Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern zur selben Zeit ist nach § 6h GlüStV über die LUGAS Aktivitätsdatei ausgeschlossen.
Was das für eine Wettwoche auf Sand konkret heißt: Wer aus einer normalen beruflichen Situation heraus über zwei Wochen ein paar Matches mitnimmt, bewegt sich in aller Regel deutlich unter der 1.000-€-Grenze. Wer höhere Beträge bewegen will, muss den wirtschaftlichen Nachweis aktiv führen, und die Erhöhung kommt frühestens nach einer Woche, meist also erst nach dem Finale. Wer parallel zur Sicherheit mehrere Konten führt, fällt aus den Buchmacherregeln heraus und riskiert eine OASIS-Sperre über alle Anbieter hinweg.
Was es bei den French Open zu wetten gibt
Die Buchmacher auf der Whitelist decken für die French Open im Wesentlichen dieselbe Palette an Märkten ab, weil der GlüStV über § 21 Abs. 5 ohnehin nur genehmigte Wetttypen zulässt. Was häufiger vorkommt, ist die Frage, welche Quote ein Turniersieger mitnimmt und was das Match selbst hergibt.

Gesamtsieger und Langzeitwetten. Wer auf den Tournament Champion setzt, schließt die Wette weit vor dem ersten Aufschlag ab. Die Quote hängt an zwei Dingen: am generellen Leistungsbild des Spielers oder der Spielerin auf Sand und an der Auslosung. Ein mögliches Achtelfinale gegen den späteren Halbfinalisten drückt die Quote, eine leichte Viertelfinalseite hebt sie. Bei den Damen ist der Markt vergleichsweise breit, weil der Stamm der Spielerinnen, die auf Sand konstant tief genug kommen, größer ist; bei den Herren sind die Quoten in der Spitze oft sehr kurz, sobald eine klare Favoritenlage da ist.
Match-Wetten und Satzwetten. Pro Match geht der Markt frühestens auf, sobald der Spielplan feststeht, und wird während des Turniers laufend in Sätzen, Handicaps und Over/Under-Spielen ausdifferenziert. Eine Satzwette – wer gewinnt den ersten Satz – ist auf Sand insofern besonders üblich, als der erste Satz auf Sand einen leicht anderen Aussagewert hat als auf Hartplatz: Aufschlagaufgaben sind häufiger, Breaks seltener, der erste Satz korreliert stärker mit dem späteren Matchverlauf als auf schnelleren Belägen.
Handicap und Over/Under. Über diese Sonderformen kommen Buchmacher Märkte ins Programm, die vor dem Turnier nicht ohne weiteres zur Verfügung stehen. Beim Tennis sind Games-Handicap und Over/Under-Games im Match üblich, mit unterschiedlichen Linien pro Match-Typ und Belag. Die Marge – also der Anteil, den der Anbieter behält, bevor er die Quoten anpasst – liegt auf diesen Märkten häufig höher als auf der reinen Zwei-Wege-Wette, weil die Linie ein Stück weit vom Anbieter gesetzt wird und nicht nur die Spielstärke abbildet.
Combination Bets. Einzelne Märkte lassen sich zu einer Kombiwette zusammenfügen, die Quote multipliziert sich entsprechend. Der Haken ist offensichtlich, trotzdem oft übersehen: Die Marge multipliziert sich ebenso. Eine Kombiwette aus drei Spielen mit jeweils fünf Prozent Marge trägt insgesamt deutlich mehr als die naive Addition vermuten lässt.
Was nicht erlaubt ist: Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis, auf einzelne Ballwechsel oder auf sonstige Mikroreignisse innerhalb eines laufenden Matches. Der GlüStV lässt nach § 21 Abs. 4 Live-Wetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf seltene Komponenten wie das nächste Tor, den nächsten Satz oder Ähnliches zu, nicht auf Punkte oder Ballwechsel.
Spielplan, Austragungsort und was die French Open 2026 entschieden haben
Die French Open (Roland Garros) sind ein Grand-Slam-Turnier und werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand ausgetragen, dem Belag, der im Französischen Terre battue heißt. Veranstalter ist der Weltverband ITF; das erste Turnier fand 1891 als Championnat de France international de Tennis statt.
Herren spielen auf drei Gewinnsätze, Damen auf zwei. Bei 6:6 im Satz gibt es einen Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz seit März 2022 einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung – eine Regel, auf die sich alle vier Grand-Slam-Turniere gemeinsam geeinigt haben.
Die Rekordsieger im Einzel: Rafael Nadal mit 14 Titeln bei den Herren, Chris Evert mit 7 Titeln bei den Damen. Diese Zahlen stehen in einem etwas eigentümlichen Verhältnis zum Sandplatzthema, weil sie zeigen, wie stabil sich bestimmte Spielertypen über Jahre entwickeln lassen – und sie geben den Langzeitquoten der Buchmacher eine Art Anker, an dem sie sich beim Pricing orientieren.
Die Ausgabe 2026 lief vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris. Das Herreneinzel gewann Alexander Zverev gegen Flavio Cobolli, das Dameneinzel Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Das Gesamtpreisgeld lag bei 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 Prozent gegenüber dem Vorjahr; die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2.800.000 €.
Wer die 2026er-Quoten bewertet, sieht sich also einer Ausgabe gegenüber, die bereits abgeschlossen ist. Wer sich auf die nächste Ausgabe vorbereitet, kann aus dem Spielplan der abgelaufenen Woche und aus den Quotenbewegungen während des Turniers ablesen, wie früh die Langzeitmärkte auf welche Spieler reagieren. Wer auf die Ausgabe 2026 selbst setzt, kommt zu spät – die Wetten sind ausgewertet, die Quoten sind Geschichte.
Wer die French Open 2026 anbot – und wer auf der Whitelist steht
In Deutschland darf Sportwetten im Internet nur anbieten, wer eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV hat und auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder steht (§ 9 Abs. 8 GlüStV). Die Whitelist ist die einzige verlässliche Prüfung – eine .de-Domain allein beweist nichts, eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung. Die GGL selbst hat im September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt.
Im Folgenden die zehn Anbieter, die nach der Whitelist vom 2. Oktober 2026 Sportwetten in Deutschland veranstalten dürfen. Die Sortierung folgt keinem Ranking; sie reiht die Anbieter in der Reihenfolge, in der sie auch in der Whitelist stehen.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Winamax (Winamax.de) | Whitelist-Eintrag für Sportwetten; Inhaberin WINAMAX (Société anonyme); Erst- und Folgeerlaubnis | 29.06.2021; 08.12.2022 |
| VBet (Vbet.de) | Whitelist-Eintrag für Sportwetten; Inhaberin SCGO Limited, St. Julian’s, Malta | 05.12.2023 |
| Sportingbet (Sportingbet.de) | Whitelist-Eintrag für Sportwetten; Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020; 21.12.2022 |
| Tipico (Tipico.de) | Whitelist-Eintrag für Sportwetten; Inhaberin Tipico Co. Limited | 09.10.2020; 09.12.2022 |
| Tiptorro (Tiptorro.de) | Whitelist-Eintrag für Sportwetten; Inhaberin Torro Tec Limited, Malta | 30.06.2021; 27.12.2022 |
| LeoVegas (Leovegas.de) | Whitelist-Eintrag für Sportwetten; Inhaberin LVSports Limited; daneben virtuelle Automatenspiele seit 27.02.2023 | 21.10.2024 |
| NEO.bet | Whitelist-Eintrag für Sportwetten; Inhaberin Greenvest Betting Limited | 09.10.2020; 22.12.2022 |
| bpremium (Bpremium.de) | Whitelist-Eintrag für Sportwetten; Inhaberin Ladbrokes (Deutschland) Ltd, Gzira, Malta | 09.10.2020; 21.12.2022 |
| Betano (Betano.de) | Whitelist-Eintrag für Sportwetten; Inhaberin Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021; 16.12.2022 |
| bwin (Bwin.de) | Whitelist-Eintrag für Sportwetten; Inhaberin bwin (Deutschland) Limited, Gzira, Malta | 09.10.2020; 23.12.2022 |
Auffällig ist das Datumsmuster: Die meisten Erstgenehmigungen fallen auf den 9. Oktober 2020, die Folgegenehmigungen auf Ende Dezember 2022. Die § 4c Abs. 1 GlüStV sieht eine Erstgenehmigung über fünf Jahre vor; die Whitelist zeigt nur Ausstellungsdaten, keine Endtermine. Für die Lesbarkeit: wer hier nur ein Datum findet, hat eine Erstgenehmigung ohne dokumentierte Folgegenehmigung – was bei VBet, LeoVegas und Tipwin zu prüfen ist.
Grundlagen der French-Open-Wetten
Eine Wettquote ist kein Preis, den der Anbieter „anbietet“, sondern das Ergebnis einer Buchmacherrechnung. Für den einfachen Fall eines Zwei-Wege-Markts – Satz oder Spiel, ein Favorit, ein Außenseiter – entspricht der Auszahlungsschlüssel 1 / (1/Quote₁ + 1/Quote₂) dem Anteil, den das Buch an alle Einsätze wieder auszahlt; die Marge ist die Differenz zu 100 Prozent.
Rechenbeispiel: Ein Buch taxiert einen Match-Sieg mit 1,90 / 1,90. Dann ist der Auszahlungsschlüssel 1 / (1/1,90 + 1/1,90) = 1 / (0,5263 + 0,5263) = 1 / 1,0526 ≈ 0,9500, also 95,00 Prozent. Die Marge liegt entsprechend bei rund 5,00 Prozent. Bei einer ausgewogeneren Wettlinie mit Quoten von 1,80 / 2,00 läge der Auszahlungsschlüssel höher (rund 94,74 Prozent), weil der Außenseiter mehr zieht.
Was im Tennis typisch ist: Satzwetten und Handicap-Märkte haben oft eine höhere Marge als die einfache Match-Wette, weil die Linie stärker vom Anbieter gesetzt wird und weniger von einem breiten Marktpreis disziplinierend gegengehalten wird. Wer auf Sand viele kleine Märkte abschließt, gibt entsprechend einen höheren Anteil der Einsätze an den Buchmacher ab, ohne es an der einzelnen Quote zu sehen.
Einordnung in den Wettbewerb. Wer wissen will, wo seine Quote herkommt, hat zwei Anhaltspunkte: Die Whitelist garantiert, dass überhaupt reguliert angeboten wird – über die Höhe der Marge sagt sie nichts aus. Wer in der Breite vergleicht, schaut am besten auf den Auszahlungsschlüssel weniger Schlüsselmärkte über ein ganzes Turnier hinweg, nicht auf eine Einzelquote an einem Tag. Winamax zum Beispiel verweist für den Werbe-Slogan „beste Quoten“ auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April bis 30. August 2025; danach lag Winamax bei 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins. Das ist eine Aussage über eine breit angelegte Stichprobe, nicht über die French-Open-Märkte im Speziellen.
Anbieter im Detail
Die folgenden zehn Blöcke beschreiben die Whitelist-Anbieter in der Reihenfolge der Whitelist; jeder Block endet mit einem Urteil, was den Anbieter für wen interessant macht. Die Erlaubnisangaben gelten für Sportwetten; Spielautomaten, Poker oder virtuelle Wetten der gleichen Inhaberin sind gesondert genehmigt und hier nicht das Thema.
Winamax (Winamax.de) – Quotenarbeit und Tennis-Streaming
Winamax ist auf der Whitelist mit Sitz in Frankreich als WINAMAX (Société anonyme) eingetragen, Erstgenehmigung vom 29. Juni 2021, Folge vom 8. Dezember 2022. Das Angebot umfasst Sportwetten, Tennis ist eine der Hauptarten. Über Winamax TV bietet der Anbieter Live-Streams aus den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren direkt im Kundenkonto, dazu Fußball-Ligen wie La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS sowie NBA und NFL.
Im Tennis ist die Kombination aus Live-Stream und Pre-Match-Quoten das, was Winamax von den meisten Mitbewerbern unterscheidet. Wer Grand-Slam-Matches auf Sand verfolgen will, ohne ein zusätzliches Stream-Abo, hat hier ein Argument auf der Seite des Anbieters – vorausgesetzt, das Konto ist in gutem Standing und ein positives Saldo liegt vor. Das ist bei Turnierwochen mit viel Sandtennis ein konkreter Mehrwert.
Wer es schätzt, das Match zu sehen und im selben Konto zu setzen, ist hier richtig. Wer ohnehin nur Quotenkäufer ist und den Stream nicht braucht, hat mit anderen Whitelist-Anbietern vergleichbare Tennisangebote.
VBet (Vbet.de) – schmale Erlaubnis, aber Sport im Programm
VBet trägt die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, als Erlaubnisinhaberin. Die Erstgenehmigung datiert auf den 5. Dezember 2023; eine Folgegenehmigung ist in der Whitelist nicht ausgewiesen. Das Angebot umfasst Standard-Sportarten inklusive Tennis, dazu Live-Wetten.
Die jüngere Whitelist-Geschichte erklärt einiges: Wer eine Erlaubnis seit 2023 hat, ist nicht in der gleichen Liga aufgestellt wie Anbieter mit Erlaubnis seit 2020. Das schlägt sich meist im Quotenniveau und im Funktionsumfang (Live-Streams, Konfigurator) nieder. Wer auf Whitelist-Konformität Wert legt und noch keinen Favoriten hat, kann VBet mitprüfen; wer ein ausgereiftes Tennis-Produkt mit Streams erwartet, wird das eher anderswo finden.
Sportingbet (Sportingbet.de) – Konfigurator und Standardpalette
Sportingbet wird von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben, Erstgenehmigung 9. Oktober 2020, Folge 21. Dezember 2022. Im Wettangebot findet sich ein „Konfigurator+“, mit dem sich mehrere Märkte aus einem Match kombinieren lassen, dazu Live-Wetten auf Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Tennis gehört zum Pflichtprogramm.
Ein Konfigurator ist im deutschen Markt ein Differenzierungsmerkmal, weil der GlüStV-Korridor für Kombiwetten eng ist. Wer gerne innerhalb eines einzigen Matches mehrere Märkte kombiniert, etwa Satzsieger und Games-Over in einer Wette, hat hier eine Funktion, die nicht jeder Whitelist-Anbieter anbietet. Die Folgegenehmigung von Ende 2022 zeigt, dass der Anbieter das Aufsichtsverfahren ohne größere Komplikation überstanden hat.
Wer auf einen Match-Konfigurator Wert legt, findet ihn hier. Wer vor allem Streams und Turniersieger-Langzeitquoten sucht, schaut eher bei Winamax oder einem größeren Anbieter.
Tipico (Tipico.de) – Cash Out und Live im Mainstream
Tipico gehört Tipico Co. Limited, Erstgenehmigung 9. Oktober 2020, Folge 9. Dezember 2022. Die Tipico-Sportwetten-App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten und nennt in der Entwicklerbeschreibung „Tipico Cashout“ als Funktion sowie Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Tennis wird im Hauptprogramm geführt, Cash-Out auf Einzelwetten und ausgewählte Kombis.
Tipico ist im deutschen Markt so etwas wie die Referenz für Markenbekanntheit und Cash-Out. Bei Grand-Slam-Wochen ist die Funktion praktisch, weil sich Matches über fünf Sätze hinziehen können und der Wettschein zwischendurch häufiger regelbar wird als in einem Drei-Satz-Match. Die Frage ist am Ende, ob der Cash-Out-Kurs zu den eigenen Vorstellungen passt; das ist eine Buchmacherfrage, keine Whitelist-Frage.
Wer Cash-Out nutzt, hat hier eine bewährte Funktion. Wer seinen Wettschein grundsätzlich bis zum Ende laufen lässt, kommt mit jedem anderen Whitelist-Anbieter ebenso durch die Turnierwoche.
Tiptorro (Tiptorro.de) – kleiner Anbieter, sauber lizenziert
Tiptorro steht auf der Whitelist mit der Torro Tec Limited aus Malta als Erlaubnisinhaberin. Erstgenehmigung 30. Juni 2021, Folge 27. Dezember 2022. Im App Store ist die Tiptorro-App vom gleichen Anbieter eingetragen und verweist ausdrücklich auf die Zulassung durch die GGL.
Ein Anbieter mit App im Store und Whitelist-Eintrag, aber deutlich kleinerer Markenbekanntheit. Das Quotenniveau kann mit den großen Namen nicht ohne eigene Prüfung mithalten; das Wettprogramm deckt die wichtigsten Sportarten inklusive Tennis ab. Wer einen Anbieter sucht, der nicht zu den besonders bekannten Marken gehört und trotzdem reguliert ist, hat hier eine Option. Wer auf den größtmöglichen Marktumfang und Streaming setzt, ist woanders besser aufgehoben.
LeoVegas (Leovegas.de) – späte Erlaubnis, klassisches Profil
LeoVegas Leovegas.de ist mit der LVSports Limited als Erlaubnisinhaberin eingetragen, Sportwetten seit dem 21. Oktober 2024. Daneben ist eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27. Februar 2023 vermerkt – eine andere Genehmigung mit anderen Regeln, die hier nur am Rand erwähnt wird, weil sie zeigt, dass die Erlaubnisinhaberin mehrere Lizenztypen hält.
Die späte Genehmigung für Sportwetten – erst Ende 2024 – bedeutet, dass die Erfahrung mit dem deutschen Markt kurz ist. Der Fokus der Marke liegt historisch auf Casino; Sportwetten ist eher ein flankierendes Angebot. Für Tennis-Wetten rund um die French Open heißt das: Es gibt sie, aber das Programm dürfte schmaler ausfallen als bei Anbietern mit jahrelanger Sportwetten-Erfahrung. Wer ohnehin parallel Casino spielt und das Konto nutzt, hat mit LeoVegas einen soliden Einstieg; wer einen reinen Tennis-Sportsbook-Anbieter sucht, findet anderswo mehr Tiefe.
NEO.bet – Erstgenehmigung 2020, solide Whitelist-Position
NEO.bet gehört der Greenvest Betting Limited, Erstgenehmigung 9. Oktober 2020, Folge 22. Dezember 2022. NEO.bet ist im deutschen Sportwetten-Markt als zweite Reihe positioniert – nicht die größte Markenbekanntheit, aber Whitelist-konform und mit breiter Sportauswahl. Tennis ist im Programm, die typischen Märkte deckt der Anbieter ab.
Wer einen Anbieter sucht, der weniger im Rampenlicht steht und dafür unter Umständen ein anderes Quotenniveau oder andere Sonderfunktionen mitbringt, kann NEO.bet in die engere Auswahl nehmen. Für reine Tennisfans gibt es keinen erkennbaren Vorteil gegenüber den größeren Namen; die Auswahl hat eher was mit Risikostreuung zu tun.
bpremium (Bpremium.de) – Ladbrokes-Holding, deutsche Whitelist
bpremium gehört zur Ladbrokes (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, Registernummer C92799. Die Erstgenehmigung datiert auf den 9. Oktober 2020, die Folge auf den 21. Dezember 2022. Die zugrundeliegenden Nutzungsbedingungen sind auf den 3. April 2023 datiert.
Die Holding ist international bekannt; die deutsche Whitelist ist eine eigene Sache. Für Tennis-Wetten heißt das: Das Programm enthält die üblichen Märkte, ein Quotenvergleich gegen die großen Namen ist sinnvoll, bevor man sich festlegt. Wer die Marke Ladbrokes aus dem Vereinigten Königreich kennt und sie auf der deutschen Whitelist wiederfindet, hat damit eine plausible Brücke. Wer ohnehin weiß, dass er bei einem der drei bis vier bekanntesten deutschen Whitelist-Anbieter bleiben will, ist hier eventuell nicht in der ersten Liga.
Betano (Betano.de) – Bet Builder und Grand-Slam-Streams
Betano wird von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben, Erstgenehmigung 19. Februar 2021, Folge 16. Dezember 2022. Im Apple App Store ist die App „Betano Sportwetten und Slots“ von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED eingetragen und bewirbt in der Beschreibung Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.
Die Kombination aus Bet Builder, Cash Out und Tennis-Grand-Slam-Streams ist im Whitelist-Feld selten in dieser Dichte. Wer auf Sand gerne mehrere Märkte aus einem Match kombiniert und das Spiel dazu sehen will, hat hier ein starkes Angebot. Die Tatsache, dass die App von der Konzernmutter eingetragen ist, während die Whitelist-Erlaubnis bei einer Schwestergesellschaft liegt, ist beim Anbieterwechsel nachvollziehbar – die Holding heißt Kaizen Gaming, die deutsche Whitelist-Erlaubnis liegt bei Betkick Sportsbetting.
Wer Tennis-Grand-Slam-Streams im Konto sehen will und dabei Wetten platziert, ist hier an der richtigen Adresse. Es ist der seltene Fall, in dem die Funktionen Tennis, Stream und Wettschein zusammenfallen und vom selben Anbieter kommen.
bwin (Bwin.de) – bwin-Standard, vergleichbare Whitelist-Position
bwin trägt die bwin (Deutschland) Limited aus Gzira, Malta, als Erlaubnisinhaberin, Erstgenehmigung 9. Oktober 2020, Folge 23. Dezember 2022. Das Sportwettenangebot folgt dem bekannten Muster der Marke – Fußball als Schwerpunkt, Tennis, Basketball und Standardpalette im Programm.
Was die bwin-Whitelist-Position von anderen gleich alten Genehmigungen unterscheidet, ist vor allem der Markenruf außerhalb Deutschlands. Das ist für die Whitelist selbst irrelevant – entscheidend ist der Eintrag dort – aber für die Wahrnehmung nicht ohne Belang. Wer schon ein Konto bei bwin aus anderer Sportart hat, kann Tennis-Wetten rund um die French Open ohne Plattformwechsel mitnehmen.
Rechtliche Lage, Steuern und das, was eine Wette tatsächlich kostet
Sportwetten in Deutschland sind über den Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV) bundeseinheitlich geregelt, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) erteilt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet, überwacht die Anbieter und verhängt Bußgelder nach § 28a. Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige verlässliche Prüfung, ob ein Anbieter eine gültige Erlaubnis hat. Die Snapshot der Whitelist vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge – 27 Inhaberinnen und Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei reine Pferdewetten-Inhaberinnen und -Inhaber.
Was darf gewettet werden? Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorkommnisse darin, als Einzel- oder Kombiwette (§ 21 Abs. 1 GlüStV), und nur Wetttypen, die die GGL im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 genehmigt hat. Live-Wetten nach § 21 Abs. 4 sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf seltene Komponenten wie das nächste Tor, den nächsten Satz oder Ähnliches erlaubt – beim Tennis ist der nächste Satz also erlaubt, der nächste Punkt nicht. Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (in der GGL-Praxis zum Beispiel Fußball unterhalb der 3. Liga), auf manipulationsoffene Konstellationen und auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ausgeschlossen (§ 21 Abs. 1a). Auf Esports darf nach GGL-Auffassung nicht gewettet werden, weil Esports nicht als Sportart anerkannt ist. Virtuelle Sportwetten sind nicht etabliert. Cash Out ist gesetzlich nicht geregelt – es handelt sich um eine anbieterseitige Funktion, die jeder Anbieter in seinen Bedingungen beschreibt. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Einen festen Einsatzhöchstbetrag pro Wette gibt das Gesetz nicht.
Spielerschutz. Teilnahme ab 18 Jahren (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Pro Anbieter ein Konto mit voller Verifizierung (§ 6a). Vor der Verifizierung maximal 72 Stunden Spielbetrieb mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlung. Das monatliche Einzahlungslimit über alle Anbieter liegt nach § 6c Abs. 1 standardmäßig bei 1.000 €, technisch umgesetzt über die LUGAS Limitdatei. Wer ein höheres Limit will, muss wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen – eine Selbstauskunft reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen frühestens nach sieben Tagen. Paralleles Spielen über mehrere Anbieter hinweg ist nach § 6h GlüStV über die LUGAS Aktivitätsdatei ausgeschlossen. OASIS (§§ 8, 8a) ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Login abgefragt wird. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus.
Zahlungen. Nur von Zahlungskonten auf den eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen – das ist der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Wettmarkt heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter konkret akzeptiert, ist eine Frage seiner Bedingungen. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).
Steuer. Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18), also rund 5,03 Prozent des gezahlten Betrags (5,3 / 105,3). Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spielenden (§ 19). Ob und wie der Anbieter sie an die Kundinnen und Kunden weitergibt, ist eine anbieterseitige Entscheidung. Es ist nicht zulässig, von „5,3 % des Einsatzes“ zu sprechen, weil die Bemessungsgrundlage die Steuer selbst ausnimmt. Die Steuer fällt auch bei nicht lizenzierten Anbietern an; eine gezahlte Steuer ist kein Beleg für eine Erlaubnis. Gewinne privater Spielender sind auf erster Stufe nicht abschließend geregelt – die pauschale Antwort ist die Rücksprache mit dem Steuerberater.
Werbung und Bonus. Nur Erlaubnisinhaber dürfen nach § 5 Abs. 7 GlüStV werben. Das 06:00-21:00-Verbot nach § 5 Abs. 3 Satz 1 betrifft Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casinospiele – nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt: Keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung des Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Funktionsträgern, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Es gibt im GlüStV keine Klausel, die einen Sportwettenbonus der Höhe oder den Umsatzbedingungen nach begrenzt – Beträge, Umsatz und Mindestquoten stammen allein aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Offshore. Sportwetten in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis sind unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung; die GGL hat im September 2026 erneut vor solchen Angeboten gewarnt. Strafrechtlich: Veranstaltung (§ 284 StGB) bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe, Werbung bis zu einem Jahr; Teilnahme (§ 285 StGB) bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Strafverfolgungen gegen einzelne Spielende sind nicht etabliert – weder als Freifahrtschein noch als Dramatisierung. Die GGL kann nach § 9 GlüStV Verbotsverfügungen, Zahlungsblockaden und Netzwerkblockaden anordnen.
Zivilrechtlich haben deutsche Gerichte in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die EU-Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit solcher Verträge entgegensteht – ein Spielender fordert dort von Tipico mehr als 3.700 € aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) es grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten, mit Ausnahme von Fällen, in denen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Eine Garantie für Erstattung ist das nicht – es zeigt nur, dass die Rechtslage in Bewegung ist.
Ehrliche Gegenüberstellung. Offshore: keine Erlaubnis, kein OASIS, kein LUGAS, kein deutscher Rechtsweg, höhere Limits möglich. Whitelist: Rechtssicherheit und Spielerschutz nach GlüStV, aber 1.000 € Standard-Einzahlungslimit, eingeschränkte Live-Märkte, volle Verifizierung und nur eigene Zahlungskonten.
Was der Spielplan tatsächlich macht – Sand, Sätze und Dauer
Sand (Terre battue) verändert die Wettlogik in drei Punkten, die ein Buchmacher anders bewertet als ein Hardcourt-Turnier:
Längere Rallys, längere Matches. Auf Sand werden Ballwechsel im Schnitt länger, Aufschlagaufgaben häufiger, Breaks seltener. Ein Herrenmatch kann sich über drei bis fünf Sätze ziehen, ein Damenmatch über zwei bis drei. Für Over/Under-Games und Satzwetten heißt das: Die Verteilung verschiebt sich, „klare Drei-Sätze-Matches“ sind seltener als auf schnellen Belägen, „enge Fünf-Satz-Krimis“ häufiger. Wer auf eine 2-Sätze-Linie bei den Damen setzt, sollte den Belag mitdenken.
Höhere Varianz bei den Außenseitern. Sand begünstigt Spielerinnen und Spieler mit starker Beinarbeit und Geduld, es benachteiligt reine Aufschlagspieler. Damit hat ein Außenseiter auf Sand statistisch gesehen eine etwas bessere Chance als auf Hartplatz, was sich in den Quoten teilweise, aber nicht vollständig niederschlägt. Wer Quoten vergleicht, sieht hier oft eine größere Spreizung als bei einem Grand-Slam-Turnier auf schnellem Belag.
Belag und Saisonform. Die French Open liegen am Ende der Sandplatzsaison vor Wimbledon. Wer das Turnier gewinnt, hat in der Regel auf Sand über Monate Form aufgebaut – bei den Damen noch ausgeprägter als bei den Herren, weil die Sandturnier-Serie kompakter ist. Langzeitquoten auf den Turniersieger bilden das implizit ab, in den Tagen vor dem Turnier oft mit einer Tendenz zur Anpassung.
Was ein Match-Wettmarkt daraus macht: Wer auf konkrete Matches wettet, schaut am besten auf den Vergleich der beiden Spielerinnen oder Spieler auf Sand, nicht auf die Weltranglistenposition. Wer auf den Turniersieger wettet, hat die Quote als implizite Wahrscheinlichkeit im Kopf: 4,00 = 25 %, 2,50 = 40 %, 1,50 = 66,7 %. Diese Umrechnung ist im Kopf nützlich, ersetzt aber keine eigene Einschätzung.
Häufige Fragen
Wie lässt sich legal auf die French Open wetten, und wo ist die GGL-Whitelist einsehbar?
Wer in Deutschland Sportwetten im Internet anbietet, braucht eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nach § 9a GlüStV und einen Eintrag auf der Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Die Liste ist auf der Website der GGL öffentlich einsehbar und enthält für jeden Anbieter die Inhaberin, die Domain und das Datum der Erteilung. Eine .de-Domain allein beweist nichts; eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung.
Welche Wettmärkte gibt es für das Turnier, etwa Gesamtsieger, Matchsieger und Satzwetten?
Bei den Whitelist-Anbietern sind die gängigen Märkte Turniersieger, Matchsieger, Satzsieger, Handicap-Märkte und Games-Over/Under. Live-Wetten sind während des Matches nur auf das Endergebnis oder seltene Komponenten wie den nächsten Satz erlaubt, nicht auf Punkte oder Ballwechsel. Kombiwetten aus mehreren Matches sind zulässig; die Marge der Einzelmärkte multipliziert sich entsprechend.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Turniersieger-Wette aus Einsatz und Quote?
Die Auszahlung einer gewonnenen Wette berechnet sich als Einsatz × Quote; der Nettogewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Quote von 4,00 auf den Turniersieger und einem Einsatz von 10 € liegt die Auszahlung also bei 40 €, der Nettogewinn bei 30 €. Die Quote enthält die Marge des Anbieters; sie ist kein Wahrscheinlichkeitsmaß, sondern ein Bruchteil über 100 Prozent.
Welche Live-Wetten sind während eines Matches erlaubt, und warum gibt es keine Wetten auf den nächsten Punkt?
Der Glücksspielstaatsvertrag lässt Live-Wetten nach § 21 Abs. 4 nur auf das Endergebnis oder auf seltene Ereignisse wie das nächste Tor, den nächsten Satz oder Ähnliches zu. Beim Tennis ist der nächste Satz damit erlaubt, der nächste Punkt nicht, weil Punkt für Punkt in Echtzeit wetten zu nahe an einer rein zufälligen Mikrounterscheidung läge und manipulationsanfällig wäre.
Wie wirkt sich der Sandplatz auf Prognosen aus, und was ist eine Value-Wette?
Auf Sand sind Aufschlagaufgaben häufiger und Breaks seltener, was zu längeren Matches und engeren Sätzen führt. Eine Value-Wette liegt vor, wenn die eigene eingeschätzte Wahrscheinlichkeit über der impliziten Wahrscheinlichkeit der Quote liegt (Quote als Kehrwert). Wer das über einzelne Matches hinweg konsistent macht, hat einen statistischen Vorteil; auf Sand ist die Streuung höher als auf schnellem Belag.
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