Regionalliga wetten 2026: Was Anbieter listen dürfen – und was nicht

Updated Oktober 2026
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Auf Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis warten Spieler, die Regionalliga-Spiele tippen wollen, vergeblich. Fußball unterhalb der 3. Liga gilt nach der Praxis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder als Amateurbereich, und genau dort sitzt die Regionalliga. Wer dort Wetten anbietet, bewegt sich außerhalb der deutschen Erlaubnis – ohne OASIS, ohne LUGAS, ohne deutschen Rechtsweg. Der folgende Überblick fasst die Rechtslage zusammen, ordnet die Lizenzen ein und zeigt, welche Alternativen die erlaubten Anbieter stattdessen im Programm führen.

Ein einfacher Rasenplatz mit kleiner Stehtribüne und Flutlichtmasten in der Dämmerung, auf der Tribüne sitzen nur wenige Zuschauer.
Aus der Fußball-Regionalliga steigen seit 2019 die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf; die restlichen zwei Staffelmeister spielen in einem Playoff den vierten Aufsteiger aus.

Stand der Daten: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Verantwortungsvolles Spielen bei Anbietern mit und ohne deutsche Erlaubnis

Bei jedem Anbieter, der auf der GGL-Whitelist steht, beginnt der Schutz schon vor dem ersten Tipp. Volljährigkeit (§ 4 Abs. 3 GlüStV) ist Voraussetzung, ein zentrales Konto mit vollständiger Verifizierung (§ 6a) Pflicht – wer ohne vollständige Verifizierung spielt, hat höchstens 72 Stunden Zeit und ein Einzahlungslimit von 100 €. Danach wird das Konto gesperrt, bis die Identitätsprüfung abgeschlossen ist.

Ein abgewetzter Fußball liegt auf dem Anstoßkreis eines Naturrasens im Morgennebel.
Die erste Saison der Fußball-Regionalliga war 1963; ihre heutige Form als vierthöchste Spielklasse besteht seit der Saison 2008/09.

Das Einzahlungslimit (§ 6c Abs. 1) liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter hinweg. Die Limitdatei LUGAS sorgt dafür, dass ein Spieler nicht heimlich bei mehreren Buchmachern gleichzeitig die 1.000 € umgeht; wer ein höheres Limit will, muss wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen – eine Selbsterklärung reicht nicht. Heraufsetzen gilt frühestens nach 7 Tagen, das Senken sofort.

Parallel zu LUGAS läuft die Sperrdatei OASIS. Sie wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstaussperrung dauert mindestens 3 Monate, wenn der Spieler selbst eine Frist setzt – sonst mindestens 1 Jahr. Der Panikbutton sperrt das Konto für 24 Stunden, ohne dass eine Selbstsperrung beantragt werden muss.

Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, fällt durch dieses Netz: keine OASIS-Abfrage, keine LUGAS-Limitdatei, keine verpflichtende Vollverifizierung vor der Auszahlung. Die GGL hat am 17. September 2026 noch einmal ausdrücklich vor Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Das Geld, das verloren geht, ist auf dem Weg dorthin schwerer zurückzuholen – auch wenn die Zivilgerichte in mehreren Fällen gegen unlizenzierte Anbieter geurteilt haben.

Wettarten und Quoten: Was bei der Regionalliga wegfällt

Wetten auf einzelne Szenen im Spiel sind aus Bundesliga und Champions League vertraut – Sieger, Doppelte Chance, Über/Unter Tore, Handicap, Spieler-Torschützen, Karten. Auf der Regionalliga sucht man sie bei deutschen Anbieter vergeblich, weil die Spiele gar nicht im erlaubten Sportwettprogramm stehen. Das hindert Anbieter, Märkte überhaupt anzubieten; es ist keine Frage der Quote.

Ein geschlossenes Tor an einem Zaun mit Vorhängeschloss im Morgenlicht, dahinter ein einfacher Sportplatz.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die Quote selbst funktioniert nach demselben Prinzip wie in den oberen Ligen: Sie gibt den Bruttoerlös je 1 € Einsatz zurück. Wer 100 € zu Quote 2,10 setzt, bekommt im Gewinnfall 210 € ausgezahlt – Nettoertrag 110 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Tipps zu einer Gesamtquote. Was bleibt, ist die Marge des Buchmachers – also der Anteil, den er von jedem Euro Einsatz einbehält, bevor er als Gewinn wieder ausgeschüttet wird.

Wie viel ein Markt tatsächlich auszahlt

Wer Quoten verschiedener Anbieter vergleicht, sollte die Marge mitlesen. Sie ergibt sich aus dem Kehrwert der Quoten aller möglichen Ausgänge eines Marktes. Für ein typisches 1X2-Spiel mit Heimquote 2,10, Unentschieden 3,40 und Auswärtssieg 3,60 ergibt sich:

Das heißt: Von jedem eingesetzten Euro bleiben rund 4,6 ct beim Buchmacher, etwa 95,4 ct werden im Durchschnitt wieder ausgeschüttet. Eine niedrige Marge ist bei lizenzierten deutschen Anbietern eher die Regel als die Ausnahme – sie liegt meist in der Größenordnung zwischen 4 % und 6 %, je nach Markt und Sportart. Wer eine konkrete Quote sieht, rechnet die Marge am besten selbst nach; der Vergleich zweier Buchmacher wird erst dann aussagekräftig, wenn die impliziten Margen beider Angebote nebeneinander stehen.

Live-Wetten: wo sie noch möglich sind

Das deutsche Recht lässt Live-Wetten während eines laufenden Spiels nur sehr eingeschränkt zu (§ 21 Abs. 4 GlüStV): erlaubt sind Wetten auf das Endergebnis sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder vergleichbare seltene Ereignisse im Spielverlauf. „Nächster Punkt“ im Tennis oder „nächster Korb“ im Basketball sind tabu. Für die Regionalliga ist das akademisch – Live-Wetten auf Regionalliga-Spiele gibt es auf der erlaubten Seite nicht.

Cashout als Feature, nicht als Pflicht

Cashout ist im GlüStV nicht geregelt. Es ist eine reine Produktentscheidung jedes Anbieters – wer es anbietet, bestimmt die Höhe des Auszahlungsbetrags und die Bedingungen, unter denen der Wettschein zurückgekauft wird. Bei Betano, Betway, Sportingbet und Tipico gehört Cashout zum Standard; wer auf eine bestimmte Marke setzt, sollte vorab prüfen, ob das Feature bei dem Spiel verfügbar ist, das er tippen will.

Regionalliga: Aufbau, Aufstieg, fünf Staffeln

Die Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball. Sie besteht seit der Saison 2008/09 in dieser Form; ihre erste Auflage geht auf das Jahr 1963 zurück. Fünf eingleisige Staffeln teilen das Feld regional auf: Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. In jeder Staffel spielen 18 bis 20 Mannschaften.

Verantwortlich für den Spielbetrieb sind seit der Saison 2012/13 fünf Ligaverbände – vorher lag die Hauptverantwortung beim DFB. Der Aufstieg in die 3. Liga ist seit 2019 so geregelt, dass die Meister von drei Staffeln direkt hochgehen, die übrigen zwei Staffelmeister in einem Playoff den vierten Aufsteiger ausspielen. Der Spielplan folgt damit zwei verschiedenen Wegen in dieselbe Liga – ein Detail, das erklärt, warum die Saison in den fünf Regionen unterschiedlich lang läuft und der Aufstiegskampf in manchen Staffeln erst im Mai entschieden wird.

Lizenzierte Buchmacher im Vergleich

Die folgende Übersicht zeigt zehn Anbieter mit einer Sportwetten-Erlaubnis der GGL – also genau die Marken, die auf der Whitelist stehen. Welche Ligen und Märkte ein Anbieter im Programm hat, ist seine eigene Entscheidung; die Lizenz verlangt nur, dass überhaupt eine Erlaubnis vorliegt. Regionalliga-Spiele fehlen im Angebot aller hier aufgeführten Anbieter.

Anbieter Status auf der GGL-Whitelist Inhaber der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
Betano Erlaubt Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
sportwetten Erlaubt NetX Betting Limited 19.11.2020
Sportingbet Erlaubt Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betway Erlaubt Betway Limited 09.03.2021
888sport Erlaubt 888 Germany Limited 30.06.2021
VBet Erlaubt SCGO Limited 05.12.2023
MERKUR BETS Erlaubt Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
AdmiralBet Erlaubt Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
bet365 Erlaubt Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
bpremium Erlaubt Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020

Die Erlaubnis-Daten geben den Tag der Erstausstellung wieder; Folgeerlaubnisse verlängern den Bestand, sind aber hier nicht eigens aufgeführt. Das Datum, an dem die Erlaubnis ausläuft, trägt die Whitelist nicht – sie zeigt nur das Ausstellungsdatum. Wer prüfen will, ob die Erlaubnis noch aktuell ist, sieht auf der Whitelist nach; sie wird regelmäßig aktualisiert.

Betano – Live-Streams und breites Wettprogramm

Betano gehört zu den Anbietern, die mit Live-Streams aus den europäischen Top-Ligen werben. Die App-Beschreibung nennt LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL – Bundesliga und 3. Liga sind ebenfalls Standard, Regionalliga nicht. Die Erstausstellung der Erlaubnis liegt am 19. Februar 2021, eine Folgeerlaubnis am 16. Dezember 2022. Inhaber ist die Betkick Sportsbetting Limited.

Das Programm ist breit: Einzelwetten, Kombiwetten, Live-Wetten, Cashout und ein Bet Builder, mit dem sich mehrere Märkte eines Spiels kombinieren lassen. Wer Regionalliga sucht, wird sie im Wettprogramm nicht finden – das ist bei keinem der zehn hier verglichenen Anbieter anders.

sportwetten – der deutsche Markenname

Die Domain ist Programm: sportwetten trägt die deutsche Endung und eine deutsche Erlaubnis. Inhaber ist die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta. Die Erstausstellung der Erlaubnis datiert auf den 19. November 2020, eine Folgeerlaubnis folgte am 16. Dezember 2022. Der Markenname ist für deutsche Spieler eingängig, weil er wie ein Branchenverzeichnis klingt – die Lizenz steht dahinter auf der Whitelist.

Sportingbet – Konfigurator und Live-Wetten

Sportingbet bietet mit „Konfigurator+“ eine Funktion, die Auswahlen aus verschiedenen Partien in einem Wettschein bündelt – das geht über den klassischen Bet Builder hinaus, der meist auf ein einzelnes Spiel beschränkt ist. Dazu kommen Live-Wetten und ein breites Sportarten-Portfolio, das Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker einschließt. Erlaubnis-Inhaber ist die Sportingbet (Deutschland) Limited, erstausgestellt am 9. Oktober 2020.

Betway – Cashout und Konfigurator+

Bei Betway wird Cashout in der App direkt unter „Meine Wetten“ angezeigt – ein grünes Symbol, das den aktuellen Wert des Wettscheins zeigt. Ausgezahlt wird der gesamte Betrag oder ein Teil. Der Wettkonfigurator funktioniert ähnlich wie bei Sportingbet: Auswahlen aus verschiedenen Partien werden zu einer Wette kombiniert. Erlaubnis-Inhaber ist die Betway Limited, Erstausstellung am 9. März 2021.

888sport – börsennotierte Holding dahinter

888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar. Die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert – das macht 888sport zu einem der wenigen Anbieter mit einer börsennotierten Muttergesellschaft. Die deutsche Erlaubnis hält die 888 Germany Limited, erstausgestellt am 30. Juni 2021.

VBet – jüngere Erlaubnis

Die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, betreibt VBet. Die Erlaubnis ist mit dem 5. Dezember 2023 deutlich jünger als bei den meisten Wettbewerbern – VBet gehört zu den neueren Marktteilnehmern auf der Whitelist. Im Programm stehen die üblichen europäischen Ligen und Standardmärkte.

MERKUR BETS – Wettbüros und App

Hinter MERKUR BETS steht die Merkur Bets Malta Limited; die MERKUR-BETS-App ist kostenlos für Android und iOS verfügbar und nennt über 70 Sportarten mit mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten. In derselben App ist MERKUR SLOTS integriert. Die Erlaubnis wurde am 6. November 2023 erstausgestellt; MERKUR ist in Deutschland vor allem aus den Wettbüros bekannt.

AdmiralBet – Erlaubnis mit drei Aktualisierungen

Die Greentube Betting Malta Limited führt AdmiralBet. Auffällig ist die Liste der Folgeerlaubnisse: 9. Oktober 2020 (Erstausstellung), 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024 – drei Daten, an denen die Erlaubnis jeweils aktualisiert wurde. Das ist die längste Aktualisierungskette unter den hier verglichenen Anbietern und zeigt, dass die Behörde das Angebot wiederholt geprüft hat.

bet365 – Hillside als Inhaber

Als Anbieter von bet365 listet die Whitelist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die Erstausstellung der Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis auf den 27. Dezember 2022. bet365 ist im Markt vor allem für sein breites Wettprogramm und die Cashout-Funktion bekannt; eine Besonderheit, die bei der Regionalliga aber nicht greift.

bpremium – Ladbrokes-Holding

Hinter bpremium steht die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Gzira, Malta – Registriernummer C92799, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen tragen das Fassungsdatum 3. April 2023. Die Erstausstellung der Erlaubnis erfolgte am 9. Oktober 2020. Der Markenname „bpremium“ weicht von der internationalen Ladbrokes-Marke ab; gemeint ist dasselbe Unternehmen.

Wo Regionalliga-Wetten tatsächlich angeboten werden – und was das bedeutet

Wer trotz fehlender Erlaubnis im Netz Regionalliga-Spiele als Wettobjekt sieht, spielt bei einem Anbieter ohne deutsche Lizenz. Solche Anbieter werben häufig mit hohen Limits, großzügigen Bonusangeboten oder exotischen Märkten – Punktesieger im Jugendbereich, Kartenwetten in unteren Ligen, Langzeitwetten auf Amateurspiele. Was sie nicht bieten, ist OASIS-Sperrdatei und LUGAS-Limitdatei.

Zivilrechtlich haben deutsche Gerichte in mehreren Fällen Spielern verlorene Einsätze gegen unlizenzierte Anbieter zugesprochen. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit solcher Verträge entgegensteht – im Streitfall geht es um mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 gegen Tipico. Der Generalanwalt des EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) für möglich gehalten, dass unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verpflichtet werden können. Eine Garantie für den Einzelfall ist das nicht.

Strafrechtlich bleibt das Spielen beim unlizenzierten Anbieter eine Ordnungswidrigkeit (§ 285 StGB); verfolgt wird in der Praxis jedoch der Anbieter, nicht der einzelne Spieler. Wer trotzdem spielt, nimmt das volle Risiko: keine Garantie auf Auszahlung, keine deutsche Beschwerdestelle, kein Zugriff auf das eigene Geld über LUGAS oder OASIS.

Was erlaubte Anbieter statt Regionalliga listen

Wer auf erlaubte Anbieter setzt, findet dort ein breites Angebot oberhalb der 3. Liga. Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, Champions League, Europa League und Conference League sind Standard; in der Winterpause kommen englischer Ligapokal, spanische und italienische Pokalwettbewerbe dazu. Hinzu kommen andere Sportarten: Tennis-Grand-Slams, NBA, NFL, EuroLeague, Handball-Bundesliga und Eishockey.

Das Programm ist breit, die Limits sind durch LUGAS gedeckelt, die Auszahlungen sind in der Regel binnen weniger Werktage auf dem Konto. Wer bereit ist, auf Regionalliga-Tipps zu verzichten, bekommt dafür ein vollständig reguliertes Wettangebot mit deutschem Rechtsschutz.

Steuern, Zahlungen und Auszahlung – die praktischen Regeln

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18 RennwLottG); auf den vom Spieler gezahlten Betrag gerechnet sind das etwa 5,03 %. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler – ob und wie sie an den Spieler weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter selbst. Wer wissen will, was bei einem Buchmacher tatsächlich vom Einsatz abgeht, liest die AGB: Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, andere verrechnen sie mit dem Gewinn.

Zahlungen laufen ausschließlich vom eigenen Konto bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut (§ 6b Abs. 4) – anonyme Mittel, Kryptowährungen und nicht registrierte Prepaid-Karten sind tabu. Das ist die Mechanik, die deutsche Buchmacher transparent hält: jede Einzahlung kommt nachvollziehbar vom Konto des Spielers. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben binnen fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6, 7).

Wie ein Leser die Lizenz prüft

Die GGL-Whitelist ist öffentlich und steht unter glücksspiel-behoerde.de. Wer dort nachschaut, findet die Domain, den Inhaber und das Datum der Ersterlaubnis. Wer auf der Whitelist steht, hat eine gültige Sportwetten-Erlaubnis für genau diese Domain – eine .de-Endung allein beweist dagegen nichts, denn auch unlizenzierte Anbieter nutzen sie gelegentlich.

Die Whitelist führt aktuell 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis und 3 weitere mit reiner Pferdewetten-Erlaubnis – insgesamt 30 Einträge. Wer einen Anbieter auf der Whitelist nicht findet, ist nicht automatisch illegal; aber er sollte prüfen, ob die Domain dort hinterlegt ist, die er aufruft. Eine Folgeerlaubnis erscheint mit aktualisiertem Datum auf der Whitelist; das ist der Indikator dafür, dass die Behörde das Angebot erneut geprüft hat.

Häufige Fragen

Kann man in Deutschland auf die Regionalliga wetten?

Bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis nicht. Fußball unterhalb der 3. Liga fällt nach der Praxis der GGL unter den Amateurbegriff und ist vom erlaubten Sportwettprogramm ausgeschlossen. Anbieter ohne Erlaubnis listen die Spiele, bieten aber weder OASIS noch LUGAS noch deutschen Rechtsschutz. Wer dort spielt, nimmt das volle Risiko einer Auszahlungsverweigerung ohne deutsche Beschwerdestelle.

Warum zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich, und was folgt daraus für Wetten?

Das GlüStV schließt Wetten auf Veranstaltungen überwiegend von Amateuren aus (§ 21 Abs. 1a). Die GGL wendet das auf den Männerfußball unterhalb der 3. Liga an. Folge: Weder vor Spielbeginn noch live lassen sich diese Spiele bei einem lizenzierten Anbieter tippen – die Märkte existieren im Programm schlicht nicht.

Was bedeutet es, wenn ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis Regionalliga-Spiele listet?

Der Anbieter hat keine deutsche Lizenz. OASIS, LUGAS, die 1.000 €-Monatsgrenze und die eigene Vollverifizierung greifen dort nicht. Limits können deutlich höher liegen, Auszahlungen sind nicht garantiert, ein Rechtsweg vor deutschen Gerichten ist möglich, aber unsicher. Die GGL hat im September 2026 noch einmal ausdrücklich vor solchen Angeboten gewarnt.

Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?

Die Whitelist steht auf der Website der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Sie listet die Domain, den Inhaber und das Datum der Ersterlaubnis. Wer einen Anbieter dort nicht findet, sollte vorsichtig sein – die .de-Endung allein beweist nichts, und eine ausländische Lizenz (Curaçao, Malta, Anjouan) ersetzt die deutsche Erlaubnis nicht.

Welche Folgen hat ein Angebot außerhalb von OASIS und LUGAS für Einzahlungslimit und Spielersperre?

Weder das 1.000 €-Monatslimit noch die Sperrdatei greifen dort. Ein Spieler kann gleichzeitig bei mehreren solchen Anbietern hohe Beträge einzahlen, ohne dass eine Stelle den Überblick behält. Wer sich selbst sperren lassen will, muss das bei jedem Anbieter einzeln tun – eine übergreifende Sperre wie OASIS gibt es im nicht-lizenzierten Bereich nicht.

Wie funktionieren Quoten und Auszahlung bei höheren Ligen, und welche Rolle spielt die Sportwettensteuer?

Bei einer Quote von 2,10 erhält der Spieler im Gewinnfall 210 € pro 100 € Einsatz zurück, davon 110 € Netto. Die Marge des Marktes liegt bei den meisten europäischen Top-Ligen zwischen 4 % und 6 %. Die Sportwettensteuer von 5,3 % zahlt der Veranstalter; ob und wie sie an den Spieler weitergegeben wird, regelt jeder Anbieter individuell in seinen AGB.

Inhalt erstellt vom Team «europapokalwetten.com»