Tour de France Wetten 2026
Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026.

Pogačar hat die dritte Tour in Folge gewonnen, das grüne Trikot ging an Pedersen, die Bergetappen in den Pyrenäen haben das Klassement gesprengt – die Frankreich-Rundfahrt 2026 ist gefahren, die Wetten darauf sind abgerechnet. Wer sich jetzt erst orientiert, landet bei zwei Fragen, die jede für sich schon das halbe Bild ergeben: Welche Wettanbieter dürfen in Deutschland überhaupt Radsportwetten annehmen, und was bleibt vom Gewinn übrig, wenn die Wettsteuer und die Marge im Quotenschlüssel ihren Anteil eingefordert haben. Diese Seite arbeitet beide Fragen ab – den Rechtsrahmen, die gängigen Märkte, die Rechenwege hinter Quote und Auszahlung, und zehn Wettanbieter, die aktuell auf der GGL-Whitelist stehen.
Verantwortungsvolles Wetten bei langen Rundfahrten
Drei Wochen Frankreich-Rundfahrt mit rund 21 Etappen, jeweils an mehreren Tagen Bergetappen, Zeitfahren und Flachetappen – das ist kein Wettprogramm wie eine Bundesliga-Saison, sondern ein Marathon aus Einzelereignissen, die zusammen fast jeden Tag einen Tipp nahelegen. Genau darin liegt die Gefahr, die nicht in der Werbung steht: Wer jeden Etappensieger anspielt, wer auf das nächste Bergtrikot wettet und zwischendurch noch eine Kombiwette auf die Mannschaftswertung setzt, hat am dritten Wochenende mehrere offene Wetten gleichzeitig laufen – und damit einerseits den Überblick verloren, andererseits einen Einsatz querbeet, der nicht geplant war.

Die deutsche Regulierung baut drei Schranken ein, die genau hier eingreifen sollen. Erstens das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 €, das seit dem GlüStV 2021 verpflichtend ist und über die LUGAS-Limitdatei anbieterübergreifend gezogen wird. Zweitens die Spielersperre über OASIS, die beim Login automatisch abgefragt wird und einen Selbstsperre-Antrag von mindestens drei Monaten auslöst. Drittens der Panikbutton, der per Knopfdruck eine 24-stündige Sperre setzt, ohne dass der Anbieter erst den Grund erfragen muss. Was diese drei Mechanismen für eine Tour-de-France-Wette konkret bedeuten, ist schnell gesagt: Die 1.000 € decken alles ab, was im Monat an Einzahlungen zusammenkommt – wer mitten in der Rundfahrt auffüllen will, merkt, dass das Limit nicht etappen-, sondern monatsweise zählt. Die OASIS-Sperre wird beim Login geprüft, weshalb eine Sperre bei einem Anbieter für alle auf der Whitelist stehenden Anbieter gilt. Der Panikbutton hilft vor allem abends nach einer Etappe, wenn das Handy noch in der Hand liegt, eine Kombiwette gerade verloren wurde und der Impuls zur Nachschuss-Wette drückt.
Was die Regulierung nicht abnimmt, ist die eigene Disziplin. Sinnvoll ist, vor dem Grand Départ ein Wettbudget für die gesamten drei Wochen festzulegen – inklusive Puffer für die Etappen, die man live verfolgt – und dieses Budget als unausweichliche Obergrenze zu führen. Wer mit Freunden wettet, mit Cash-out-Funktionen experimentiert oder auf Etappensieger in Bergetappen setzt, sollte sich vorher klarmachen, dass jede dieser Wetten mit Marge bepreist ist und dass die Wettsteuer den Gewinn zusätzlich schmälert. Wer feststellt, dass er längere Zeit am Stück auf Etappen wettet, Pausen auslässt oder höhere Einsätze als geplant wählt, hat im Werkzeugkasten der Anbieter zwei Wege: die Aktivitätsdatei, die paralleles Spielen mehrerer Konten unterbindet, und den Weg zu einer anbieterunabhängigen Beratung.
Lohnend ist es, sich die eigenen Wetten einmal monatlich als Liste vor Augen zu führen – mit Einsätzen, Quoten, Ergebnis. Das, was diese Buchführung zeigt, ist ehrlicher als jede Werbeaussage zu „verantwortungsvollem Spielen“ und liefert die Grundlage für jede spätere Anpassung des Budgets.
Wettarten, Quoten und das, was in jeder Quote steckt
Die Tour de France bietet Buchmachern ein Wettprogramm, das über drei Wochen fast ohne Pause neue Fragen aufwirft. Wer Gesamtsieger wettet, tippt auf den Fahrer mit der niedrigsten kumulierten Fahrzeit nach Paris. Etappensieger heißt: pro Etappe ein eigener Markt, oft mit Außenseiter-Quoten jenseits von 20, weil Bergetappen offener sind als das Zeitfahren. Die beiden Trikotwertungen – grün für die Punktewertung, gepunktet für die Bergwertung – haben eigene Märkte, ebenso das weiße Trikot für den besten Nachwuchsfahrer. Dazu kommen Mannschaftswertung, Kopf-an-Kopf-Duelle zweier Fahrer bei einer Etappe, und die Spezialmärkte fürs Zeitfahren oder für die Frage, ob ein Ausscheidungsrennen in den Sprint führt.

Wie eine Quote entsteht
Eine Quote ist kein Tipp, sondern ein Preis. Wer eine 2,00 bekommt, setzt 10 € und erhält im Erfolgsfall 20 € zurück – Einsatz plus Gewinn, weil die Quote den Gewinn vielfacht. Bei 3,50 bekommt derselbe Einsatz 35 €. Drei Dinge stehen in einer Quote: die Wahrscheinlichkeit, die der Buchmacher dem Ereignis beimisst, sein eigener Sicherheitsaufschlag – die Marge – und die Wettsteuer, die der Anbieter ans Finanzamt abführt. Je niedriger die Quote, desto sicherer gilt das Ereignis dem Anbieter; je höher die Quote, desto unsicherer – aber auch desto teurer die Marge, weil der Buchmacher das Risiko eines Ausgangs trägt, der nicht eintritt.
Wie die Marge in der Quote sitzt
Der Quotenschlüssel eines Zwei-Wege-Marktes lässt sich rechnerisch greifen. Angenommen ein Buchmacher bewertet beide Seiten einer Frage als gleich wahrscheinlich und gibt auf jede Seite 1,90. Der Auszahlungsschlüssel wäre dann:
Auszahlungsanteil = 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 1 ÷ 1,0526 ≈ 0,9500
Das sind 95 %, die an die Spielenden zurückfließen. Der Rest – 5 % – ist die Marge des Anbieters, der Anteil, den der Buchmacher von jedem Euro Einsatz im Durchschnitt einbehält. Genau das ist der Punkt, der bei „besten Quoten“ gerne verschwiegen wird: Selbst ausgeglichen bewertete Märkte liegen nie bei 100 % Auszahlung, weil sie sonst keinen Gewinn für den Anbieter ließen. Wer zwei Anbieter vergleicht, vergleicht nicht Quoten, sondern Auszahlungsschlüssel – und der bewegt sich bei guten Fußballmärkten zwischen 94 % und 97 %, bei Radsportmärkten mit mehreren Ausgängen oft schlechter.
Rechenbeispiel mit den Eingaben 1,90 / 1,90: Auszahlungsanteil ≈ 95,0 %, Marge ≈ 5,0 %. Wer mit 50 € auf eine Seite setzt, gewinnt im Erfolgsfall 50 € × 1,90 = 95 € und hat einen Reingewinn von 45 €. Auf den Gewinn fallen 5,3 % Wettsteuer – wer sie nicht abwälzt, zahlt selbst.
Was die Wettsteuer konkret bedeutet
Deutschland erhebt auf jede Sportwette 5,3 % Wettsteuer, bezogen auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“. Das macht rund 5,03 % des ausgezahlten Einsatzes, denn 5,3 / 105,3 ≈ 0,0503. Gezahlt wird die Steuer vom Veranstalter der Wette, also vom Buchmacher ans Finanzamt, nicht vom Wettenden direkt. Was davon beim Kunden landet, ist eine Frage der Geschäftspolitik: Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, andere schlagen sie auf den Einsatz drauf, wieder andere tragen sie selbst und werben genau damit – „0 % Wettsteuer“ liest man zum Beispiel bei Winamax.
Wer bei einem Anbieter wettet, der die Steuer vom Einsatz abzieht, bekommt einen leicht verringerten effektiven Einsatz. Bei 10 € Einsatz und 5 % Steuerabzug sind es effektiv 9,50 €, die gewettet werden. Bei einem Anbieter, der die Steuer auf den Gewinn aufschlägt, wird der Gewinn mit 5 % gekürzt. In beiden Fällen liegt der Nettogewinn unter dem Bruttogewinn aus der Quote – bei kleinen Quoten schmerzt das mehr, bei großen Quoten weniger, weil der absolute Gewinn dort höher ausfällt und der prozentuale Abzug relativ gesehen kleiner wird. Wer Anbieter vergleicht, sollte daher nicht nur die Quote, sondern den Preis nach Steuer vergleichen.
Einzelwette, Kombiwette, Systemwette
Die Einzelwette ist der einfachste Fall: ein Ereignis, ein Einsatz, eine Quote. Die Kombiwette multipliziert die Quoten der Einzelereignisse, der Einsatz wird einmal gezahlt – gewinnt nur eine Auswahl nicht, ist die gesamte Wette verloren. Bei einer Kombiwette aus drei Etappensiegern mit Quoten 2,50, 3,00 und 2,20 ergibt sich eine Gesamtquote von 2,50 × 3,00 × 2,20 = 16,50 – das klingt verlockend, ist aber umso teurer, je mehr Auswahlen kombiniert werden, weil jede Auswahl ihre eigene Marge trägt. Eine Dreier-Kombi trägt ungefähr die dreifache Marge einer Einzelwette.
Die Systemwette ist eine Zwischenstufe: Sie sichert einen Teil des Gewinns ab, falls eine Auswahl verliert, kostet aber im Erfolgsfall einen Teil des Gewinns gegenüber der reinen Kombiwette. Wer mit Kombiwetten spielt, sollte wissen, dass die Mindestquote bei vielen Aktionen zwischen 1,50 und 2,00 liegt – unterhalb dieser Schwelle zählt die Wette nicht zum geforderten Umsatz.
Die Tour de France als Wettrahmen: Etappen, Trikots, Rekorde
Die Tour de France ist 1903 in Paris gestartet, damals mit 60 Fahrern, einer Etappenlänge von 467 km und einer Gesamtdistanz von 2.428 km. Heute besteht eine Rundfahrt meist aus rund 20 Etappen, mal 21, die sich über drei Wochen verteilen – Flachetappen für die Sprinter, Mittelgebirgsetappen für die Ausreißer, Hochgebirgsetappen für die Klassement-Fahrer, zwei Zeitfahren als Sonderprüfung. Die Veranstalterin ASO, die Amaury Sport Organisation, organisiert die Rundfahrt seit 1992; bis dahin lag die Organisation bei der Sportzeitung „L’Auto“.
Teams und Fahrerstruktur
Die 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet und stellen seit 2018 je acht Fahrer – bis 2017 waren es neun. Hinzu kommen in der Regel zwei bis vier eingeladene Teams der zweiten Liga, die nicht antreten müssen. Ein Peloton von rund 184 Fahrern startet zum Grand Départ, das in den letzten Jahren in Belgien, Dänemark, Italien, Spanien und jetzt in Barcelona lag. Start und Ziel wechseln – Paris ist als Ziel Tradition, der Start ist seit 1951 immer in einer anderen Stadt.
Wertungen und Trikots
Vier Trikots werden auf dem Rad vergeben: Gelb für die Gesamtwertung, also die niedrigste kumulierte Fahrzeit; Grün für die Punktewertung, gespeist aus Etappenplatzierungen und Zwischensprints; Gepunktet für die Bergwertung, die an den kategorisierten Anstiegspunkten vergeben wird; Weiß für den besten Nachwuchsfahrer unter 26 Jahren. Die Endwertung berechnet sich aus den addierten Fahrzeiten, weshalb ein Sturz auf der vorletzten Etappe in der Regel nicht mehr den Gesamtsieg kostet, wenn der Zeitvorsprung groß genug war. Die Schlussetappe ist seit 1967 immer ein Sonntag.
Die Tour 2026 in Zahlen
Die Frankreich-Rundfahrt 2026 lief vom 4. bis 26. Juli mit Start in Barcelona und Ziel in Paris, umfasste 21 Etappen über 3.245 km und endete mit dem fünften Gesamtsieg von Tadej Pogačar – Anquetil, Merckx, Hinault und Indurain stehen ebenfalls bei fünf Siegen. Remco Evenepoel und Isaac del Toro komplettierten das Podium. Das Grüne Trikot gewann Mads Pedersen, das Gepunktete Trikot Richard Carapaz. Die Rekordsieger bleiben bei fünf: Anquetil, Merckx, Hinault, Indurain und Pogačar.
Welche Etappen Märkte treiben
Bergetappen sind im Wettprogramm die offensten Märkte: Wer in den Pyrenäen oder den Alpen stürzt, verliert Zeit; wer auf der windoffenen Ebene abgehängt wird, verliert das Grüne Trikot. Zeitfahren sind das Gegenteil – die Quoten sind enger, weil die Rangfolge häufig schon vor dem Start feststeht. Flachetappen enden meist im Massensprint; dort sind die Außenseiter-Quoten für Etappensieger oft jenseits von 20, weil 30 Fahrer in Frage kommen und der Wind das Feld teilen kann. Wer Märkte vergleicht, vergleicht damit auch Etappentypen, nicht nur Anbieter.
GGL-Whitelist, Erlaubnis und Spielerschutz
Wer in Deutschland eine Sportwette platzieren will, geht eine Wette mit einem Veranstalter ein, der dafür eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder braucht. Diese Erlaubnis wird nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV 2021 erteilt und gilt für jeweils fünf Jahre ab dem Tag der Erst- oder Folgeerlaubnis. Die Behörde führt die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV, eine tagesaktuelle Liste aller erlaubten Anbieter; die Liste vom 2. Oktober 2026 weist 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis und drei weitere reine Pferdewetten-Anbieter aus. Wer auf dieser Liste steht, darf in Deutschland online Sportwetten anbieten. Wer nicht auf der Liste steht, darf es nicht – auch wenn auf der Seite eine maltesische oder curaçaoische Lizenznummer steht.
Was eine Erlaubnis bedeutet – und was nicht
Die Erlaubnis trägt einen Domain-Namen, nicht einen Markennamen. „Interwetten“ steht auf der Liste, Interwetten hat die Erlaubnis; eine andere Domain des gleichen Inhabers darf nicht automatisch mitgemeint sein. Eine Casino- oder Pokererlaubnis ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln – wer auf der Whitelist steht, hat die Sportwetten-Erlaubnis, nicht die Kasinoerlaubnis. Eine maltesische Lizenz hat für die Frage, ob in Deutschland gewettet werden darf, keine Bedeutung.
Wer auf welcher Seite steht
Die deutsche Whitelist bietet eine knappe Übersicht: Inhaber der Erlaubnis, Domain, Datum der Ersterlaubnis, Datum der Folgeerlaubnis. Das Erstdatum dokumentiert, seit wann ein Anbieter auf der Whitelist geführt wird – das Datum ist keine Empfehlung, sondern eine Statusinformation. Was die Whitelist nicht zeigt: die konkreten Wettregeln, das Wettprogramm, die Quoten oder die Bonusbedingungen. Wer wissen will, ob ein Anbieter Live-Wetten auf die Tour anbietet, muss das Wettprogramm der Seite prüfen.
Was die Regulierung vorschreibt
Der GlüStV 2021 schreibt eine ganze Reihe von Spielerschutz-Regeln verbindlich vor. Die wichtigsten für Tour-de-France-Wetten:
- Mindestalter 18 Jahre. Wer jünger ist, wird gesperrt.
- Eine Vollverifikation pro Anbieter. Vor der Verifikation darf maximal 72 Stunden mit einer Einzahlungsobergrenze von 100 € und ohne Auszahlung gespielt werden.
- Einzahlungslimit 1.000 € im Monat. Gilt anbieterübergreifend, verwaltet über die LUGAS-Limitdatei. Wer ein höheres Limit möchte, muss gegenüber dem Anbieter seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen – Selbsterklärung reicht nicht. Ein Anbieter darf bis zu 10.000 € pro Person freigeben und bis zu 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spielenden.
- OASIS-Spielersperre. Bundesweite Sperrdatei, abgefragt bei Registrierung und Login. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate (mit Frist) oder mindestens ein Jahr (ohne Frist). Wer gesperrt ist, kann sich nicht erneut anmelden.
- Panikbutton. Eine Taste, die sofort für 24 Stunden sperrt. Wird vor allem nachts nach verlorenen Wetten genutzt.
- Zahlung nur vom eigenen Konto. Das Konto, von dem eingezahlt wird, muss auf den Namen des Spielers lauten und bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut geführt werden – die Stelle, an der anonyme Zahlungsmittel und Krypto aussortiert werden. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, steht in dessen AGB.
- Parallelverbot. Mehrere Konten bei verschiedenen Anbietern gleichzeitig sind erlaubt, paralleles Spielen während laufender Wetten beim selben Ereignis nicht – das übernimmt die LUGAS-Aktivitätsdatei.
Was die Regulierung nicht macht: Sie schreibt keinen Mindestpreis für Wetten vor, keine maximale Wette und keinen Bonusdeckel – Bonusregeln kommen aus den AGB der Anbieter.
Livewetten: was erlaubt ist und was nicht
Der GlüStV 2021 regelt in § 21 Abs. 4, was live angeboten werden darf: Während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente – und das in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Beim Fußball darf live auf das nächste Tor gewettet werden, weil Tore seltene Ereignisse sind. Beim Tennis darf live auf den nächsten Satz gewettet werden, nicht auf den nächsten Punkt – Punkte sind zu häufig. Beim Basketball darf live nicht auf den nächsten Korb gewettet werden, weil Körbe zu häufig sind. Beim Radsport ist die Lage einfach: Es gibt keine „nächste Komponente“ im Sinne der Vorschrift, also ist live nur das Endergebnis der Etappe oder das Gesamtergebnis der Rundfahrt zulässig. Live-Wetten während einer Bergetappe auf den nächsten Anstieg oder den nächsten Ausreißer sind auf der GGL-Whitelist nicht im Programm.
Werbung, Bonus und Steuer: was der Anbieter darf
Werbung für erlaubtes Glücksspiel ist erlaubt, mit Einschränkungen. Die 06:00-21:00-Sperre gilt für Werbung für Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casinospiele – nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt: Keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal; keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Funktionären; keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Was an Bonusregeln bleibt, kommt aus den AGB der Anbieter: Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist – alles verhandelt, alles prüfbar, nichts gesetzlich gedeckelt.
Die Steuer wird beim Anbieter erhoben und ans Finanzamt abgeführt. Wie der Anbieter sie weitergibt, bleibt seine Wahl – das Spektrum reicht vom vollständigen Überwälzen auf den Kunden bis zum vollständigen Selbsttragen, mit dem dann geworben wird.
Offshore und die Grauzone
Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat für die Frage, ob in Deutschland gewettet werden darf, keine Bedeutung. Wer dort wettet, spielt auf einer Seite ohne deutsche Erlaubnis, ohne OASIS-Anbindung, ohne LUGAS-Anbindung und ohne den 1.000-€-Standarddeckel. Die GGL hat im September 2026 explizit vor illegalen Angeboten wie Platincasino gewarnt. Wer dennoch spielt, hat im Streitfall schlechtere Karten: Zivilgerichte haben in mehreren Fällen die Rückzahlung verlorener Einsätze angeordnet, der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof im Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht – Generalanwalt Emiliou hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich gehalten, dass unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verpflichtet werden, mit Ausnahme von Fällen, in denen Behörden eine Lizenzpflicht zugesichert haben, nicht durchzusetzen. Das ist kein Freibrief für eine Rückzahlung im Einzelfall, sondern ein Hinweis darauf, dass die Rechtslage noch nicht abschließend ist.
Wettanbieter im Vergleich
Alle zehn hier verglichenen Marken stehen auf der GGL-Whitelist mit Stand 02.10.2026. Reihenfolge, Auswahl und Kriterien folgen der Lizenz, der Etabliertheit und der Ausrichtung auf Radsportmärkte – kein Anbieter zahlt für diese Erwähnung. Welche konkreten Märkte auf die Tour-de-France-Etappen tatsächlich angeboten werden, ist Angelegenheit des Wettprogramms des jeweiligen Anbieters; für die Tour 2026 waren die Wettprogramme zu Etappen- und Gesamtsieger, Trikotwertungen und Head-to-Heads verfügbar. Die Tabelle zeigt die Einordnung; die Detailbewertung folgt im Text.
| Marke | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Betway | GGL Whitelist – Sportwetten, Inhaber Betway Limited | 09.03.2021 |
| bwin | GGL Whitelist – Sportwetten, Inhaber bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Betano | GGL Whitelist – Sportwetten, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| bet365 | GGL Whitelist – Sportwetten, Inhaber Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 |
| DAZN Bet | GGL Whitelist – Sportwetten, Inhaber DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Winamax | GGL Whitelist – Sportwetten, Inhaber WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| Tiptorro | GGL Whitelist – Sportwetten, Inhaber Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| Bet3000 | GGL Whitelist – Sportwetten, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| Wettarena | GGL Whitelist – Sportwetten, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited | 09.10.2020 |
| Interwetten | GGL Whitelist – Sportwetten, Inhaber Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
Betway
Betway hat die Erlaubnis seit März 2021 und ist damit einer der etablierten Anbieter im deutschen Markt. Im Wettprogramm liegt der Schwerpunkt auf Fußball und US-Sport, Radsportmärkte auf Grand-Tour-Etappen sind im Programm. Cash-out wird für laufende Wetten angeboten – angezeigt unter „Meine Wetten“ mit grünem Symbol, der angezeigte Wert kann vollständig oder in Teilen ausgezahlt werden. Für Kombiwetten bietet die App Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert, wobei die praktische Nutzung im Radsport an das Angebot an Kombi-tauglichen Märkten pro Etappe stößt.
Die Radsporttiefe liegt unter den Wettanbietern, die ihre Wurzeln im europäischen Sport haben: Kopf-an-Kopf-Duelle und Etappensieger sind abgedeckt, weitergehende Spezialmärkte weniger. Wer einfach auf Gesamtsieger und Etappensieger tippen will, kommt zurecht; wer auf Head-to-Head-Quoten in den Bergen setzt, sollte das Angebot vorher prüfen.
bwin
bwin führt die deutsche Whitelist seit Oktober 2020 und ist eine der größten europäischen Sportwetten-Marken, mit einer entsprechend breiten Radsportabdeckung. Das Wettprogramm zur Tour de France umfasst in der Regel Etappensieger, Gesamtsieger, Trikotwertungen und Head-to-Heads auf Einzelfahrer. Livewetten beschränken sich – wie bei allen GGL-lizenzierten Anbietern – auf das Endergebnis; eine Live-Wette auf eine bestimmte Bergwertung ist nicht erlaubt. Die Quoten liegen im Marktdurchschnitt, mit gelegentlichen Pre-Boosts auf populäre Auswahlen, wobei die Werbung „beste Quote“ mit Vorsicht zu lesen ist – eine einzelne herausragende Quote macht noch keinen guten Auszahlungsschlüssel.
Wer auf eine breite Marktpalette Wert legt und Cash-out schätzt, ist mit bwin gut bedient; wer auf der Suche nach konstant überdurchschnittlichen Quoten ist, sollte das Angebot mit anderen Anbietern dieses Vergleichs abgleichen.
Betano
Betano wird auf der Whitelist seit Februar 2021 geführt. Die deutsche App trägt den Bet Builder als zentrales Feature, mit dem mehrere Märkte eines Spiels kombiniert werden – im Radsport heißt das vor allem kombinierte Wetten auf Etappensieger plus Art des Siegs, was die Übersichtlichkeit für Einsteiger erhöht. Live-Streaming ist Teil des Angebots und umfasst Fußball (La Liga, FA Cup), Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL – Radsport-Livestreams zur Tour sind nicht Bestandteil der Streaming-Palette. Cash-out für laufende Wetten ist Standard.
Die Stärke von Betano liegt im Fußball, nicht im Radsport; für Tour-de-France-Wetten gilt ähnliches wie für Betway – die Grundmärkte sind abgedeckt, Spezialmärkte weniger. Wer ohnehin parallel auf andere Sportarten setzt, profitiert von einem einheitlichen Wettkonto und Streaming-Rechten im Winter.
bet365
bet365 ist seit Oktober 2020 mit einer deutschen Erlaubnis auf der Whitelist, mit Sitz der Inhabergesellschaft in Malta. Der Name steht für die breiteste Marktpalette unter den hier verglichenen Anbietern – Etappensieger, Head-to-Heads, Trikotwertungen, Spezialwetten auf Führung am ersten K2 und mehr, wobei die genaue Markttiefe pro Etappe variiert. Live-Streaming ist eines der Markenzeichen, mit der bekannten Einschränkung, dass Radsport nicht in der Streaming-Liste enthalten ist.
Die Quote liegt im oberen Marktdrittel bei vielen Auswahlen, der Auszahlungsschlüssel ist überdurchschnittlich, aber auch hier trägt jeder Markt seine eigene Marge. Wer mit Kombiwetten experimentiert, sollte die Wettsteuer im Auge behalten – bet365 zieht die Steuer typischerweise direkt vom Gewinn ab, was die effektive Auszahlung senkt. Für Vielwetter ist bet365 trotzdem oft erste Wahl, weil das Wettprogramm die größte Tiefe hat und Cash-out konsequent angeboten wird.
DAZN Bet
DAZN Bet trägt die Erlaubnis seit August 2023 und gehört damit zu den jüngeren Lizenzinhabern auf der Whitelist. Die Marke ist über die Streaming-Plattform DAZN bekannt; die Wettangebote sind neu im Markt, mit Fokus auf das Wettprogramm zu Fußball, US-Sport und den olympischen Sportarten. Radsport ist Teil des Angebots, aber nicht der Schwerpunkt; das Wettprogramm zur Tour ist solide, aber schmaler als bei den etablierten europäischen Marken.
Wer ohnehin DAZN streamt und gelegentlich eine Wette platzieren will, findet hier ein einheitliches Konto-Login; wer Wert auf die Tiefe des Radsportangebots legt, wird bei den klassischen Buchmachern besser bedient.
Winamax
Winamax ist seit Juni 2021 auf der Whitelist und gehört damit zur ersten Welle lizenzierter Anbieter. Das Geschäftsmodell trägt die Sportwettensteuer selbst und bewirbt dies als „0 % Wettsteuer“ – was im Effekt bedeutet, dass die Quote, die der Kunde sieht, nicht durch einen Steuerabzug geschmälert wird. Im Werbematerial verweist Winamax auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen in Fußball, Tennis und Handball, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag – ein Ergebnis, das auf die drei genannten Sportarten beschränkt ist und nicht ohne weiteres auf Radsportmärkte übertragbar ist.
Die Radsportabdeckung ist solide, ohne in die Tiefe der großen europäischen Anbieter vorzudringen. Wer auf eine Wettsteuer-freie Quote Wert legt und die Hauptmärkte nutzt, ist hier gut aufgehoben; wer auf Spezialmärkte in den Bergen setzt, sollte das Wettprogramm prüfen.
Tiptorro
Tiptorro, der deutsche Ableger der Tipico-Gruppe, ist seit Juni 2021 auf der Whitelist. Die Marke trägt einen Stamm von Stammkunden, die das klassische deutsche Wettangebot schätzen – Fußball, mit einer kleineren Radsportabteilung. Die App beschreibt sich selbst als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder“.
Die Radsporttiefe ist begrenzt; wer hauptsächlich Tour-de-France-Wetten sucht, sollte vor Registrierung das Wettprogramm prüfen. Für Fußballwetten ist Tiptorro eine etablierte Größe; die Frage „wer wettet wo auf Pogačar?“ führt selten zu Tiptorro.
Bet3000
Bet3000 hat die Erlaubnis erst seit April 2026, ist also mit Abstand der jüngste Lizenznehmer unter den hier verglichenen Anbietern. Der Hintergrund ist die Wettarena-Schwester, die älter ist, aber von denselben Anteilseignern kontrolliert wird. Das Wettprogramm für die bevorstehende Tour muss sich erst aufbauen; das Erste, was auffällt, ist die klassische Ausrichtung auf Fußball mit Radsport als Ergänzung.
Eine seriöse Einschätzung der Radsporttiefe ist erst nach den ersten Etappen einer Grand Tour möglich; wer auf Nummer sicher gehen will, bleibt bei einem etablierten Anbieter.
Wettarena
Wettarena ist seit Oktober 2020 auf der Whitelist und teilt sich den Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited mit Bet3000, das heißt zwei Marken unter einem Dach. Die Abdeckung der Radsportmärkte ist nicht der Schwerpunkt von Wettarena; wer hier wettet, tippt meistens auf Fußball oder US-Sport.
Wer sowohl Wettarena als auch Bet3000 nutzt, hat es mit demselben Lizenzinhaber zu tun – das hat Folgen für die Frage, ob die getrennten Konten unter das Parallelverbot fallen, denn die parallele Wette beim selben Ereignis ist nur für unterschiedliche Anbieter ohnehin erlaubt. Wer beide Marken parallel nutzt, sollte sich bewusst sein, dass eine Wette bei Wettarena und eine parallele Wette auf das Gegenteil bei Bet3000 von der LUGAS-Aktivitätsdatei erfasst wird.
Interwetten
Interwetten ist seit November 2020 auf der Whitelist und gehört damit zur ersten Welle der lizenzierten Anbieter. Der österreichische Hintergrund hat das Unternehmen früh mit europäischen Radsportmärkten in Berührung gebracht – die Marke ist in der DACH-Region seit Jahrzehnten präsent. Das Wettprogramm zur Tour de France umfasst die Grundmärkte solide, die Quoten liegen im Mittelfeld.
Wer einen Anbieter mit langer europäischer Geschichte sucht und auf klassische Märkte setzt, ist hier richtig; bei Spezialmärkten und bei der Quotenführerschaft in einzelnen Etappen gilt wie für jeden Anbieter: vor der Wette das aktuelle Wettprogramm prüfen.
Welcher Anbieter passt zu welcher Wette
Die zehn Anbieter sortieren sich entlang zweier Achsen: der Lizenzhistorie und der Schwerpunktsetzung im Sportprogramm. Die jüngeren Erlaubnisse (DAZN Bet seit 2023, Bet3000 seit 2026) tragen tendenziell schmalere Radsportprogramme; die älteren Erlaubnisse (Interwetten, Wettarena, bwin, bet365, alle 2020) sind im Fußball und in mehreren europäischen Sportarten breiter aufgestellt. Wer die Tour vor allem als Radsportwette sieht, prüft vor Registrierung das aktuelle Wettprogramm zur nächsten Rundfahrt.
Auf der Quotenseite führt kein Anbieter konstant – eine Auszahlungsquote von 95 % bei einem Zwei-Wege-Markt ist eine Orientierung, kein Versprechen. Wer Quoten vergleicht, vergleicht Auszahlungsschlüssel, nicht einzelne Preise. Auf der Steuer-Seite fällt Winamax auf, das die Wettsteuer selbst trägt – ein geldwerter Vorteil, der sich bei kleinen Quoten stärker auswirkt als bei großen.
Was bei der ersten Wette passiert
Die erste Einzahlung und die erste Wette laufen bei allen Anbietern gleich: vollständige Verifikation vor der ersten Auszahlung, 72-Stunden-Übergangsphase mit maximal 100 € Einsatz, dann das monatliche 1.000-€-Einzahlungslimit. Wer vor der Tour einzahlt und während der drei Wochen auffüllen will, sollte die Monatsgrenze im Blick haben. Einzahlungen sind nur von einem Konto auf den eigenen Namen möglich – Krypto und anonymes Prepaid sind ausgeschlossen.
Wenn Cash-out zur Frage wird
Cash-out ist eine sinnvolle Funktion, wenn ein Etappensieg in Sichtweite scheint und ein Sturz das Klassement kippen könnte. Der angezeigte Wert liegt immer unter dem tatsächlichen Gewinn, weil der Anbieter einen Spread einpreist. Wer mit Cash-out spekuliert, sollte sich klar machen, dass Cash-out den Buchmacher bevorteilt, sobald der Spread den Wert schmälert – das ist die Kehrseite der Funktion.
Häufige Fragen zur Tour de France als Wettmarkt
Wo kann in Deutschland legal auf die Tour de France gewettet werden?
Bei jedem Anbieter, dessen Domain auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Stand vom 02.10.2026 steht – nicht bei Anbietern mit Lizenzen aus Malta, Curaçao oder Anjouan. Die Whitelist ist tagesaktuell und enthält auch den Erlaubniszeitraum; ein fehlender Eintrag heißt: keine Erlaubnis.
Welche Wettarten werden bei der Tour de France angeboten?
Gesamtsieger, Etappensieger, Trikotwertungen (grün, gepunktet, weiß), Mannschaftswertung und Head-to-Head-Duelle. Spezialmärkte variieren je nach Anbieter und Etappe. Livewetten sind auf das Etappen- und Gesamtergebnis beschränkt; auf den nächsten Berg oder den nächsten Sprint darf nicht live gewettet werden.
Wie wird die Auszahlung berechnet?
Rückgabe = Einsatz × Quote. Bei Quote 4,00 und 20 € Einsatz erhält ein Wettender im Erfolgsfall 80 € zurück, der Reingewinn beträgt 60 €. Auf den Bruttogewinn entfällt die Wettsteuer, falls der Anbieter sie überwälzt; ohne Überwälzung bleibt der Bruttogewinn unverändert.
Was ist live erlaubt und was nicht?
Live erlaubt ist die Wette auf das Endergebnis der Etappe oder das Gesamtergebnis. Live nicht erlaubt ist die Wette auf den nächsten Anstieg, das nächste Trikot oder ähnliche Komponenten, weil solche Ereignisse zu häufig sind, um der GGL-Vorgabe für „seltene Ereignisse“ zu genügen.
Wie wirkt die Wettsteuer?
Sie beträgt 5,3 % des Einsatzes nach Steuer, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, und wird vom Anbieter ans Finanzamt abgeführt. Wie sie an die Kunden weitergegeben wird, ist Anbietersache – von vollständiger Überwälzung auf den Einsatz bis zum vollständigen Selbsttragen ist alles möglich.
Gilt das 1.000-€-Limit pro Anbieter oder insgesamt?
Das Limit gilt insgesamt für alle Anbieter auf der Whitelist zusammen, verwaltet über die LUGAS-Limitdatei. Wer im Juli 600 € bei einem Anbieter eingezahlt hat und im selben Monat 500 € bei einem zweiten Anbieter einzahlen will, überschreitet das Limit. Ein höheres Limit ist mit Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit möglich.
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